Die Moralität von Israel Die Website "Israel is M…

Die Moralität von Israel

Die Website „Israel is Moral“ verfügt über einen großen Fundus von Aufsätzen aus capitalismmagazine.com zum Nahostkonflikt. Überschrieben ist die Site mit einem Zitat von Yaron Brook vom Ayn Rand Institute: „Israel ist der einzige freie Land in einer Region, die von arabischen Monarchien, Theokratien und Dikataturen beherrscht wird. Es sind nur die Bürger Israels -Juden und Araber gleichermaßen-, die das Recht genießen, ihre Meinung frei auszudrücken, politische Parteien zu bilden, private Zeitungen zu publizieren und Wahlen abzuhalten. Wenn die arabischen Führer ihrem eigenen Volk die grundlegendsten Freiheiten verweigern, ist es obszön von ihnen, zu behaupten, dass Israel die Rechte der Palästinenser verletzen würde. Alle arabischen Bürger, die wirklich an Menschenrechten interessiert sind, sollten zuallererst versuchen, ihre eigenen despotischen Herrscher zu stürzen und die Art einer freien Gesellschaft einzurichten, die Israel charakterisiert.“

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Der Senator und die Homosexuellen Der republikani…

Der Senator und die Homosexuellen

Der republikanische Senator Rick Santorum hat in einem Interview die absurde Meinung geäußert, er habe kein Problem mit Homosexuellen, sondern nur mit homosexuellen Handlungen. In eben jenem Interview bestreitet Santorum, dass die Verfassung der Vereinigten Staaten ein Recht auf Privatheit verbürgen würde , obwohl die amerikanische Verfasssung das „Streben nach Glück“ garantiert. In einem Kommentar des Opionion Journal springt James Taranto dem Senator zur Seite und behauptet, dass außer einigen wenigen Radikalen kaum jemand das Prinzip akzeptieren würde, das die Regierung das Sexualverhalten einvernehmlicher Erwachsener nie regulieren dürfe.

Welche Regulierungen man akzeptabel oder wünschenswert finde, sei ebenso eine Sache der Gewohnheit und der Tradition wie des Prinzips. Mit anderen Worten: Ebenso wichtig wie Prinzipien sind Vorurteile und Launen. Ist Amerika die Republik der individuellen Rechte, welche das Prinzip der individuellen Rechte nicht begreift?

Das Konzept der individuellen Rechte ist in der Lage, einen Maßstabe zu liefern für die Frage, wann die Handlungen eines Menschen legal sind und wann nicht. Dann, und nur dann, wenn ein Mensch Gewalt gegen einen anderen initiiert, hat der Staat das Recht, diese Handlungen als illegal einzustufen und mit vergeltender Gewalt zu reagieren. Dies ist bei homosexuellen Handlungen zwischen einvernehmlichen Erwachsenen ganz sicher nicht der Fall, denn ein Verbrechen setzt ein Opfer voraus, ein Mensch der einen Schaden an Eigentum, Leib oder Leben erlitten hat. Völlig anders liegt der Fall etwa bei einer Vergewaltigung oder beim sexuellen Mißbrauch von Kindern. Ayn Rand macht in ihrem Roman „Atlas Shrugged“ dieses Prinzip in den Worten ihres Helden John Galt deutlich: „Solange Menschen zusammen leben wollen, darf niemand physische Gewalt gegen andere initiieren -hört ihr?-, darf niemand anfangen, physische Gewalt gegen andere auszuüben.“ Nick Provenzo vom Center for the Advancement of Capitalismus ist absolut zuzustimmen: „Santorums Bemerkungen zielen direkt auf das Herz von Amerika. Er und andere Konservative sagen, das Herz von Amerika sei die Familie. Ich sage, es ist Freiheit.“

Freiheit ohne Gott? Ein Leser fragt Dr. Michael H…

Freiheit ohne Gott?

Ein Leser fragt Dr. Michael Hurd: „Dr. Hurd, Sie sind ein Befürworter von Freiheit und Kapitalismus, aber Sie sich auch Atheist. Aheisten sind gewöhnlich Linksliberale, Sozialisten oder Kommunisen. Wie verteidigen Sie das?“

Antwort: „Linksliberale, Sozialisten und Kommunisten möchten Gott loswerden, damit sie Sie kontrollieren können. Ich möchte Gott loswerden, damit Sie Ihr eigenes Leben kontrollieren können. Eine Gesellschaft mit Menschen, die fähig und willens sind, ihr Leben zu kontrollieren, wird Freiheit und Kapitalismus fordern. Diejenigen, die die Religion befördern wollen, und gleichzeitg Freiheit und individuelle Selbstbestimmung unterstützen, befinden sich in einem Widerspruch, nicht ich.“

Den Kapitalismus feiern am 1. Mai Am 1. Mai gehen…

Den Kapitalismus feiern am 1. Mai

Am 1. Mai gehen wieder die linken Antis auf die Strasse. Anti-Kapitalismus, Anti-Technologie, Anti-Freihandel heißt ihre Devise. In Deutschland wollen sie gegen die halbgaren „Reformen“ der Regierung Schröder demonstrieren. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts waren die meisten Linken noch Idealisten, die für ein industrialisiertes Utopia standen – Kommunismus oder Sozialismus. Edwin A. Locke vom Ayn Rand Institute schreibt über den Unterschied zwischen der Alten und der Neuen Linken: „Die Vision der Linken war der Mensch als selbstloser Sklave des Staates, und der Staat war der allmächtige Manager der Wirtschaft. Anstelle von Wohlstand, Glück und Freiheit produzierten Kommunismus und Sozialismus jedoch nur Armut, Elend und Terror. Ihr System musste scheitern, weil es auf einer Lüge basierte. Man kann nicht Freiheit und Wohlstand dadurch erreichen, dass man individuelle Rechte zerstört, und man kann nicht dadurch Wohlstand schaffen, dass man den Geist negiert und die ökonomischen Gesetze umgeht. Voller Wut darüber, dass sich ihre vorgestellte Utopie in Ruinen aufgelöst hat, sucht die Linke nur noch Destruktion. Sie wollen das System auslöschen, dass eben jenen Wohlstand, jenes Glück und jene Freiheit produziert, was ihr System nicht produzieren konnte. Das System ist der Kapitalismus, das System der wahren sozialen Gerechtigkeit, wo Menschen die Freiheit haben, zu produzieren, und zu behalten, was sie sich verdient haben.“

Die neue europäische Verfassung: Viel Staat, weni…

Die neue europäische Verfassung:

Viel Staat, wenig Freiheit

In den Entwürfen zur neuen europäischen Verfassung finden sich massenhaft nicht definierte und nicht näher bestimmte Begriffe, die alles und nichts bedeuten können, je nach Auslegung. Das ist ein Freibrief für willkürliche Justiz. Den heftigsten Artikel, den ich gefunden habe, ist Artikel 3:

„(2) Die Union strebt ein Europa der nachhaltigen Entwicklung auf der Grundlage eines ausgewogenen Wirtschaftswachstums und sozialer Gerechtigkeit an, mit einem freien Binnenmarkt und einer Wirtschafts- und Währungsunion, mit dem Ziel der Vollbeschäftigung und im Hinblick auf einen hohen Grad an Wettbewerbsfähigkeit und einen hohen Lebensstandard. Die Union fördert den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt, die Gleichstellung von Frauen und Männern, den Umweltschutz und den sozialen Schutz und unterstützt den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt einschließlich der Weltraumforschung. Sie fördert die Solidarität zwischen den Generationen und zwischen den Staaten sowie die Chancengleichheit für alle.“

Mein Kommentar:

Egal, wer es geschafft hat, Artikel 3 in dieser Form festzulegen; sein Ziel war es, dem Staat eine willkürliche Machtfülle zu geben und dem Individuum Freiheiten zu rauben. Dieser Absatz ist ein Freibreif für den Wohlfahrtsstaat, Einkommensumverteilung, staatliche Zwangsversicherungen, und die Kontrolle jeglicher ökonomischer Tätigkeit, ganz zu schweigen von den Folgen solcher Begriffe wie „Chancengleichheit“.

Keiner der fettgedruckten Begriffe ist definiert oder näher bestimmt. Was bedeuten sie ? Wer bestimmt, was sie bedeuten sollen ? Bleiben sie undefiniert und werden damit zur Quelle von Willkür ? Wenn sie in der Verfassung stehen: bedeutet das, daß in Zukunft eine freie Marktwirtschaft ohne Eingriffe des Staates verboten sein wird ?

Rand über den Krieg Russ Madden, der zu der eher …

Rand über den Krieg

Russ Madden, der zu der eher geringen Zahl der objektivistischen Gegner eines Irak-Krieges zählte, hat für Laissez Faire Electronic Times einen längeren Aufsatz mit dem Titel Rand on War verfasst. Madden zitiert ausgiebig aus den Aufsätzen „The New Fascism: Rule by Consensus“, „The Roots of War“ und „The Wreckage of Consensus“, die in den sechziger Jahren, also zur Zeit des -von Rand abgelehnten- Vietnam-Krieges, von Rand veröffentlicht wurden, und ergänzt sie mit eigenen Bemerkungen.

Rand als Kronzeugin für eine Ablehnung des Irak-Krieges heranzuziehen, erscheint mir aus folgenden Gründen sehr problematisch: 1. Rand beschäftigte sich mit außenpolitischen Fragestellungen nicht sehr intensiv, was Madden auch durchaus einräumt. 2. Zweifellos muss man aus dem, was sie sagte, den Schluss ziehen, dass sie außenpolitisch irgendwie „hawkish“ war, dass heißt, zu den außenpolitischen „Falken“ zählte. Die sehr scharfe Haltung des Ayn Rand Institute läßt sich ohne weiteres mit Äußerungen von Rand begründen

3. Madden ignoriert Äußerungen von Rand, die seiner Haltung widersprechen. Sehr deutlich äußert sich Rand etwa in einem Interview mit dem Playboy dahingehend, dass Diktaturen „Outlaws“ sind und jede freie Nation das Recht hat, dort einzumarschieren. In diesem Interview ist noch nicht einmal davon die Rede, dass eine Selbstverteidigungssitutation vorliegen müsse. Auch spricht Rand nicht davon, dass die USA zu wenig frei wären, um einen derartigen Angriff führen zu dürfen. Auf die Frage, ob sie einen Angriff auf Kuba oder die Sowjetunion „durch die Vereinigten Staaten“ unterstützen würde, antwortet sie: „Nicht im Moment. Ich denke, dass es nicht notwendig ist. Ich würde unterstützen, was die Sowjetunion am meisten fürchtet: Einen ökonomischen Boykott, …“ Madden betont zwar, dass er an das Recht auf Selbstverteidigung glaube, führt aber kein einziges Beispiel einer wirklich legitimen Selbstverteidigung durch die USA oder andere westliche Staaten an, weder im historischen Rückblick noch in Bezug auf zukünftige Ereignisse. Selbst der Angriff der japanischen Luftwaffe auf Pearl Harbor oder die Terroranschläge des 11. September legitimieren für ihn keine Aktionen der Selbstverteidigung, da er davon ausgeht, dass die amerikanische Politik in beiden Fällen die Attacken selbst provoziert habe. Vor der Attacke auf Pearl Harbor habe Roosevelt den Japaner „in die Ecke gedrängt.“ Er sieht in beiden Fällen eine Analogie zum „Krieg gegen Drogen“, wo es zwar zu Mordhandlungen von Drogenhändlern kommen könne, der Hauptschuldige aber der Staat sei, der den Drogenhandel überhaupt erst verbiete: „Wieder und wieder verspricht der Staat das Nirvana, liefert aber nur die Hölle.“ Madden Argumentation läuft auf eine anarcho-libertäre Uminterpretation des Objektivismus hinaus, die sich zwar verbal zum Recht auf Selbstverteidigung bekennt, faktisch aber eine Beschwichtigungspolitik des Westens fordert. Für Madden stellt sich der Konflikt zwischen dem Westen und den Kulturen des Nahen und Mittleren Ostens als ein Kampf zwischen verschieden Etatismen dar. Ausdrücklich bezeichnet er die USA und Großbritanien als „faschistisch“. Tatsächlich ist eine Konfrontation zwischen Zivilisation und Barbarismus. Diese barbarischen Kulturen produzieren unentwegt Hass auf den Westen, unabhängig von dem, was der Westen außenpolitisch tut oder nicht tut, weil religiöse Fanatiker ihre Handlungen nicht von Fakten abhängig machen: „Sie sehen uns als eine Bedrohung ihrer Haltung zur Welt an, weil wir eine Bedrohung sind (nach ihren Maßstäben). Zivilisation ist immer eine Bedrohung für den Barbarismus.“ (E. G. Ross).

Wer geplündert hat, und wer nicht Die Medien habe…

Wer geplündert hat, und wer nicht

Die Medien haben sich ausführlich mit den Plünderungen nach der militärischen Niederlage des Saddam-Regime im Irak beschäftigt, wohl auch deshalb um von dem überwältigenden miltitärischen Sieg der Koalitionsstreitkräfte und der Freude der befreiten Iraker abzulenken. Plünderungen hat es gleichwohl gegeben – durch Iraker. Ganz allein sie tragen die Verantwortung für diese Vorkommnisse, bei denen es bedauerlicherweise auch zu Plünderungen von Museen, Büchereien und Archiven kam. Es waren aber nicht amerikanische Soldaten, die plünderten. Daniel Pipes kommentiert für das Capitalism Magazine: „Die Schuld für die Plünderungen im Irak liegt deshalb nicht bei den Koalitionsstreitkräften, sondern bei den Irakern selbst. Ja, die Koalition hätte besser vorbereitet sein können, aber die Iraker allein tragen die moralische Verantwortung für die kulturellen Zerstörungen.“

Propaganda Wer in unserer Gesellschaft etwas verä…

Propaganda

Wer in unserer Gesellschaft etwas verändern will, muß damit anfangen, gute Ideen zu verbreiten. Was muß man einem Menschen anfangs beibringen, damit er sich zum Guten ändern kann ?

Man sollte ihm klarmachen, daß er sich auf die Realität verlassen kann: die Naturgesetze gelten immer und Gegenstände haben bestimmte Eigenschaften und keine anderen. Das Kausalitätsprinzip gilt, oder für ihn verständlicher: von nichts kommt nichts.

Er sollte sich klarmachen, daß in ihm mehr steckt als in einem Tier; daß er mehr sein kann als nur ein dummes Stück Fleisch, das nur seinen Trieben nachgeht. Falls er es noch nicht gehört hat, sollte man erwähnen, daß er einen Verstand besitzt, und daß man mit diesem Instrument denken kann.

Man muß ihm klar machen, daß er ein Individuum ist, und sein Körper nur dann gesund und sein Verstand nur dann erhalten bleiben können, wenn er sein Leben als höchsten Wert betrachtet. Das gute Leben kann nicht daraus bestehen, sein eigenes Leben systematisch zu zerstören, um einem fremden Zweck zu dienen.

Man muß ihn darauf hinweisen, daß zwar jemand kommen kann, um ihm den Sinn des Lebens vorzuschreiben, daß ihm diese Fremdbestimmtheit als Individuum aber nur schaden kann. Daß dieser Fremde aber sicher kommen wird, wenn er sich nicht selbst überlegt, worin sein Sinn besteht.

Man muß ihm erklären, daß Glück gemacht wird und daß er der eigene Schmied seines Glückes ist.

Wenn er das alles verstanden hat, sollte er anfangen sich Gedanken zu machen: darüber, welchen Sinn er seinem Leben geben will, welche Ziele er sich wählen will, womit er sich beschäftigen möchte.

Er sollte wissen, daß die höchste Form menschlichen Zusammenlebens in einer freien, gewaltlosen Gesellschaft stattfindet, in der Menschen einer produktiven Tätigkeit nachgehen und ihre Erzeugnisse auf freiwilliger Basis austauschen. Entsprechend diesem Rahmen sollte er sich eine produktive Tätigkeit auswählen.

Und dann muß er sich daran machen, seine Vorstellungen in die Wirklichkeit umzusetzen; Schritt für Schritt.

"Irakische Freiheit" erfordert individuelle Rechte…

„Irakische Freiheit“ erfordert individuelle Rechte

Robert W. Tracinski fordert in einem vom Ayn Rand Institute veröffentlichten Beitrag eine radikale Reform zugunsten der Rechte des Individuums im neuen Irak: „Was der Irak braucht ist eine viele radikalere Reform: Nicht die Teilung der politischen Macht, sondern die Begrenzung der politischen Macht – ein Fokus, der nicht auf den Privilegien der ethnischen Gruppen liegt, sondern auf den Rechten des Individuums.“ Wichtig für die neue irakische Regierung sei nicht eine Machtbalance zwischen Sunniten und Schiiten, sondern die Trennung von Religion und Staat. Religion müsse zu einer privaten Angelegenheit gemacht werden. Ebenso müsse Trennung von Wirtschaft und Staat erfolgen. Der wichtigste Schritt dazu sei eine Privatisierung der irakische Ölindustrie. Zusammenfassend stellt Tracinski fest: „Nur eine unterdrückte Minderheit braucht verzweifelt eine Repräsentation in der neuen irakischen Regierung: Das Individuum.“

Selbstbestimmung im Irak Im Irak gibt es derzeit…

Selbstbestimmung im Irak

Im Irak gibt es derzeit Demonstrationen, die einen baldigen Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak fordern. Doch was ist in Abwesenheit amerikanischer Truppen möglich, was in ihrer Anwesenheit nicht möglich wäre ? Einige Iraker denken, Selbstbestimmung, so wie sie es sich vorstellen, sei in Anwesenheit der amerikanischen Truppen nicht möglich.

Mitglieder der Regierung Bush haben angekündigt, die Iraker sollen selbst über ihre Zukunft entscheiden. Es gibt aber bestimmte Staatsformen, die die Amerikaner zu verhindern versuchen wuerden:

– einen islamistischen Gottes-Staat, so wie ihn einige Islamisten wollen.

– eine neue Diktatur (worin obiger Fall eingeschossen ist)

– jede andere freiheitslose Staatsform, in die man sich bei einer Wahl hineinwaehlen könnte.

Denn warum hat man einen Krieg geführt, wenn sich die Bevölkerung kurz danach für ein neues Übel entscheidet ? (In Afghanistan ist dies leider eingetreten. ) Für den Erhalt einer freiheitlichen Verfassung wäre aber die Anwesenheit amerikanischer Truppen von Vorteil, denn die USA haben eine über 200-jährige freiheitliche Tradition, die auch heute nicht verloren zu gehen droht.

Muss man also daraus schliessen, dass diejenigen, die einen Abzug der Truppen fordern, keine freiheitliche Verfassung wollen ? Fuer die Islamisten ist das sicher richtig.

Mir geht es hier aber auch allgemein um die Vorstellung von Selbstbestimmung und Demokratie. Hat eine Bevölkerung das Recht, sich jede Staatsform zu geben ? Und: schliesst Demokratie ein, dass alles Recht ist, was die Mehrheit will ? Meine Antwort auf beide Fragen heisst: Nein !

Eine Verfassung hat als oberste Aufgabe, die einzelnen Individuen zu schützen

– vor Übergriffen anderer Personen auf ihr Eigentum und ihr Leben

– vor Übergriffen ganzer Gruppen, insbesondere der „Mehrheit“

– vor Übergriffen des Staatsapparates

Dazu ist es notwendig, den Aufgabenbereich des Staates auf ein Minimum einzuschränken und Prinzipien in die Verfassung aufzunehmen, die den Schutz des Individuums garantieren. Diese dürfen nicht zur Wahl stehen und auch später nicht wegwählbar sein.

Die Iraker wären gut damit bedient, sich an der amerikanischen Verfassung zu orientieren, wenn es wirklich Freiheit ist, was sie wollen. Wenn ich aber die Demonstrationen sehe, frage ich mich:

Wollen die Iraker Freiheit ?