Warum brauchen wir einen Staat? Der Staat hat ein…

Warum brauchen wir einen Staat?

Der Staat hat eine Aufgabe, und nur eine einzige – die Bürger vor Gewalt zu schützen.

Die zutreffende Aufgabe des Staates ist die eines Polizisten oder Soldaten, der die Bürger vor Verbrechen im Inland und Invasionen von außen beschützt. Und das ist alles. Der Staat sollte nichts anderes tun. Tatsächlich kann der Staat auch nichts anderes tun, ohne die individuellen Rechte auf irgendeine Weise zu verletzen.

Wenn der Staat Ihre Bewegungsfreiheit einschränkt oder Ihr Eigentum wegnimmt, dann begeht er einen Verbrechen, ebenso wie jeder individuelle Kriminelle auch.

Der objektivistische Gesellschaftsvertrag besteht aus einem Satz. Der Staat verpflichtet sich, Ihre Rechte zu beschützen, und Sie verpflichten sich, Ihr Recht auf Vergeltung dem Staat zu überlassen.

Dies bedeutet, wenn ein Dieb Ihren Fernsehapparat stiehlt, rufen Sie die Polizei an, anstatt sich selbst auf die Jagd nach ihm zu begeben. Diese Einschränkung ist erforderlich, damit die Zivilisation funktioniert, und dies ist die einzige besondere Anforderung, die der Staat an Sie richten kann.

Der Staat ist Ihr Beauftragter bei allen Fällen von Rache. Er schützt Sie vor Schaden und er bestraft jene, durch die Sie geschädigt wurden. Natürlich hebt diese Regel nicht Ihr Recht auf Selbstverteidigung auf. Wenn ein Dieb in Ihr Haus einbricht, haben Sie das moralische Recht auf Ihrer Seite, wenn Sie ihn erschießen. Aber der Staat kann Sie für Ihre Handlung verantwortlich machen, und es ist angemessen, wenn Sie Ihre Tat vor Gericht verteidigen müssen.

Wenn der Staat Sie ins Gefängnis steckt, weil Sie sich selbst verteidigt haben, dann begeht der Staat ein ganz neues Verbrechen gegen Sie.

Michael Duff

Quelle: objektivismus.blogspot.com

US-Republikaner ohne den Geist von Goldwater Die …

US-Republikaner ohne den Geist von Goldwater

Die USA haben einen republikanischen Präsidenten und auch einen von der Republikanischen Partei kontrollierten Senat. Die Republikaner gelten im Gegensatz zu den Demokraten als die Partei der Steuerzahler. Durch die gerade vom Senat (bei acht Gegenstimmen durch republikanische Senatoren – unter anderem auch John McCain aus Arizona und Trent Lott aus Mississippi) beschlossene Ausweitung der staatlichen Krankenversicherung für Senioren („Medicare“) auf verschreibungspflichtige Medikamente bewirken eben diese Republikaner eine gigantische Ausdehnung des Wohlfahrtsstaates. Doug Bandow vom Cato Institute nennt die Gesetzgebung zu Medicare „die größte Expansion des Wohlfahrtsstaates seit 40 Jahren … Republikaner sind nur Demokraten-Lite, wenn es darum geht, Wahlstimmen mit Geld von Steuerzahlern zu kaufen.“

Medikamente im Leistungskatalog von Medicare (aus: Neue Zürcher Zeitung)

Michael Ledeen: Die Türken, die Italiener und wir …

Michael Ledeen: Die Türken, die Italiener und wir

Die Italiener glaubten, dass sie willkommen wären, überall dort, wo sie hingehen, weil sie immer die Einheimischen bezaubern auf eine Art, wie es Amerikaner, Deutsche, Russen und alle anderen nicht vermögen. Die Fakten schienen die Schlussfolgerung zu unterstützen: keine Verluste im Golf-Krieg, keine im Kosovo, und so weiter.

Der Selbstmord-Bombenanschlag von Nasiriyah hat diesem schönen Gedanken ein Ende gesetzt, und viele politische Analysten des Landes erwarteten eine starke nationale Reaktion gegen die Stationierung im Irak. Aber dies trat nicht ein. Im Gegenteil, das Engagement Italiens für den Aufbau des Irak ist offensichtlich stärker als vor der Selbstmordattacke, und, ganz unerwartet, es hat ein Wiederaufleben des Patriotismus gegeben, besonders unter den jungen Leuten. Man sieht die italienische Flagge aus den Festern hängen, zusammen manchmal mit den Stars and Stripes.

Vor ein paar Monaten noch demonstrierten Tausende von Italiener gegen die Befreiung des Irak.

„Eine Friedensmission, kein Krieg“, so intonierte (der italienische Staatspräsident) Ciampi es gegenüber der Presse in Washington. Aber das Massaker von Nasiriyah hat die Hohlheit dieser scheinheiligen Einbildung gezeigt, denn Italien ist im Krieg, vielleicht nicht aufgrund eigener Entscheidung, aber dadurch, dass es Teil des Westens ist.“

Michael Ledeen, in: nationalreview.com

Eine Frage der Logik Der Grünen-Politiker Cem Özd…

Eine Frage der Logik

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir forderte in einem Gespräch mit der Financial Times Deutschland, am Verhandlungsfahrplan mit der Türkei trotz der kürzlichen Terroanschläge festzuhalten: „Wir dürfen die Anschläge nicht zum Anlass nehmen, eine mögliche EU-Mitgliedschaft in Frage zu stellen. Mit der gleichen Logik könnte man den Eta-Terror und die IRA für Spanien und Großbritanien heranziehen.“

Özdemirs Logik macht nur Sinn, wenn die Türkei tatsächlich wie Großbritanien oder Spanien wäre, d. h. ein westliches Land, das ein Terrorproblem hat. Dieses Kriterium trifft etwa auf Israel zu, nicht aber auf die Türkei.

Panikmache für Eltern Eine der üblichen Maschen d…

Panikmache für Eltern

Eine der üblichen Maschen der Umweltschützer ist es, die Sorge, die sich Eltern um die Gesundheit ihrer Kinder machen, auszubeuten. Robert Bidinotto nennt auf seinem Blog einige Beispiele derartiger Taktiken. So soll der angebliche Abbau der Ozonschicht besonders die Kinder treffen. Tatsächlich findet über von Menschen besiedelten Gebieten überhaupt kein Abbau der Ozonschicht statt. Ferner wird behauptet, dass die sog. „Landschaftszersiedlung“, d. h. die Nutzung von Land für menschliche Zwecke, die Fettsucht bei Kindern fördern würde, da diese nicht mehr zu Fuss oder mit dem Rad zur Schule fahren würden. Die gläubig an den Lippen der Umweltschützer hängende Presse berichtet natürlich nicht über die Fakten, die derartige Behauptungen widerlegen.

Auch berichten Umweltgruppen über das angebliche Krebsrisiko von dieselbetriebenen Schulbussen. Es sind die gleichen Gruppen, die selbstverständlich auch die Gewinnung von Erdgas ablehnen. Um moderne landwirtschaftliche Anbaumethoden zu diskreditieren werden uralte Lügen über Pestizide in Lebensmitteln verbreitet.

Bidinotto beschreibt das Wesentliche in all diesen Öko-Kampagnen so:“

„In jedem von diesen Fällen ist das Ziel der Umweltschützer irgendein wichtiger Aspekt der menschlichen Produktion.

In jedem Fall besteht die unzumutbare Taktik der Grünen aus Angstmache: die Behauptung, dass die verhasste menschliche Aktivität irgendeine ‚Gefahr für die Kinder‘ darstellt.

Und in jedem Fall ist es ihr Ziel, Panik unter den Müttern und Vätern zu verbreiten und dadurch Spenden zu generieren und noch mehr Unterstützung zu gewinnen für ihre menschenfeindliche, machthungrige Agenda.“

Victor Hugo auf SAT 1 Am 6. Dezember zeigt SAT 1 …

Victor Hugo auf SAT 1

Am 6. Dezember zeigt SAT 1 eine der zahlreichen Verfilmungen von Victor Hugos Epos Les Miserables („Die Elenden“). Ayn Rand liebte die Arbeiten von Victor Hugo (1802 – 1885), den sie in ihren Jugendtagen entdeckte und den sie auch später immer wieder las. Für sie war er „der größten Romanautor der Weltliteratur“. Diese Bewunderung wurde auch nicht dadurch geschmälert, dass sie Hugos explizite Philosophie nicht teilte. Während der Vorbereitungen zu Atlas Shrugged las Rand Les Miserables erneut, um zu sehen wie Hugo die lange Erzählung strukturiert hatte. In dem 1972 erschienen Aufsatz „The Stimulus und the Response“ zitiert sie Hugo: „… und er pries Gott dafür, dass er ihm zwei Reichtümer gegeben hatte, an denen es sogar viele Reichen mangelt: Arbeit, die ihm die Freiheit gab, und Gedanken, die ihm die Würde gaben.“ Und sie fügte hinzu: „Victor Hugo kannte diese beiden Essentials, die das menschliche Leben erfordert.“

Keine Übung in Vegeblichkeit Logan Darrow Clement…

Keine Übung in Vegeblichkeit

Logan Darrow Clements hat die Kritik von Nicholas Provenzo vom Center for the Advancement of Capitalism an seiner Kandidatur für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien in einem Brief an Provenzo, den dieser auf seinem Blogspot veröffentlicht, zurückgewiesen. Clements hatte als Republikaner eine -gemessen an der Zahl der Stimmen erfolglose- Kampagne unter dem Motto „Maximiert die Wirtschaft – Minimiert den Staat“ geführt. In seiner Erwiderung an Provenzo macht er deutlich, dass er sich als Objektivist versteht und nicht als „Libertarian“ und dass er auch nicht erwartet habe, zum Gouverneur gewählt zu werden:

„Ist Ihre Website nicht auch eine vergebliche Liebesmüh? Man muss irgendwo beginnen, trotz der enormen Aufgabe. Ich erinnere noch einmal daran, dass es in meiner Kampagne darum ging, objektivistische Ideen zu verbreiten, und nicht darum, die Wahl zu gewinnen. Deshalb ist die Stimmenzahl irrelevant. Meine Kampagne war ein Erfolg wegen der vielen Interviews, die ich dem Fernsehen, dem Radio oder den Printmedien gab.“ Clements wirft Provenzo weiter vor, dass dieser sich wie der Hohepriester des Objektivismus aufführen würde und er die Korrekturen, die er Provenzo vor der Veröffentlichung seines Artikels empfohlen hatte, nicht berücksichtigt hätte. Insgesamt sei es „lausiger Journalismus“: „Sie machten sechs Fehler in dem einen Artikel und ich machte keinen Fehler in meiner Kampagne. Ich bin ebenso sehr Objektivist wie Sie, vielleicht sogar mehr. Wenn Sie daran zweifeln, dass ich Objektivist bin, fordere ich Sie auf, substanzielle Themen zu finden, wo mein Standpunkt vom Objektivismus abweicht.“

Er begrüße aber nichts desto trotz den Aktivismus von Provenzo und fordert ihn auf, die alte objektivistischen Gewohnheiten des „in-fighting“ abzulegen.

In seinem Blogspot legt Clements noch nach und bezeichnet seine Kritiker in Anlehnung an Rand als Destruktionisten („Dekonstruktion um der Dekonstruktion willen“): „Es ist diese Sorte von Negativismus, der viele Leute vom Objektivimus abgestoßen hat. Sie versuchen, eine Philosophie zu verbreiten, dadurch, dass Sie Ihre Zeit damit verbringen, Leute schlecht zu machen – dadurch, dass sie zornig, negativ und böse sind.“

Objectivist Activism ist der Blogspot von Logan Darrow Clements

Daniel Pipes: Das Argument für die "Irakisierung" …

Daniel Pipes: Das Argument für die „Irakisierung“

Der heutige Irak ähnelt dem Deutschland oder Japan von 1945 mitnichten, vor allem, weil hier eine sehr andere Gleichung besteht:

Deutsche und Japaner wurden beide als Volk besiegt, niedergerungen durch einen jahrelangen totalen Krieg; also akzeptierten sie den Wiederaufbau ihrer Gesellschaft und Kultur. Im Gegensatz dazu entkamen die Iraker fast unbeschädigt einem dreiwöchigen Krieg, der so angelegt war, dass er sie nicht schädigte. Im Gefühl, befreit, statt geschlagen zu sein, sind die Iraker nicht in der Stimmung, sich sagen zu lassen, wo es lang geht. Sie nehmen von der Besatzung das, was ihnen dient, und wehren – durch Gewalt oder andere Formen des Widerstands – das ab, was ihnen nicht dient.

Im Gegensatz dazu zeigen Amerikaner, nachdem sie eben nicht durch einen langen und brutalen Krieg mit den Irakern gegangen sind, begrenztes Interesse am zukünftigen Irak.

Kurz gesagt: Die irakische Entschlossenheit ist viel größer als die der Besatzer, was ernsthaft einschränkt, was Letztere erreichen können.

Das soll nicht heißen, dass ich die amerikanischen, britischen, polnischen, italienischen und anderen Soldaten das Land verlassen sehen möchte; nein, sie müssen bleiben, sich aber auf eine geringere Rolle beschränken.

Die Iraker sollten – unter nur entfernter Aufsicht der Koalition – die Chance erhalten, es selbst zu versuchen. Wenn eine Regierung sich über einen ausgedehnten Zeitraum als zuverlässig erwiesen hat, verdient sie die volle Souveränität.

Man sollte sich keine falschen Vorstellungen machen: die Irakisierung bietet reichlich Gelegenheit, dass die Dinge schief gehen. Die Geschichte der irakischen Selbstverwaltung in den letzten siebzig Jahren ist katastrophal gewesen; realistischerweise müssen wir eine zukünftige Führung erwarten, die weniger als beispielhaft ist. So lange sie aber keine Gefahr für die übrige Welt ist oder die eigene Bevölkerung brutal behandelt, sollte das akzeptabel sein, denn Amerikaner und Briten gaben ihr Leben im Krieg des Frühjahrs weniger, um den Irak in Ordnung zu bringen, als mehr um ihre eigenen Länder zu schützen.

Der vollständige Text von Daniel Pipes in deutscher Sprache

Sucht und freier Wille Bei der Diskussion um das …

Sucht und freier Wille

Bei der Diskussion um das Problem Alkoholismus wird mit großer Selbstverständlichkeit davon ausgegangen, dass es sich hierbei um eine Krankheit handelt. Dabei wird diese Sichtweise als besonders human und fortschrittlich gepriesen. Krankheit bedeutet, dass wie bei einer Krebs- oder Alzheimer-Erkrankung ein vom Willen des Betroffenen unabhängiger schädlicher Prozess abläuft. Dies soll auch bei Alkoholismus der Fall sein.

So betont der Arzt Dr. Hubert C. Buschmann ausdrücklich: „Es ist ganz wichtig zu wissen, dass Alkoholismus eine Krankheit ist. Sie ist kein dem freien Willen des Kranken unterliegendes Fehlverhalten, das durch gute Vorsätze allein oder vielleicht durch Strafen oder Androhungen von Konsequenzen eingestellt werden kann.“ Nie wird auch vergessen zu erwähnen, dass in Deutschland Alkoholismus seit 1968 als Krankheit anerkannt ist, als wäre dies ein göttlicher Entscheid, der jede weitere Diskussion ausschließen würde. Die Debatte, ob Alkoholismus eine Krankheit ist oder nicht, ist allerdings keineswegs rein akademischer Natur. Alkoholismus als Krankheit bedeutet, dass die Krankenkassen für entsprechende Entziehungsmaßnahmen und die Rentenversicherungsträger für den vorzeitigen Ausstieg aus dem Berufsleben bezahlen müssen. Alkoholmissbrauch ist bei Männer mittlerweile die häufigste Ursache für einen vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben.

Kurioserweise wird allerdings gleichzeitig darauf hingewiesen, dass bei der Heilung des Patienten der unbedingte Wille zur Abstinenz Voraussetzung des Heilungerfolges ist. Dies ist natürlich widersprüchlich, denn wenn die Krankheit dem eigenen Willen entzogen ist, müßte dies auch für die Heilung gelten. Der Psychologe Michael Hurd sieht einen grundsätzlichen Unterschied zwischen Krankheiten wie MS oder Krebs und Alkoholismus: „Das Suchtproblem dauert an oder hört auf entsprechend der Entscheidungen der süchtigen Person. Krebs oder MS sind physiologische Erkrankungen, die, einmal gegenwärtig, weiterhin andauern, ob der Patient wünscht, dass sie andauern oder nicht.“

In philosophischen Kategorien ausgedrückt geht um die Frage Determinismus oder freier Wille. Auf der einen Seite stehen die, die sagen, dass Sucht etwas ist, das den freien Willen ausschaltet, das jemanden zwingt, etwas zu tun – Drogen, Sex, Spielen usw. Auf der anderen Seite sind diejenigen, die sagen, dass eine Person immer eine Entscheidungsmöglichkeit hat, dass sie selbst für ihre Handlungen verantwortlich ist. Wenn sie aufhören will, sollte sie es einfach tun. Der Objektivismus stellt sich uneingeschränkt auf die Seite der Vertreter des freien Willens. Diese Seite sieht im Determinismus eine selbsterfüllende Prophetie, wo ein moralisches Urteil unmöglich ist, wo die Entscheidungsfreiheit eine Illusion ist, und jedermann eine Entschuldigung für jede Art von Verhalten bekommt.