Zwei Erdbeben und ihre unterschiedlichen Folgen V…

Zwei Erdbeben und ihre unterschiedlichen Folgen

Vor kurzem ereignete sich in Kalifornien ein Erdbeben der Stärke 6.5 auf der Richter-Skala. Das verheerende Erdbeben im Iran zeigte 6.6 auf eben jener Skala. Die katatastrophalen Folgen dieses Bebens im Iran: zehntausende von Toten. Die Zahl der Toten in Kalifornien erreichte nicht einmal zwei Dutzend. Warum dieser enorme Unterschied? In einem Wort: Reichtum! „Jene, die Reichtum als groben Materialismus verachten, müssen begreifen, dass Reichtum einer der größten lebensrettenden Faktoren in der Welt ist. Wie ein Ökonom in Indien aufzeigte, passieren ’95 % aller Todesfälle durch Naturgefahren in armen Ländern.“

Quelle:

Thomas Sowell: Two Earthquakes and their Results under two different social Systems

in: capmag.com

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Kontra Anarchismus, Teil II Prof. Roderick Long h…

Kontra Anarchismus, Teil II

Prof. Roderick Long hat auf die Veröffentlichung „Contra Anarchism“ des Objektivisten Robert Bidinotto reagiert. Er behauptet, dass Bidinottos Analyse auf einem Missverständnis des

Anarchismus beruhe: „Bidinotto glaubt offenbar, dass unter einem Markt-Anarchismus niemand einem juristischen Prozedere unterworfen werden darf, der dem nicht zustimmt. Ich stimme der Auffassung zu, dass dies wahrscheinlich ein absurdes und funktionsunfähiges System wäre.“

Mit diesem letzten Satz -absurd und funktionsunfähig- hat Long tatsächlich den Nagel auf den Kopf getroffen, denn seine Erwiderung zeigt sehr deutlich, dass er sich dem Dilemma nicht entziehen kann, einerseits für die Durchsetzung von Rechtsnormen einzutreten, andererseits aber einen „finalen Schiedsrichter“ abzulehnen. Dieser Schiedsrichter wäre eine Agentur, „die sich weigert, ihre Anwendung von Gewalt einer externen Entscheidung zu unterwerfen“, schreibt Long. Laut Long wäre diese Agentur „per Definition gesetzlos …“

Andererseits geht Long aber davon aus, dass die Agenturen, die auf der Grundlage korrekter Auffassungen handeln, dass moralische Recht haben, ihre Klienten zu verteidigen gegen die Agenturen, die aufgrund falscher Ansichten handeln, wenn nötig mit Gewalt. Da die privaten Rechtsagenturen sich nicht einem finalen Schiedsrichter zu unterwerfen brauchen und jede Agentur die richtige Auffassung natürlich für sich selbst beanspruchen könnte, kann man leicht die explosiven Folgen dieser Rechtsunsicherheit in der Praxis ausmalen.

Konstruieren wir ein gar nicht so seltenes Beispiel aus der Praxis:

Nach einer Körperverletzung rufen beide Parteien unterschiedliche Rechtsagenturen, die die Interessen ihrer jeweiligen Kunden verteidigen wollen und sich ähnlich feindselig gegenüberstehen könnten, wie der Streithähne des Ausgangskonfliktes. Ein objektiver Beobachter könnte zwar relativ leicht den Schuldigen identifizieren, dieser behauptet aber, dass er sich nur gewehrt habe und weigert sich sogar, seine Personalien feststellen zu lassen – mit Hilfe seiner Agenten versteht sich. Laut Prof. Long hat die Agentur mit den richtigen Auffassungen das moralische Recht, die Interessen ihres Klienten auch mit Gewalt zu vertreten. Dieses Unternehmen könnte sich allerdings als problematisch erweisen, wenn die entsprechenden Durchsetzungsmöglichkeiten, d. h. Muskeln oder Waffen, fehlen. Es riecht hier förmlich nach dem Recht des Stärkeren.

Wenn auch Long einen finalen Schiedsrichter ablehnt, so schreibt er doch kurioserweiser, dass die Agenturen mit den richtigen Ansichten das Recht auf ein Monopol gegenüber ihren Konkurrenten mit inkorrekten Auffassung hätten. Wo es ein Monopol gibt, gibt es aber keine Anarchie mehr, sondern einen Staat, d.h. ein Rechtsagentur mit der finalen Autorität, Gesetze durchzusetzen. Diese Widersprüchlichkeit zieht sich durch den gesamten Text. So schreibt Long, dass jede Person das Recht habe, legislative, judikative und exekutive Dienstleistungen anzubieten, allerdings nicht das Recht habe, diese auf eine rechtverletzende Art und Weise auszuüben. Nur muss hier wieder die Frage gestellt werden, wer darüber entscheidet, was „rechtsverletzend“ ist, denn in einem anarchistischen System gibt es nicht mehr „das Rechtssystem“, sondern mehrere konkurrierende Systeme. Gewalt ist auch nicht ein Gut wie jedes andere, wie die Anarcho-Kapitalisten annehmen, sondern stellt einzigartige Gefahren für das Leben, die Rechte und das Wohlergehen der Unschuldigen dar.

Anarcho-Kapitalismus ist keine Weiterentwicklung des Objektivismus, sondern der Schritt über die Klippe in den Abgrund. Wer eine Vorstellung von dieser anarcho-kapitalistischen Utopie bereits heute erhaschen möchte, sollte sich einmal unsere Strafverteidiger ansehen, die jeden Angeklagten verteidigen und versuchen ihn vor einer Bestrafung zu beschützen, egal wie moralisch verwerflich dieser auch sein möge. Kein Argument ist ihnen zu abgeschmackt, kein Trick zu billig, um selbst die verkommenesten Mörder und Vergewaltiger vor Strafe zu schützen. Heute stehen ihnen Staatsanwälte und objektive Richter gegenüber, im einem anarcho-kapitalistischen System allerdings wäre ihnen dieses Gegengewicht abgenommen und das Problem würde sich potenzieren, weil sie sich nun zu Schutzagenturen formieren könnten.

Robert Bidinotto: Contra Anarchism, Part II

Roderick Long: Anarchism as Constitutionalism, Part 2

Wie können wir Schönheit ausdrücken? Vielleicht i…

Wie können wir Schönheit ausdrücken?

Vielleicht ist die „am wenigsten erforschteste“ Facette des Objektivismus der Bereich der Ästhetik. Die meisten Menschen sehen Schönheit nicht als so wichtig an, jedenfalls nicht im Vergleich mit all den gewichtigen Themen der Philosophie, Moral und Politik.

Bei all dem Leid und Unrecht auf der Welt, wer interessiert sich da für Bücher und Malerei?

Ayn Rand hatte feste Vorstellungen über die Rolle der Kunst in unserer Gesellschaft, und sie hatte eine spezielle Vision darüber wie Kunst sein sollte. Rand nannte ihre Philosophie der Kunst „Romantischer Realismus“.

„Kunst ist eine selektive Wiedererschaffung der Realität entsprechend der metaphysischen Werturteile des Künstlers. Der Zweck der Kunst ist es, die fundamentale Vorstellung des Künstlers über die Existenz zu konkretisieren. Ich bin eine Romantikerin in dem Sinne, dass ich den Menschen als das präsentiere, was er sein sollte. Ich bin eine Realistin in dem Sinne, dass ich ihn in das Diesseits stelle, und auf diese Erde.“

Was also bedeutet dies? Und wie nahe kommt unsere gegenwärtige Kultur diesem Ideal? Wie sie vielleicht vermuten, erledigen wir diese Aufgabe nicht besonders gut.

Obwohl Objektivisten keine „Konservativen“ im politischen Sinne sind, sind viele der Werte, die wir vertreten, ganz traditionell. Tugenden wie Ehrlichkeit, Integrität, hohe Gesinnung, Mut und Ehre sind nicht „alt“ oder „neu“, sie sind einfach.

Und wenn wir uns wirklich für den Menschen interessieren, wenn wir wirklich glauben, dass das „menschliche Wesen“ etwas Besonderes ist, sollten wir Kunst schaffen, die ihn glorifiziert und emporhebt statt ihn in ein schlechtes Licht zu stellen.

Gleichzeitig fühlen sich Objektivisten der Wahrheit verpflichtet. Sicherlich der persönlichen Wahrheit, aber auch der historischen Wahrheit. Nichts von Wert kann gewonnen werden durch Unwahrheit und keine gute Kunst kann dadurch geschaffen werden, dass die Realität verfälscht wird oder historische Ereignisse vorgetäuscht werden, die nie passiert sind.

Thomas Jefferson war ein großer Mann, und Thomas Jefferson besass Sklaven. Macht diese Sünde all die gute Werke, die er tat, wertlos? Die Dekonstruktionisten und Revisionisten werden Ihnen sagen, dass dies so sei, aber ich sage Ihnen, dass dies nicht stimmt. Wir sollten den Charakter von Thomas Jefferson so beurteilen wie wir jeden anderen Charakter eines Menschen auch beurteilen – durch eine ehrlichen Einschätzung seiner Tugenden und Laster. Eine moralische „Bilanz“ von Leistungen und Ideen, die aus ihm machten, was er war.

Ein schwarzer Fleck auf dieser Bilanz „reduziert den Punktestand“, sicherlich. Aber er entwertet seine gute Arbeit, seine guten Taten, nicht. Würde es Ihnen gefallen, nach dem schlimmsten Aspekt Ihres Charakters gemessen zu werden, am untersten Punkt Ihres Lebens? Ist es realistisch, einen Menschen für seine Leistungen zu glorifizieren und seine Sünden unter den Teppich zu kehren?

Ich antworte auf beide Fragen mit „Nein“. Menschen sind eine Mischung aus Tugenden und Lastern, und wir müssen historische Figuren der gleichen Überprüfung unterziehen wie lebende Menschen.

Was bedeutet dies für den Bereich des Ästhetik?

Es bedeutet, dass ein Charakter realistisch sein sollte, aber doch edel. Fehlerhaft, aber würdig. Gequält, aber ehrlich. Rand ist oft für ihre „unrealistischen“ Charaktere kritisiert worden. Aber diese Kritiker begreifen den Zweck ihrer Kunst nicht.

Rand benutzte ihre Romane, um ein Ideal zu illustrieren. Um uns zeigen, wie Menschen mit großen Fähigkeiten und mit einer großen Moral sich verhalten sollten in einer faschistischen Gesellschaft. Um uns den Menschen als heroisches Wesen zu zeigen, und um uns alle zu ermutigen, den Helden in uns selbst zu finden.

Einige Leute hassen wirklich diese Vorstellung vom Menschen, und ich denke, dass Nathaniel Branden den Punkt getroffen hat, WARUM so viele Kritiker so heftig auf Rands Fiktion reagieren: „Eine Menge von Leuten fühlt sich unwohl bei einer heroischen Vision des Lebens, Punkt. Sie fühlen sich unwohl bei einer heroischen Sicht der Dinge. Sie finden es beunruhigend aus allen möglichen Gründen …“

Wenn wir Kunst betrachten, sollten wir uns selbst fragen: Warum sollten wir den Menschen glorifizieren? Verdient der Mensch Lob? Hat er nicht Tugenden, die sich mit seinen Lastern messen lassen? Mut, der sich mit seiner Feigheit messen läßt? Und wenn wir den Menschen als Tier zeigen, als subhumane Kreatur voller Bösartigkeit und Hass, was erreichen wir mit dieser Vision?

Wir leben heute in einer kranken Kultur. Und die Krankheit unserer Kultur strahlt zurück auf uns durch die populäre Unterhaltung. Unser kulturelles Erbe wurde entführt von den Feinden der Vernunft und der Wahrheit, von Menschen, die glauben, dass der Mensch ein pathetisches Wesen ist, ein brünstiges Tier, tugendhaft gemacht durch den Staat und die Schuld.

Keine Klasse von Menschen ist in der Geschichte mehr verleumdet und geschmäht worden als die der Geschäftsleute, der Industriellen, der Schöpfer und Produzenten von materiellen Dingen. Ayn Rand setzte sich ein für diese Schöpfer und schrieb ihre Romane zu Ehren dieser unbesungenen Helden, die den Motor der Welt drehen.

Unsere Kultur ist übernommen worden von den Plünderern, den Zweiflern, den Perversen, den Nihilisten, den Propagandisten und den Revisionisten, die versuchen den Menschen herunterzuziehen und seine Laster zu glorifizieren, während seine Tugenden ignoriert werden.

Es ist nichts „schmalziges“ oder „kindisches“ daran, den Menschen als würdige Kreatur zu zeigen. Nachdem wir in den letzten 50 Jahren soviel postmoderne Menschenverachtung gesehen haben, sind die Menschen tatsächlich hungrig nach einem Film, der Menschen als Helden präsentiert und uns eine befriedigendes Happy End gibt. Wenn Sie wirklich sehen wollen, wie der Mensch als Held präsentiert wird, mit all seinen Tugenden und Lastern , dann kaufen Sie sich Toy Story. Dieser Film ist ein Triumph in jedem Sinne. Technisch ambitiös, moralisch ideal und künstlerisch ohne Fehler. Es ist ein Film für Kinder, aber er enthält zeitlose Lektionen für Erwachsene.

Traurig, dass dieses erbaulichste und tugendhafteste Filmdrehbuch der neunziger Jahre nicht durch lebendige Menschen präsentiert wird, sondern durch Spielzeugfiguren, die am Computer erzeugt wurden.

Ich schätze, es wird als zu kitschig angesehen, reale Menschen als moralisch und tugendhaft zu präsentieren dieser Tage. Wir müssen uns von der menschlichen Tugendhaftigkeit dadurch distanzieren, dass wir uns hinter animierten Bildern verstecken.

Michael Duff

Anmerkung: Interessant wäre es, wenn Michael DUff der Frage nachgegangen wäre, ob Perfektion im Leben eines Menschen, ein absolut tugendhaftes Leben nach den Prinzipien des Objektivismus überhaupt möglich ist – in dieser Welt versteht sich, nicht in irgendeiner fiktiven.

Licht im Dunkel Aufgrund der Feiertage werde ich …

Licht im Dunkel

Aufgrund der Feiertage werde ich mich einige Tage vom Bloggen verabschieden, allerdings nicht ohne mir selbst, meinen Mitstreitern Thomas und Alexander und vor allem auch unseren Stammlesern ein schönes, kommerzielles Weihnachtsfest zu wünschen. Für den morgigen Donnerstag möchte ich noch auf den Film Licht im Dunkel aus dem Jahre 1962 hinweisen, der zu den Lieblingsfilmen von Rand gehörte. Termin: 13.00 Uhr im Südwest Fernsehen.

Wie ein Phönix aus der Asche

Nicholas Provenzo kritisiert die Pläne für einen „Freedom Tower“, der die zerstörten Türme des World Trade Center ersetzen soll. Das vorgeschlagene Design sei hässlich („Die strenge Symmetrie des WTC ist ersetzt worden durch eine Masse konfuser Winkel“) und diene auch nur in Teilen produktiven Zwecken. Der beste Weg, an den Verlust des WTC zu erinnern, sei ein neues Gebäude, welches wie ein Phönix aus der Asche steige. Dieses Gebäude solle alles sein, was sein Vorgänger auch war, und noch mehr: Ein Zentrum für Kapitalismus, Kunst und Gedenken.

Kontra Anarchismus Anarchie funktioniert, meint M…

Kontra Anarchismus

Anarchie funktioniert, meint Michael Duff – ungefähr 10 Sekunden. So etwa dürfte dies auch Robert Bidinotto sehen, der im Jahr 1994 eine längere Abhandlung schrieb mit dem Titel „The Contradiction in Anarchism“, an der sich immer wieder Anarcho-Kapitalisten reiben, so auch Prof. Roderick Long in seiner Erwiderung „Anarchism as Constitutionalism: A Reply to Bidinotto“ . Bidinotto sieht den Hang zum Anarchismus in gewissen intellektuellen Kreisen mit Erstaunen: „Es erstaunt mich immer wieder, dass eine kleine Zahl von gebildeten Typen Opfer der theoretischen Verlockungen des Anarchismus werden kann. Diese Tendenz ist unbekannt bei den meisten gewöhnlichen Leuten, die weder die Zeit noch die Neigung haben, in theoretischen Perversionen zu schwelgen.“

In einem Brief an Prof. Long beharrt Bidinotto auf seinen damals geäußerten Ansichten und weist besonders auf das Problem eines fehlenden finalen Schiedsrichters hin: „Es gibt einfach keine Möglichkeit für ein freiwilliges Rechtssystem, irgendein Gesetz durchzusetzen (oder eine Interpretation davon), nicht einmal gegenüber einem einzigen einsamen Andersdenkenden, und weiterhin der anarchistischen Prämisse einer unbegrenzten persönlichen Souveränität zu entsprechen.“ Bidinotto verweist etwa auf das Problem der Abtreibung, wo es Menschen gibt, die dies als Mord ansehen, und manche wünschen sogar die entsprechenden Strafen dafür. Ein anarchistisches System hat keine Möglichkeiten, sich aus diesem Dilemma zu befreien. „Der Markt“ kann nicht darüber entscheiden, ob Abtreibung eine Frage der privaten Moral ist oder ob dies mit Gefängnis oder noch schlimmeren Strafen bedroht werden sollte.

Die Marktwirtschaft ist eine wunderbare Einrichtung für Dinge, die die Menschen wollen, aber nicht für etwas, was sie ablehnen, wie zum Beispiel Strafen für kriminelles Verhalten. Frauen fragen Abtreibungen auf dem Markt nach, weil sie dies wollen, aber sie sind keine Kundinnen mit einem Bedarf an Strafen für dieses Verhalten. Anarchie konkret für Deutschland würde bedeuten, dass das Grundgesetz, die Länderverfassungen, alle staatlichen Gesetze, die Polizei, die Gerichte einschließlich des Bundesverfassungsgerichtes und die Bundeswehr abgeschafft würden. Es gäbe keine finalen Schiedsrichter mehr. Kann man es mir verdenken, wenn mir dies äußerst unbehaglich verkommt?

Prodos in Amerika

Der Straßenmusiker und bekannte Objektivist Prodos weilt derzeit -zum ersten Mal- in Amerika, wo er seinen Lebensgefährten heiraten möchte und ist ganz begeistert von dem Land: „Ich liebe Amerika. Ich liebe Amerikaner. Ich liebe es, die amerikanische Flagge zu sehen, wohin ich auch gehe. Ich liebe es, auf amerikanischen Boden zu gehen.“ Prodos kündigt in seinem Bulletin auch an, dass er sein Diskussionsforum American Ideals im Januar wieder reaktivieren möchte und verspricht einige hochinteressante Beiträge, die schon in der Pipeline stecken.

Die Slowakei auf Freiheitskurs Die marxistische T…

Die Slowakei auf Freiheitskurs

Die marxistische Tageszeitung Junge Welt schäumt vor Wut über die marktwirtschaftlichen Reformen, die die Slowakei beschlossen hat, und die unter anderem eine sog. „Flat Tax“ von 19 % bei der Einkommens- und Körperschaftssteuer mit sich bringt. Diese Reaktion ist vor allem auch dadurch motiviert, dass der Autor der Jungen Welt nicht zu Unrecht davon ausgeht, dass die slowakische Steuerreforum Rückwirkungen auf andere EU-Ländern haben dürfte. Der amerikanische Verleger Steve Forbes erwartet genau dies: „Die Slowakei könnte zu einem Domino-Stein werden, der eine Entwicklung hin zu einer unternehmerfreundlichen EU anstößt.“

Die Überschrift des Artikels lautet erstaunlicherweise „Das neue Hongkong“. Damit hat der Autor die Essenz der Reformen recht gut beschrieben, denn Hongkong ist immer (noch) eines der wirtschaftlichen freiesten Ländern der Welt mit einem entsprechend hohen Lebensstandard der Bevölkerung. Die Aussicht, diesem Land nachzueifern, dürfte für die meisten Slowaken keine Horrorvorstellung sein. Im Text finden wir die typische Versuche der Linken, jegliche Moralität auf den Kopf zu stellen. Nicht die staatliche Umverteilung von Reichtum, d. h. die zwangsweise Wegnahme von Eigentum einer Person zugunsten einer anderen Person oder des Staates selbst, wird als solche bezeichnet, sondern das Gegenteil, d. h. die Reduzierung solcher Umverteilungsmaßnahmen, wird mit diesem Begriff versehen. So werden von der Linken Steuersenkungen auch regelmäßig als „Steuergeschenke an Reiche“ tituliert, als wenn man die Rückgabe seines jüngst gestohlenen Eigentums an den Musikproduzenten Dieter Bohlen als „Geschenk“ bezeichnen dürfte. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer in der Slowakei ist in der Tat negativ zu vermerken und ich anerkenne mit Freude, wenn auch mit Unglauben, dass es tatsächlich Steuererhöhungen gibt, denen die Linke nicht zustimmt. Der Mehrwertsteuer fehlt allerdings im Vergleich zur progressiven Einkommensbesteuerung die Hass- und Neidkomponente, so dass die Argumentation der Jungen Welt verständlich wirkt.

Aus für Kopftuch an französischen Schulen In Fran…

Aus für Kopftuch an französischen Schulen

In Frankreich sollen „provozierende religiöse Symbole“ in staatlichen Schulen per Gesetz verboten werden.

News Wire kritisiert in capmag.com dieses Vorhaben: „Das Tragen eines Kopftuches, Kreuzschmuck etc. verletzt keinerlei Rechte irgendeiner Person – es ist einfach eine Form von Werbung oder eine Meinungsäußerung.

Natürlich bringt die pure Existenz solcher (staatlicher) Schulen eine Verletzung von Rechten mit sich, da ihre Finanzierung durch Zwang, d. h. Steuern, erfolgt. Eine private Schule auf der anderen Seite hat das Recht solche Äußerungen zu ‚zensieren‘, und Bekleidungsvorschriften, d. h. Uniformen und dergleichen, festzulegen.“

Egoistische Unternehmer + egoistische Kunden= Zufr…

Egoistische Unternehmer + egoistische Kunden= Zufriedenheit

Vor vier Jahren las Arbeitgeberpräsident Martin Kannegiesser eine Meinungsumfrage, die ihn ärgerte. Darin stand, dass die Bevölkerungsmehrheit Wirtschaftsbosse für egoistisch hält, für Leute, die „nur an ihre eigenen Interessen“ denken und „kein Verständnis für die Sorgen der kleinen Leute“ haben. Quelle: Stern

Diese Umfrage sollte man wiederholen bei Menschen, die gerade bei Aldi eingekauft haben. Man sollte den Fragenkatalog allerdings erweitern und die Kunden auch über sich selbst befragen, was der Meinungsbildung vermutlich sehr dienlich wäre. Was hat diese Menschen zu Aldi getrieben? Etwas anderes als ihre eigenen Interessen? Und haben sie beim Einkauf einen Gedanken daran verschwendet, ob die Eigentümer von Aldi mit diesen Preisen existieren können? Hätte irgendeiner dieser Kunden moralische Skrupel, ein Produkt zu erwerben, von dem er weiß, dass es unter dem Einstandspreis verkauft wird? Antwort: Wie die Kunden von ihren eigenen Interessen -billig und gut einzukaufen- zu Aldi getrieben worden sind, haben die Albrecht-Brüder ihre Discount-Kette gegründet, um ihren Interessen zu dienen – nämlich Profit zu machen. Sie sind dadurch Milliardäre geworden, aber wieviele Milliarden haben zu ihren Kunden eingespart, die diese ansonsten bei traditionellen Händlern hätten bezahlen müssen? Dieses „Geldmachen“ der Albrecht-Brüder war aber nur möglich, weil sie den Interessen ihrer Kunden, viele davon sog. „kleine Leute“, durch ein revolutionäres Verkaufskonzept entsprochen haben. Das Ergebnis dieser Umfrage ist Abklatsch der vorherrschenden anti-kapitalistischen Stimmung im Land, wäre aber schnell zu erschüttern, wenn man den Menschen wirklich wie oben beschrieben die segensreiche Wirkung und moralische Stringenz von Egoismus und Eigeninteresse erläutern würde.