Der Erfolg der Bush-Doktrin

Michael Duff schreibt, dass er die Bush-Doktrin wirklich nicht mag. Nach den Terrorangriffen auf die USA war er der Meinung, dass Amerika seine militärischen Anstrengungen auf die Al-Kaida-Organisation beschränken sollte. Aber Duff räumt ein, dass die Bush-Doktrin funktionieren könnte: „Verstehen Sie das? Die bösen Buben haben Angst vor uns, weil wir gegen alle Logik und gegen den gesunden Menschenverstand in den Irak einmarschiert sind und Saddam gestürzt haben. (…)

Bush wollte wie Reagan sein, und er hatte Erfolg dabei. Alle dachten, dass Reagan verrückt wäre, als er ins Fernsehen ging und sagte: ‚In fünf Minuten beginnen wir mit den Bombardierungen.‘ Seine Bemerkungen entschreckten die Leute zu Tode. Es erschreckte uns in Amerika, und wichtiger, es erschreckte unsere Feinde.

Als New York brannte im Jahr 2001, hatten wir Angst. Heute weht die amerikanische Fahne in Baghdad und unsere Feinde haben Angst.

Ich habe keinen Zugang zu all den Dokumenten, aber ich muss die Möglichkeit in Erwägung ziehen, die Möglichkeit, dass die Bush-Doktrin funktioniert. Seit dem 11. Sept. sind wir relativ sicher gewesen. Der Irak ist ein gefährlicher Ort, aber es hat keine größere Angriffe auf das amerikanische Staatsgebiet gegeben. Warum? Weil die Leute, die den Terrorismus finanzieren, Angst vor uns haben.“

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Kant und die deutsche Politik

In seinem Buch „Deutsche Philosophie und deutsche Politik“ schreibt der amerikanische Philosoph John Dewey, dass Kants Kategorischer Imperativ eine beliebig benutzbare Leerformel sei, „die Heilsbotschaft einer Pflicht, jeden Inhalts bar, dazu beschaffen (…), solche besonderen Pflichten, wie die bestehenden nationale Ordnung sie vorschreiben möchte, zu sanktionieren und zu idealisieren.“ In einem Verriss in der „Zeitschrift für Politikwissenschaft“ (11/2001) schreibt Georg Geismann über Deweys Werk: „Deweys zentrale These ist, dass es eine enge Verbindung zwischen ‚deutscher Philosophie‘ und ‚deutscher Politik‘ gibt und daß dieser Verbindung letzlich Kants Lehre vom Menschen als einem Bürger zweier Welten zugrunde liegt. Die eine dieser Welten ist die sinnliche Welt der Erscheinungen; sie unterliegt Naturgesetzen und ist in Raum und Zeit erkennbar und erfahrbar. Ihr gehört der Mensch als natürliches Vernunftwesen an. Die andere dieser Welten ist eine übersinnliche, intelligible Welt, die wir als solche weder erfahren noch erkennen können. Ihr gehört der Mensch als moralischer Vernunftwesen an, insofern er sich durch sein Gewissen als unter Freiheitsgesetzen stehend erfährt.“ Für Geismann ist Kant der Philosoph des freiheitlichen-demokratischen Rechtsstaats par excellence , dessen Lehre man pervertieren müsse, um einen Bogen zu Hitler zu schlagen.

Die grosse Lüge: das Versagen der Geheimdienste im…

Die grosse Lüge: das Versagen der Geheimdienste im Fall Irak

Prof. Harry Binswanger vom Ayn Rand Institute setzt ein großes Fragezeichen hinter die pausenlos wiederholte Behauptung, es gäbe im Fall Irak ein Versagen der Geheimdienste. Warum seien überhaupt Geheimdienstinformationen notwendig gewesen, fragt Binswanger: „War es ein gut behütetes Geheimnis, dass Saddam ein Diktator war, ein Verrückter, ein Amerika-Hasser, den der Terrorismus sehr am Herzen liegt? War es unbekannt, dass Saddam in Kuwait eingefallen war? War es unbekannt, dass Saddam versuchte, den Vater von George W. Bush zu ermorden? Bedurfte es einer speziellen Spionage, um die Möglichkeit zu entdecken, dass Saddam mit bin Laden kooperieren könnte, wie es rivalisierende Mafia-Familien tun?“

Binswanger fragt weiter, warum nur der amerikanische Geheimdienst versagt haben soll, wo doch andere Geheimdienste zu den gleichen Schlussfolgerungen gekommen waren. Außerdem gäbe es noch keinen Beweis, dass überhaupt ein Versagen vorliegt, denn die Massenvernichtungswaffen könnten beim Kriegsbeginn zerstört oder nach Syrien transportiert worden sein. Die Fehler oder Versäumnisse vor dem Irak-Krieg, wenn es welche gab, waren nichts im Vergleich zu den Fehlern und Versäumnissen während des Kalten Krieges: „Wir wussten praktisch nichts. Oder wenn wir etwas wussten, dann schien es weder unsere Außenpolitik noch die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Die einzige Ausnahme, an die ich mich erinnern kann, war die Kuba-Krise, wo U-2-Flugzeuge Beweise lieferten.“ Auch das Programm zur Entwicklung der amerikanischen Atombome basierte auf falschen Geheimdienstinformationen. Auch als der Fehler entdeckt wurde, wurde das Projekt mit Hochdruck weiterbetrieben, was Binswanger als eine richtige Entscheidung ansieht.

Den Demokraten hätten allerdings etwas, was sie an Präsident Bush anprangern könnten. Es lautet: „Warum sind Sie gegen den Kleinen Satan, Irak, vorgegangen, während Sie beim Grossen Satan, Iran, ein Auge zugedrückt haben?“

Der unabhängige Kandidat Der Vorsitzende der amer…

Der unabhängige Kandidat

Der Vorsitzende der amerikanischen Grünen, Ralph Nader, will als unabhängiger Kandidat bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen antreten (siehe yahoo!-Nachrichten). Nader begründete seine Kandidatur mit folgenden Worten: „Dieses Land hat zu viele Probleme und Ungerechtigkeiten, die es nicht verdient.“ Seine Hauptkritik richtet sich gegen den Einfluss von Lobbygruppen. Die Ungerechtigkeiten, von denen Nader spricht, ergeben sich daraus, dass die Mehrheit der amerikanischen Wähler immer wieder Politiker wählt, die eine Umverteilung von Reichtum präferieren oder Privilegien an Unternehmen oder Interessengruppen vergeben. Zumindest diese Wähler bekommen genau das, was sie verdienen. Gerade Nader ist ein Kandidat, der dieses System der Korruption und der Einflussnahme noch ausbauen will. Wenn es einen begrenzten Staat gäbe, der die Einhaltung von Verträgen garantiert und die Bürger vor Gewalt schützt, wäre den Interessengruppen der Boden unter den Füßen entzogen und die Gerechtigkeit wäre wieder hergestellt. Aber die Mehrheit der Wähler will oder kann nicht den Zusammenhang erkennen, zwischen einem korrupten politischen System und den Kompetenzen der Politiker, der diese Korruption erst möglich macht. Es ist so, wie es Daniel J. Mitchell so plastisch beschreibt: „Das reale Problem ist, dass der Staat zu fett ist und zuviel Kompetenz hat, und dies zieht die Lobbyisten an wie verfaultes Fleisch die Fliegen anzieht.“ Bei einem Präsidenten Nader, der für „Umweltschutz“, „Verbraucherrechte“ und „soziale Gerechtigkeit“ steht, wären es einfach andere Lobbyisten, die sich erfolgreich an der Beute Staat mästen könnten.

Die WamS ohne Ayn Rand Am 7. Februar hatte ich au…

Die WamS ohne Ayn Rand

Am 7. Februar hatte ich auf einen Artikel vom Patrick Moore, einem Gründungsmitglied von Greenpeace, verwiesen, der in diesem Artikel auch Bezug auf Ayn Rand nimmt. In der heutigen Ausgabe der Welt am Sonntag befindet sich eine Übersetzung dieses Artikels unter der Überschrift „Die Rettung der Menschheit“. Allerdings – ausgerechnet den Hinweis auf Ayn Rand und Peter Schwartz hat der Übersetzer weggelassen.

Marxismus versus Objektivismus William Thomas von…

Marxismus versus Objektivismus

William Thomas von Objectivist Center (TOC) beantwortet auf der Website der Organisation die Frage, wie sich der Marxismus vom Objektivismus unterscheidet. Man beachte seine Bemerkung über die Gründer von Marxismus und Objektivismus.

Seine Antwort:

„Marxismus und Objektivismus weisen nur wenige Ähnlichkeiten auf:

– Sie sind Gedankensysteme. Aber der Marxismus ist vor allem eine politische und ökonomische Einstellung.

– Sie sind beide atheistisch.

– Sie sehen menschliches Glück als eine gute Sache an (Obwohl sie völlig unterschiedlich die Frage beantworten, woraus Glück bestehen sollte)

– Sie wurden gegründet von säkularen Intellektuellen jüdischer Abstammung.

Ansonsten differieren sie bei den meisten Punkten. Hier sind nur einige:

– Der Objektivismus ist für Eigentumsrechte. Der Marxismus ist gegen sie.

– Der Marxismus ist egalitär. Der Objektivismus nicht.

– Der Objektivismus sieht jeden Menschen als ein Individuum an. Der Marxismus definiert jeden nach seiner Gruppenzugehörigkeit , besonders seinem Klassenhintergrund.

– Der Objektivismus ist prokapitalistisch, der Marxismus offensichtlich nicht.

– Der Marxismus vertritt die Auffassung, dass Profit böse sei. Der Objektivismus

vertritt die Auffassung, dass Profit normalerweise hochgradig ehrenhaft ist.

– Der Marxismus ist gleichgültig oder sogar ablehnend gegenüber einer Beschränkung der

Kompetenzen des Staates. Er lieferte die Basis für einen Totalitarismus in vielen Ländern. Der Objektivismus vertritt die Aufassung, der der Staat strikt begrenzt sein muss, und

jedermann die Möglichkeit haben sollte, sich an der Freiheit zu erfreuen.

Und so weiter.

Wer verdient den Titel Objektivist? Im Objectivis…

Wer verdient den Titel Objektivist?

Im Objectivism Online Forum wurde im letzten Jahr die Frage diskutiert, wer überhaupt sich Objektivist nennen darf. Rational Egoist vertritt die Auffassung, dass ein Objektivist eine Person ist, die die gesamte Philosphie des Objektivismus -worunter er die exakten Prinzipien versteht, die sich aus den philosophischen Schriften von Rand ergeben, und außerdem aus den Schriften derjenigen, die „das legale Recht“ hätten für Rand zu sprechen, wie Peikoff- versteht und billigt. Dies sei nicht gleichbedeutend mit einer Zustimmung zu allen persönlichen Vorlieben von Ayn Rand. Falsch sei es, sich Objektivist zu nennen, wenn man nur den Grundzügen des Objektivismus zustimme. So sei es seiner Meinung nach nicht möglich sich Objektivist und Anarchist zu nennen, da sich der Anarchismus in deutlichem Widerspruch zum Objektivismus befinde. Es selbst bezeichnet sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Beitrages als „Student des Objektivismus“, da er noch nicht genügend Kenntnis von der gesamten Philosophie habe. RadCap fügt an, dass man nicht jedes Beispiel oder jedes Sub-Sub-Prinzip des Objektivismus kennen muss, um den Mantel des Objektivismus zu akzeptieren. Man müsse einfach akzpetieren, was man kenne und dürfe keine widersprechenden Konzepte akzeptieren. Rand selbst hatte gesagt, dass derjenige, der nur mit bestimmten Inhalten des Objektivismus übereinstimme, sich nicht Objektivist nenne dürfe. Beide Diskussionsteilnehmer scheinen die Auffassung zu vertreten, dass der Objektivismus ein geschlossenes System ist, das nicht über die Aussagen von Rand hinaus weiterentwickelt werde dürfe. Aber es gibt auch die gegenteilige Position, die den Objektivismus als „offenes System“ definiert, wie es etwa Nathaniel Branden tut, und wie es seiner Meinung nach Rand auch gesehen hat. Branden weist aber auch darauf hin, dass dieses neue Material sich nicht im Widerspruch zu dem bereits etablierten Material befinden dürfe. Wenn man Brandens Eingangsbemerkung folgt, scheint er allerdings nur Widersprüche gegenüber den „Basisprämissen“ ausschließen zu wollen. Zur Beantwortung der Frage, ob der Objektivismus ein geschlossenes oder offenes System ist, sollte man sich an Rands Worte aus dem Februar 1965 erinnern, wo sie die Frage beantwortete, wer entscheidet: „In der Politik, der Ethik, der Kunst, der Wissenschaft, in der Philosophie – im gesamten Bereich des menschlichen Wissens – ist es die Realität, die die Bedingungen festlegt, durch die Arbeit von den Menschen, die in der Lage sind, ihre Bedingungen zu identifizieren und sie zu übersetzen in objektive Prinzipien.“

Die überflüssige Tragödie Am 14. Februar ist in A…

Die überflüssige Tragödie

Am 14. Februar ist in Amerika nicht nur Valentinstag, sondern auch der National Donor Day, wo die Amerikaner Blut spenden und sich als Organspender registrieren lassen sollen. Dieser Tag soll die Amerikaner auch über die größte medizinische Krise informieren, der sich Amerika ausgesetzt sieht – dem Mangel an Organen. Derzeit warten 83 000 Menschen auf ein neues Organ und tragischerweise ist für viele die Zeitverzögerung tödlich. 17 potentielle Organempfänger sterben jeden Tag. Rob Raffety nennt diese Krise eine „überflüssige Tragödie“, da die staatliche Gesetzgebung durch das National Organ Transplant Act (NOTA) von 1984 „die perfekten Bedingungen“ für eine Organknappheit geschaffen hat. Der Gesetzgeber hat den Wert von transplantationsfähigen Organen auf null gesetzt, da er jedwede materielle Gegenleistung für derartige Organe verbietet: „Wir ermutigen die Menschen zu spenden, weil es richtig ist. Aber sollten wir wirklich überrascht sein, wenn die Menschen sich nicht großzügig von etwas trennen, was solch einen inhärenten Wert für sie hat wie ihre lebenswichtigen Organe? Die Tatsache, dass wir eine Knappheit an Organen haben, legt nahe, dass wenigstens einige von uns nicht ausschließlich durch Altruismus motiviert sind.“ Raffety sieht die Lösung des Problems in einem Markt für Organe, wo die Spender Anreize durch sinnvolle Kompensationen erhalten. Trotz einer zumehmenden Unterstützung einer derartigen Strategie in „gewissen akademischen und medizinschen Zirkeln“, scheint die Politik ungerührt ihren Kurs aufrechterhalten zu wollen.

Klonen ist moralisch Nach den aufregenden Nachri…

Klonen ist moralisch

Nach den aufregenden Nachrichten aus Korea, wo es erstmalig gelungen war, aus einem menschlichen Klon Stammzellen zu entnehmen -ein Durchbruch, der lebensrettende Behandlungen mit embryonalen Stammzellen möglicher werden lässt-, folgten so sicher wie das Amen in der Kirche die Stimmen von Politikern und „Experten“, die ein internationales Verbot des Klonens forderten. Focus.de spricht von einem „Weltweiten Schrei nach Klonverbot„. Alex Epstein macht in einem Kommentar für das Ayn Rand Institute deutlich, dass Verbotsforderungen für das therapeutische wie auch das reproduktive Klonen unmoralisch sind und zurückgewiesen werden sollten. Das therapeutische Klonen sei eine Pro-Leben-Technologie, da geklonte Embryonen genutzt werden könnten, um medizinisch potente embryonische Stammzellen zu gewinnen. Auch für das reproduktive Klonen, d. h. die zeitversetzte Erzeugung eines Zwillings, gebe es legitime Anwendungen für unfruchtbare Paare und zur Verhinderung von Erbkrankheiten. Die Mentalität der Klongegner sei bekannt aus früheren Ablehnungen von technologischen Durchbrüchen, besonders aus der Medizin, wo Innovationen als „unnatürlich“ oder „gegen den Willen Gottes“ abgelehnt worden seien: „Ihnen das Aufhalten des biotechnologischen Fortschritts zu erlauben durch ein Verbot des Klonens, wäre eine moralische Abscheulichkeit.“