John Kerry – Der Kriegsheld, damals John Kerry, s…

John Kerry – Der Kriegsheld, damals

John Kerry, seines Zeichens Bewerber um die demokratische Präsidentschaftskandidatur, wird in der deutschen Presse gern als „hochdekorierter Vietnam-Veteran“ vorgestellt. Seltsam genug bei einer Presse, die dem amerikanischem Militär im allgemeinen und militärischen Einsätzen der Amerikaner im besonderen reserviert bis feindlich gegenübersteht. Aber welche Bedeutung sollten Kerrys Auszeichnungen aus der Vergangenheit für die heutige Wahlentscheidung der Amerikaner überhaupt haben?

Thomas Sowell sieht in einem Kommentar für das capmag.com die glanzvolle militärische Vergangenheit von John Kerry als irrelevant für die Entscheidung der Wähler an. Das Hier und Heute sei entscheidend: “ …Senator Kerry möchte vermeiden, dass die Wähler ihn als das erkennen, was er ist und seit Jahrzehnten gewesen ist – anti-Militär, pro-Quoten, pro-Steuern, pro-illegale-Einwander, und pro-Lehrergewerkschaften, die unsere Schulen ruiniert haben. Was Kerry vor mehr als 30 Jahren tat, ist nicht das Thema. Was er seitdem getan hat, ist es.“

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Reaktion auf einen Leserbrief In einer Mail hatte…

Reaktion auf einen Leserbrief

In einer Mail hatte ich die Frankfurter Neue Presse auf das falsche Ledeen-Zitat in einem Artikel von Alexandra Homolar-Riechmann hingewiesen. Die Zeitung hat meine Mail offenbar an die Autorin weitergeleitet, denn in den Antwort heißt es:

„Schön, daß es gleich Reaktionen gibt.

Falls Sie dem Leser eine Quelle mitteilen möchten:

Ich habe die entsprechende Stelle zitiert nach: William O. Beeman, Military Might.

The man behind ‚total war‘ in the Mideast, 14. Mai 2003. Er erschien mir immer als verläßliche Quelle, das Originalbuch ist hier leider schwer zu bekommen.“

Wie von mir angenommen, hat die Autorin das Zitat nicht im Original nachgelesen, sondern von William O. Beeman übernommen, den sie für eine verläßliche Quelle hält oder hielt. Michael Ledeen hält Beeman eher für einen notorischen Verleumder, wie man in dem Aufsatz „Academic Standards“ von ihm nachlesen kann, denn William Beeman versucht Michael Ledeen auch mit anderen Behauptungen das Leben schwer zu machen, unter anderem soll dieser auch Monarchist sein und Unterstützer von Reza Pahlavi, Sohn des verstorbenen Shahs des Iran. Das Zitat, das die Frau Homolar-Riechmann Michael Ledeen zuschreibt, stammt übrigens aus einem Aufsatz von Adam G. Merserau aus dem National Review Online.

Verleumden statt denken In einem Artikel über Den…

Verleumden statt denken

In einem Artikel über Denkfabriken („Thinks Tanks“) in der Frankfurter Neuen Presse zitiert Alexandra Homolar-Riechmann auch Michael Ledeen vom American Enterprise Institute mit folgenden Worten: „Der Totale Krieg zerstört nicht nur die militärischen Kräfte des Feindes, sondern bringt auch die feindliche Gesellschaft an einen so extrem persönlichen Entscheidungspunkt, dass sie bereit ist, eine Umkehrung ihrer kulturellen Entwicklung zu akzeptieren. Das Verschonen ziviler Leben kann keine erste Priorität des Totalen Kriegs sein. […] Das Ziel […] ist, einem anderen Volk unablässig den eigenen Willen aufzuzwingen.“ Dieses Zitat soll im englischen Original angeblich aus Ledeens Buch „Freedom Betrayed“ stammen. Zufälligerweise hat ein gewisser William Beeman, Professor für Anthropologie, genau dieses Zitat in einem PNS-Kommentar vom 8. Mai 2003 Ledeen zugeschrieben. Ledeen bemerkt in einem Leserbrief, dass er sich nicht erinnern könne, jemals so etwas geschrieben zu haben, jedenfalls sei dies nicht seine Position. Der Autor Beeman entschuldigt sich dann bei Leeden für das falsche Zitat, wie auf der Site nachzulesen ist. Frau Homolar-Riechmann von der Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung schreibt eine deutsche Übersetzung eben jenes Zitats Monate später aber wieder Ledeen zu, ohne die Fakten geprüft zu haben. Wie weit können akademische Standards eigentlich noch sinken? Vielleicht erfahren wir dies in der Doktorarbeit von Frau Homolar-Riechmann. Sie promoviert derzeit über amerikanische Politik.

Altruismus: Die Anti-Selbst-Ethik In der Zeitschr…

Altruismus: Die Anti-Selbst-Ethik

In der Zeitschrift „Gehirn & Geist“ unternehmen die Autoren Ernst Fehr und Suzann-Viola Renninger den Versuch, zu beweisen, dass der Mensch „vermutlich die einzige Spezies (ist), die eine Genetik besitzt, die selbstloses, echtes altruistisches Verhalten fördert.“

Auffällig an ihrer Argumentation ist eine systematische Vermischung von Altruismus und Wohlwollen. Die Befürworter des Altruismus wollen durch die Einführung solcher Begriffe wie Freundlichkeit, Kooperation und Hilfsbereitschaft die tatsächliche Bedeutung von altruistischen Handlungen vor ihren Opfern verbergen. Selbstverständlich wird auch eine Person wie Adolf Hitler nicht als Altruist präsentiert, wie es etwa Ayn Rand mit der Bemerkung tat, dass Hitler ein „glühender und expliziter Befürworter des Altruismus“ war.

Auch werden altruistische Handlungen wie selbstverständlich als freiwillig erbracht dargestellt, als liefere der philosophische Altruismus keine Begründung dafür, solche Handlungen auch zu erzwingen. Eklektizistische, unphilophische Altruisten sehen den Dienst an anderen zwar als moralisch verpflichtend an, wollen diesen aber nicht durch die Anwendung von Zwang durchsetzen. Überzeugte philosophische Altruisten verwerfen diesen Ansatz allerdings als individualistisch und nehmen an, dass die Anwendung von Gewalt zur Unterdrückung der Selbstsucht ethisch gerechfertigt sei, ja sogar, wie Leonard Peikoff in seinem Aufsatz „Altruism, Pragmatism and Brutality – Part II“ aus der Zeitschrift „The Ayn Rand Letter“ (Dezember 1972) schreibt, „ethisch geboten“ sei. Jeder Mensch, fasst Peikoff ihre Argumentation zusammen, sei das Eigentum von anderen – und diesen anderen solle auch ein lebenlang gedient werden. Wenn der Mensch versuchen sollte, das notwendige Opfer nicht freiwillig zu erbringen, schade er dadurch anderen Menschen, enthalte ihnen das vor, was moralisch ihnen gehöre.

Tatsächlich sind Wohlwollen und Altruismus nicht nur anders, sie stehen in einem völligen Widerspruch zueinander. Das Wesen des Altruismus besteht aus dem Konzept der Selbstaufopferung. „Opfer“ ist die Aufgabe eines größeren Wertes zugunsten eines geringeren Wertes oder eines Nicht-Wertes. Altruismus ist eine Anti-Selbst-Ethik, weil sie Selbstlosigkeit als Ideal betrachtet. Der Altruismus verpflichtet einen Menschen dazu, die Wohlfahrt der anderen über seine eigene zu stellen. Je mehr ein Mensch seine Werte aufgibt oder betrügt, desto tugendhafter ist er. Besonders tugendhaft, weil selbstlos, sind somit Opfer gegenüber Fremden oder sogar Feinden. Das völlige gegenteilige Verhalten empfiehlt Rand rationalen Menschen: „Handle immer in Übereinstimmung mit der Hierarchie deiner Werte, und opfere nie einen größeren Wert für einen geringeren.“ Die Sorge um die, die wir lieben, ist ein Bestandteil der egoistischen Interessen eines Menschen und hat nichts mit altruistischer Selbstaufopferung zu tun. Eine „selbstlose“, „desinteressierte“ Liebe ist ein Widerspruch in sich selbst. Ein Mann, der ein Vermögen ausgibt, um die lebensbedrohende Krankheit seiner Frau behandeln zu lassen, bringt kein Opfer zu ihren Gunsten, sondern handelt entsprechend der Hierarchie seiner Werte, in der seine Frau eine überragende Stellung einnimmt. Eine Opfer wäre es allerdings, wenn dieser Mann sein Geld zur Rettung von 100 hungernden Kindern in Afrika, die keine Bedeutung für ihn haben, verwenden würde, wie die Ethik des Altruismus von ihm fordert.

Entgegen der Behauptungen der Altruisten macht der Altruismus eine wahre Brüderlichkeit unter dem Menschen unmöglich. Wer Menschen unterteilt in Opfertiere auf der einen Seite und Profiteure von menschlichen Opfern auf der anderen Seite, schafft Feindseligkeit und Hass unter den Menschen. Wer einmal eine Talk-Show im Fernsehen zum Thema „Sozialschmarotzer“ verfolgt hat, wird kaum behaupten können, dass der Wohlfahrtsstaat zum Frieden unter den Menschen beiträgt, angesichts der Unversöhnlichkeit mit der sich Leistende und Profiteure gegenüberstehen.

Wohlwollen, Freundlichkeit und Respekt vor den Rechten anderer Menschen erwachsen gerade aus dem gegenteiligen Moralkodex, aus dem Prinzip, dass der Mensch eine Entität von höchstem Wert ist und eben gerade kein Opfertier, dass der Mensch kein Mittel zum Zweck der Opferleistungen für andere Menschen ist, und dass niemand das Recht auf das Opfer von irgendeinem Menschen hat. Zuerst muss der Mensch sich selber schätzen, dann kann er dieses Gefühl auch gegenüber anderen Menschen haben.

Befürworter des Altruismus kontern die Argumente von Vertretern eines rationalen Egoismus mit Beispielen aus Notfallsituationen. Ein rationaler Egoist kann anderen Menschen in Notfällen helfen, weil er den Wert des menschlichen Lebens anerkennt und seinen Mitmenschen bis zum Beweis des Gegenteils einen Kredit einräumt. Kein rationaler Mensch sollte allerdings in einen Fluss springen, um Saddam Hussein zu retten, weil dieser diesen Kredit aufgrund der bekannten Umstände verspielt hat. Um bei den Beispiel des Ertrinkenden zu bleiben, das Lieblingsbeispiel der Altruisten: Es ist moralisch richtig, einen Fremden vor dem Ertrinken zu retten, wenn das Risiko für das eigene Leben minimal ist. Sollte das Risiko hoch sein, ist es unmoralisch, dies zu versuchen. Wenn die Person nicht fremd ist, sollte das Risiko, dass man eingeht, größer sein in Abhängigkeit von der Wertschätzung der zu rettenden Person. Dies kann bis zum Risiko des Verlustes des eigenen Lebens gehen, wenn es um eine über alles geliebte Person geht, „aus dem selbstsüchtigen Grund, dass das Leben ohne die geliebte Person unerträglich wäre.“ (Ayn Rand, The Ethics of Emergencies) Diese Einstellung ist etwas völlig anderes als ein Mensch, der akzeptiert, dass es seine Pflicht ist, sein Leben in den Dienst an anderen zu stellen, dass irgendein Leiden oder irgendeine Hilflosigkeit eines anderen Menschen eine Verpflichtung für ihn selbst bedeutet. Der Altruismus fordert nicht, dass man anderen Menschen helfen soll, wenn kein Opfer erforderlich oder wenn man einen positiven Wert in einer anderen Person sieht, sondern er sieht das Recht auf der Seite von denjenigen, die Hilfe fordern, und nur Pflicht auf der Seite derjenigen, die Hilfe erbringen müssen.

Grunsätzlich sollte angemerkt werden, dass das Thema „Hilfe für andere “ absolut marginal ist. Nur die Ethik des Altruismus macht daraus aus bedeutsames Thema. Altruisten bringen auch typischerweise zur Untermauerung ihrer Position Katastrophenbeispiele an, weil das normale, alltägliche Leben eines Menschen dafür nicht herhalten kann.

Literatur:

Ayn Rand, Editorial, in: The Ayn Rand Letter, Dezember 1972

Ayn Rand, The Ethics of Emergencies, in: The Objectivist Newsletter, Februar 1963

Nathaniel Brand, Benevolence versus Altruism, in: The Objectivist Newsletter, Juli 1962

Leonard Peikoff, Altruism, Pragmatism and Brutality, in: The Ayn Rand Letter, Dez. 1972

Therapie ist nicht bequem Therapie bedeutet nicht…

Therapie ist nicht bequem

Therapie bedeutet nicht, sich besser zu fühlen. Therapie bedeutet Veränderung. Sie machen eine Therapie, weil Sie etwas an sich ändern wollen: Ihre Persönlichkeit, Ihr Verhalten, Ihre Lebensumstände – oder vielleicht alles zusammen. Es ist ein aktiver Prozess. Die Therapiesitzungen sind ein zentraler Bestandteil dabei, aber eben nicht alles. Die meiste Zeit, die Sie für die Therapie aufbringen, besteht daraus, sich selbst zu ändern in der Zeit außerhalb der Therapiesitzungen. Ja, Sie sollten sich schließlich besser fühlen aufgrund der Therapie. Aber Veränderung ist nicht immer bequem. „Sich gut zu fühlen“ ist nicht das primäre Ziel psychischer Gesundheit.

Michael Hurd

Bush verteidigt die "Heiligkeit" der Ehe Was ich …

Bush verteidigt die „Heiligkeit“ der Ehe

Was ich über die Institution der Europäischen Union schrieb, läßt sich grundsätzlich auch auf eine Einrichtung wie die Ehe übertragen: sie ist eine von Menschen gemachte Institution. George W. Bush sieht dies offensichtlich anders, worauf der Ausdruck „Heiligkeit der Ehe“ hinweist, den er in seiner „State of the Union“-Rede verwendet hat. Er möchte sogar die Verfassung ändern, um jede strukturelle Änderung der Institution Ehe zu verhindern, konkret die Möglichkeit einer gleichgeschlechtlichen Verbindung. Als menschengemachte Institution sollte die Ehe aber nicht „sakrosankt“ sein, sondern einer Überprüfung zugänglich sein. Der Maßstab dafür sollten die Individualrechte sein. Folgt man diesem Maßstab, sollte die Ehe als privater Kontrakt ausgestaltet sein, dessen Inhalte der Staat garantiert. Da bis dahin noch ein weiter Weg ist, sollte zumindest im Rahmen der staatlichen Ehe eine Gleichbehandlung aller Bürger garantiert werden.

Daniel Pipes: Den Koran lesen? Jeder, den interes…

Daniel Pipes: Den Koran lesen?

Jeder, den interessiert, was in unserer Welt vor sich geht, sollte etwas Zeit darauf verwenden den Koran zu lesen.“ Andy Rooney, berühmter Kommentator bei CBS, gab diesen Rat kurz nach dem 11.9., wie viele andere vor ihm auch.

Sein Vorschlag macht intuitiv Sinn, da die Terroristen selbst sagen, sie handelten auf der Grundlage der heiligen Schriften des Islam. Mohammed Atta, der als Anführer der Gruppen vom 11.9. angesehen wird, hatte einen Koran in dem Koffer, den er für den Flug eingecheckt hatte. Sein fünfseitiges Papier mit Ratschlägen für Mit-Entführer wies diese an, zu beten, Gott um Führung zu bitten und „weiter den Koran zu rezitieren“. Osama bin Laden zitiert oft den Koran, um seine Anhänger zu motivieren und zu überzeugen.

Der vollständige Text von Daniel Pipes in deutscher Sprache hier

Das Gespenst des Pflichtdienstes In dem Maße inde…

Das Gespenst des Pflichtdienstes

In dem Maße indem sich die Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes in Deutschland abzeichnet, werden auch die Stimmen immer lauter, die stattdessen ein soziales Pflichtjahr für Männer und Frauen fordern. Nicht nur Politiker von SPD und CDU (auch die Partei Rechtsstaatlicher Offensive fordert eine „schnellstmögliche Umsetzung“ eines Pflichtjahres) sind von dieser Idee fasziniert, auch in der Bevölkerung -wie Meinungsumfragen ausweisen (eine Umfrage auf tageschau.de ergibt 61 % Zustimmung für ein Pflichtjahr, bei einer Erhebung im Auftrag von „Bild am Sonntag“ und RTL waren es 70 %)- findet ein solcher Zwangsdienst breite Zustimmung. Christian Schütte schreibt in einem Kommentar in der Financial Times Deutschland, dass dies ein Moment sei, „in denen die tatsächliche Geistesverfassung des Landes in geradezu niederschmetternder Weise sichtbar wird.“ Diese Idee gehöre schleunigst vom Tisch, auch aus verfassungsrechtlichen Gründen: „Die Argumente gegen einen sozialen Zwangsdienst für jeden Jugendlichen sind banal und schlagend, dass es geradezu peinlich ist, sie noch einmal aufschreiben zu müssen. Zuerst und ganz einfach: Eine solche Arbeitspflicht ist verfassungswidrig. Höhere Staatsräson, die eine Wehrpflicht rechtfertigen kann, lässt sich für die Zwangsrekrutierung in die Sozialstationen nicht anführen.“ Sollte die „Staatsräson“ nicht daraus bestehen, die Individualrechte zu schützen, und nicht sie zu verletzen? Die Auffassung, dass eine Wehrpflicht verfassungsrechtlich zulässig wäre, obwohl sie das Recht auf Leben infrage stellt, ein sozialer Zwangsdienst, der zumindest das Überleben des Opfers garantiert, aber grundgesetzkonform wäre, wirft kein gutes Licht auf das Grundgesetz, oder auf dessen Interpretation durch das Bundesverfassungsgericht. Auch nicht auf die FDP, die diese Auffassung teilt. Wie immer auch das Grundgesetz dieses Problem behandelt, es muss deutlich werden, dass aus einer individualistischen Weltsicht alle Zwangsdienste zu verwerfen sind, weil das Leben und die Anstrengungen eines Menschen nicht dem Staat gehören.

Für Ayn Rand war die Wehrpflicht von allen Verletzungen der individuellen Rechte in einer gemischten Wirtschaft die schlimmste: „Sie negiert das fundamentale Recht des Menschen -das Recht auf Leben- und etabliert das fundamentale Recht des Etatismus: dass das Leben eines

Menschen dem Staat gehört, und der Staat darf es dadurch beanspruchen, dass er ihn zwingt, es im Kampf zu opfern.“ Für ein freies Land ist einzig eine Freiwilligenarmee der richtige, moralische Weg die Verteidigung der Nation zu organisieren. Auch eine allgemeine Dienstpflicht außerhalb des militärischen Sektors ist ein kollektivistischer Eingriff in die Rechte des Individuums. Dem Kollektiv wird das Recht zugestanden, auf Individuen als Arbeitssklaven auf Zeit zurückgreifen zu können. Dem Individuum wird auf der anderen Seite sein Recht auf Freiheit genommen. Eine solche Politik ist Ausdruck der Ethik des Altruismus, die in der Aufopferung des Individuums das höchste moralische Ideal sieht. Die Altruisten interessieren sich nur für die, die leiden, nicht für jene, die dem Leiden abhelfen könnten, nicht einmal dafür, ob sie in der Lage sind, zu überleben. Eine solche Ethik ist ohne Zwang nicht umsetzbar, wie wir deutlich an Forderungen nach einer allgemeinen Dienstpflicht sehen. „Altruismus ist unvereinbar mit Freiheit, mit Kapitalismus und mit individuellen Rechten. Man kann nicht das Streben nach Glück mit dem moralischen Status eines Opfertieres kombinieren“, schreibt Rand in ihrem Buch The Virtue of Selfishness .

Und man lasse sich nicht dadurch täuschen, dass nicht-philosphische, eklektische Altruisten die Freiwilligkeit von Opferhandlungen propagieren. Mit einem philosophischen Altruismus ist die Anwendung von Gewalt zur Erzwingung des Opfers absolut vereinbar.

EFTA statt EU

Josef Schüsselburner sprach am 16. Januar in Berlin auf einer Veranstaltung der Deutschen Partei über die Problematik eines möglichen Austritts aus der EU. Ein Thema, das im kommenden „Wahlkampf“ zum EU-Parlament selbstverständlich keine Rolle spielen wird, jedenfalls nicht für die etablierten Parteien. Wie auf der Website der DP zu erfahren ist, hat Schüsselburner auch auf die immer noch bestehende EFTA (Europäische Freihandelsassoziation) als Alternative zur EU hingewiesen:

Wäre Deutschland in der EFTA statt in der EU, so hätten wir keinerlei Nachteile, aber würden nicht um jährlich ca. 15 Mrd. Euro erleichtert. Außerdem könne der ökonomische Ansatz der EU nicht die politische Union begründen. Die Berufseuropäer folgten bei der quasimarxistischen Konstitution von EU-Europa einer nicht immer klaren Erkenntnistheorie.

Für die etablierten politischen Kräfte in Deutschland stellt sich diese Alternative gar nicht, sie würden sich wahrscheinlich sogar weigern, überhaupt diese Frage zu diskutieren. Aber die Europäische Union ist eine von Menschen gemachte Institution, nicht etwas, dass metaphysisch gegeben ist, nichts wie unser Sonnensystem oder das menschliche Bedürfnis nach Nahrung und Wasser. Gegen die Natur können wir nicht rebellieren, aber gegen die von Menschen gemachten Fakten schon. Hier besitzen wir die Freiheit der Entscheidung, der wir uns zu stellen haben.

Oder wie es der Philosoph Leonard Peikoff formuliert: „Keine von Menschen gemachte Tatsache ist deshalb notwendig, nichts muss sein.“ Die EU muss nicht sein, wie Josef Schüsselburner richtig erkennt.