Vom KBW in den Dienstwagen

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August 20, 2009 von objektivisten

Auch die deutsche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat natürlich eine Vergangenheit – privat und politisch. Auf der Homepage ihres Ministeriums kann man einiges darüber nachlesen, wobei allerdings auffällt, dass ihr politisches Leben scheinbar erst 1983 mit dem Eintritt in die SPD begonnen hat. Tatsächlich aber gab es auch schon vor dieser Hinwendung zur Sozialdemokratie eine politische Ulla Schmidt, die sich auch parteipolitisch engagierte, wie die Zeitschrift Versicherungstip recherchierte:

Wie die ‚vt’-Recherchen bei der Stadt Aachen, dem NRW-Landeswahlamt und dem Statistischen Bundesamt erbrachten, kandidierte die am 13.06.1949 geborene und in Aachen wohnhafte Volksschullehrerin Ursula Schmidt bei der Wahl zum 8. Deutschen Bundestag am 3. Oktober 1976 für den Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW). Allerdings mit bescheidenem Ergebnis, denn während auf den CDU-Mann Dr. Hans Stercken 69.218 Stimmen und auf Dieter Schinzel von der SPD 67.810 Stimmen entfielen, schnitt Schmidt von den sechs Bewerbern am schlechtesten ab und konnte lediglich 198 Stimmen der 144.558 Wähler (Wahlberechtigte: 159.095) und damit nur 0,1 % auf sich vereinen. (…)
Auf offiziellen Homepages zu Ulla Schmidt erfährt man über ihr KBW-Engagement nichts. Vielmehr ist den
Internetseiten des Bundesministeriums für Gesundheit zu entnehmen: „Politischer Werdegang: Seit 1983:
Mitglied der SPD, …“ Wie steht Schmidt heute zur KBW-Kandidatur und ihrem Kampf gegen die freiheitlich
demokratische Grundordnung? ‚vt’ hakt bei ihr nach. Statt Aufklärung erhalten wir eine u. E. bewußt
falsche Antwort von BMG-Pressechef Klaus Vater: „Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 5. September 2006 an Frau Bundesministerin Ulla Schmidt. Sie hat mich gebeten, Ihnen zu antworten. Wie Sie selbst entdeckt haben, ist auf den Internetseiten des BMG auch der politische Werdegang von Frau Bundesgesundheitsministerin ausführlich dargestellt. Ich bitte daher um Verständnis, daß ich von weiteren
Ausführungen hierzu absehe.“
Von einer ausführlichen Darstellung kann keine Rede sein, sondern die früheren Aktivitäten werden ausgeblendet. Warum? Hat Ulla Schmidt einiges an Gedankengut über die
Zeit ‚gerettet’ oder holt sie die Vergangenheit ein? Auch ein früherer opportunistischer Wechsel ist denkbar.

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One thought on “Vom KBW in den Dienstwagen

  1. Benedikt sagt:

    Naja, dafür hätte man jetzt nicht bei der Stadt Aachen recherchieren müssen. Ein Blick in die Wikipedia hätte genügt, da steht das nämlich schon seit 2004: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ulla_Schmidt&oldid=3691897

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