Den Klimawandel rational diskutieren

Greta Thunberg hat zweifellos echte Angst davor, was in einigen Jahrzehnten mit der Welt passieren könnte. Aber warum sollten wir den Worten eines Kindes so viel Autorität zubilligen? Die Politiker, die derzeit gegenüber Thunberg katzbuckeln, müssen erklären, wie sie plötzlich von der Huldigung der Experten für Fragen der globalen Erwärmung dazu übergehen, einer Person zu Füßen liegen, die noch nicht einmal einen Schulabschluss besitzt.  Thunberg löste die „Fridays for Future“-Bewegung aus, die Kinder dazu auffordert, die Schule zu schwänzen, um gegen den Klimawandel zu protestieren. Aber es wird zweifellos die Schule gewesen sein, wo der schwedische Teenager die Idee her hat, dass die Welt bald in Flammen steht. In ganz Europa, und insbesondere in Ländern wie der Schweiz, Deutschland und Schweden, sind Lehrer zu Predigern des grünen Alarmismus geworden. Deshalb freuen sich viele Lehrer über protestierende Kinder, die für einen „guten Zweck“ der Schule fernbleiben.

Andrea Seaman: Den Klimawandel erwachsen diskutieren

Gelbwesten sind keine Tea Party auf französisch

Überflüssig zu sagen, dass ich froh bin, dass die Gelbwesten sich über das erdrückende Steuerregime in Frankreich empören. In diesem Sinne sind sie wie die Tea Party in Amerika. Aber die Tea Party möchte einen schlanken Staat. Und das scheint in Frankreich nicht der Fall zu sein. Was bedeutet, dass die Gelbwesten entweder ignorant sind oder heuchlerisch. Schließlich ist die Belastung durch staatliche Ausgaben in Frankreich sehr schwer und außerdem hat das Land einen sehr hohen Schuldenstand. Wie soll also die Regierung die Steuerbelastung vermindern, wenn es nicht einen gewissen Grad an Beschränkungen bei den Ausgaben gibt? Einige von den Gelbwesten scheinen zu denken, dass klassenkämpferische Steuern für die Reichen das Allheilmittel sind, aber das funktionierte für Francois Hollande nicht und es gibt keinen Grund für die Annahme, dass es für Emmanuel Macron funktioniert. Ironischerweise denken einige amerikanische Politiker, Amerika solle Frankreich kopieren.

Daniel J. Mitchell: How France’s Yellow Vest Protesters Are Different from America’s Tea Party

Amerika, Idee und Realität

Viel von unserer Größe kommt von einer Idee. Sie ist nicht, wie Joe Biden behauptet, „größer als ein Ozean“. Sie ist so klein wie das Individuum. Das Britische Empire, dass wir zwei Mal besiegt haben, behauptete, die Ozeane zu beherrschen. Amerikas Stolz war, dass der individuelle Arbeiter, nicht ein König oder ein Präsident, seine Nation und sich selbst beherrschte. Die Briten hatten einen König, Amerika hatte Millionen von Königen und Königinnen. Viele Nationen hatten solche Ideen. Was Amerika einzigartig machte, war, dass – anders als der Rest der Welt – wir es Realität werden ließen. Und wir haben es nicht getan durch leere Theorien, sondern durch ein System einer repräsentativen Regierung, gestützt von harten Beschränkungen für diese Regierung.

Daniel Greefield: Biden is Wrong: America is a Reality

Venezuela ist „Atlas Shrugged“ im wahren Leben

Im Grunde bin ich offen für das Argument, dass das, was in Venezuela geschah, eine andere Form von Etatismus war. Das Ergebnis ist jedoch immer das Gleiche.

Im Fall von Venezuela ist es wie „Atlas Shrugged“ im realen Leben.

Nach meinem Kenntnisstand hat es in Venezuela bisher noch keinen Fall von Kannibalismus gegeben, sodass ich annehme, dass es sogar noch schlimmer werden kann.

Aber das wirft die Frage auf. Warum haben Linke und Sozialisten Venezuela mit so viel Lob überschüttet?

Und jetzt, wo sie von der Realität eingeholt wurden und die Wirtschaft zusammengebrochen ist, warum weichen sie Fragen über ihre bisherige Unterstützung aus?

Am wichtigsten aber ist die Frage: Warum wollen sie ähnliche Politik für die Vereinigten Staaten?!?

Daniel J. Mitchell: Der Sozialismus hat Venezuela in die Katastrophe gestürzt

Im Original: Venezuela Is „Atlas Shrugged“ in Real Life

„Atlas Shrugged“ in der Überschrift bezieht sich auf Ayn Rands Roman „Atlas Shrugged“ (deutsch: Der Streik)

Kann der israelisch-palästinensische Konflikt gelöst werden?

Kann der israelisch-palästinensische Konflikt gelöst werden? Ja, er kann, und ich habe ein ganzes Buch (Elan Journo: What Justice Demands) darüber geschrieben, um die grundlegende Natur des Konfliktes zu analysieren und einen Weg aufzuzeigen, der nach vorne führt. Im März habe ich die Herausforderung angenommen, um dieses außerordentlich komplexe Thema im Soho Forum in New York zu debattieren. Die Lösung: „Um den israelisch-palästinensischen Konflikt zu lösen, muss Israel zuerst die Niederlage der palästinensischen Bewegung erreichen.“ Ich übernahm die zustimmende, während Mayor Danny Sjursen die ablehnende Position einnahm. Zentral für meine Sichtweise ist, dass wir die Natur palästinensischen Bewegung bewerten müssen. Die Fakten zeigen, dass die Bewegung feindlich gegenüber der Freiheit ist. Ihre Hauptfraktionen streben danach, militante autoritäre und theokratische Regime zu etablieren. Um den Konflikt zu lösen, müssen wir damit beginnen, die ideologischen Ziele dieser Bewegung ernst zu nehmen. Im Gegensatz dazu stellte mein Opponent die Prämisse in Frage, dass es  irgendeine Geschlossenheit der palästinensischen Bewegung gebe, leugnete die Bedeutung ihrer ideologischen Einstellung, und drängte zur Rückkehr zu Lösungen, die die Dinge nachweislich schlimmer gemacht haben.

Elan Journo Journo Debates Israel/Palestine at Soho Forum

Aufklärung jetzt

Das überzeugendste Merkmal des Buches (Steven Pinker: Aufklärung jetzt: Für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt. Eine Verteidigung)ist seine detaillierte Beschreibung der technologischen und sozialen Verbesserungen im Verlauf der letzten beiden Jahrhunderte, in denen sich „die Lebenserwartung weltweit von 30 auf 71 Jahre erhöht hat und in den glücklicheren Ländern auf 81.“ Beinahe überall arbeiten die Menschen weniger und erfreuen sich mehr am Leben als die reichsten Menschen noch vor einigen Generationen. Pinker geht nicht davon aus, dass der Fortschritt unvermeidlich ist. Kulturelle Katastrophen wie das finstere Mittelalter beweisen, dass die Faktoren, die wesentlich sind für den Fortschritt, zerstört werden können.
Die philosophischen Passagen von Pinkers Buch sind schwächer. Als Anhänger des Wohlfahrtsstaates ignoriert er die Fakten, die zeigen,  dass der Laissez-Faire-Kapitalismus die Menschheit reicher und glücklicher machen würde, und seine ethischen Ansichten sind eingefärbt vom Altruismus, der eben von jenen Religionen stammt, die er anprangert. Aber seine Verteidigung der Vernunft gegen die Reaktionäre und Romantiker, die das Erbe der Aufklärung verhöhnen – seien es Konservative oder linke Öko-Schwarzmaler- ist stark.

Timothy Sandefur: Enlightenment Now: The Case for Reason, Science, Humanism, and Progress