Der kämpferische Rudy Giuliani

Im Gegensatz zum überwiegend altruistisch argumentierenden John McCain hielt New Yorks ehemaliger Bürgermeister Rudy Giuliani eine kämpferische, zornige und kompromisslose Rede über die Feinde der Zivilisation auf dem Parteitag der Republikaner in New York, bei der er auch auf Deutschland zu sprechen kam. Giuliani hatte ausgeführt, dass die drei überlebenden Terroristen des Massakers von München 1972 innerhalb von drei Monaten nach dem Verbrechen freigelassen wurden. Der Spiegel bestätigt Giulianis Äußerungen und deckt weitere Hintergründe auf: „Drei der damals festgenommenen Terroristen seien binnen weniger Monate von den Deutschen freigelassen worden, so Giuliani. Womit er recht hat. Wobei seine Formulierung viel harmloser klingt, als das damals gewesen ist. Denn die Aktion gehört zu den dunkelsten Kapiteln der deutschen Nachkriegsgeschichte: Am 29. Oktober 1972, nur wenige Wochen nach dem Attentat, wurde eine Lufthansa-Maschine auf dem Flug von Beirut nach Frankfurt entführt. Die Kidnapper verlangten die Freilassung der drei überlebenden Terroristen von München. In großer Eile und ohne sich mit Israel zu beraten, entsprach die Bundesregierung dieser Forderung. Seitdem wird darüber spekuliert, dass sich die Bundesregierung damals erpressen ließ und einen Deal mit den Palästinensern einging, um weitere Anschläge in Deutschland zu verhindern.“ Zu den Massenvernichtungswaffen des Irak macht Giuliani folgende interessante Bemerkung: „Er selbst (Saddam Hussein) war eine Massenvernichtungswaffe.“

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Amerikanische Verhältnisse

Nach der Reform des deutschen Gesundheitssystems fühlen sich die Sozialdemokraten für die zaghaften Veränderungen in Richtung Marktwirtschaft schuldig. Die Reform „muß sein“, wir befinden uns in einem „Reformzwang“. Während die Regierung die Reform zähneknirschend gegen ihren eigenen Willen durchsetzt, fühlen sich andere Teile der SPD für die Reform so schuldig, daß sie etwas dagegen unternehmen wollen.

Die Sozialdemokraten haben das neue alte Thema der Mindestlöhne für sich entdeckt. Mindestlöhne beruhigen nicht nur das ewig geplagte sozialistische Gewissen, sondern sind auch unter dem altruistischen Wahlvolk beliebt. Es wird argumentiert, daß auch andere Länder Mindestlöhne haben. Selbst die USA haben Mindestlöhne. Aber Herr Müntefering, wollen Sie denn wirklich „amerikanische Verhältnisse“? Wenn es um die Gehaltshöhe der Manager geht, dann wollen die Sozialdemokraten keine „amerikanischen Verhältnisse“. Bei der Gehaltshöhe der Arbeitnehmer sieht das anders aus.

Die gesetzliche Beschränkung von Gehältern verletzt die Rechte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die miteinander freiwillige Arbeitsverhältnisse zu beidseitigem Vorteil eingehen wollen. Es täte uns gut, den Teil der amerikanischen Verhältnisse zu übernehmen, der unsere Freiheit wiederherstellen kann. Aber bevor das geschehen kann, müssen wir die grundlegende Ursache für Forderungen nach Mindestlöhnen identifizieren und bekämpfen. Solange unsere Kultur und damit die Bevölkerung vom Altruismus infiziert ist, werden diejenigen Parteien gewinnen, die sich am besten verrenken können, um die widersprüchlichen Forderungen nach Solidarität und Marktwirtschaft zu erfüllen. Viele fragen sich warum in Deutschland ein „Reformstau“ herrscht. Der Widerspruch, der der „sozialen Marktwirtschaft“ inhärent ist, ist die Antwort, die die Fragenden nicht hören wollen.

Kranke Schule, kranke Lehrer, kranke Kinder Horro…

Kranke Schule, kranke Lehrer, kranke Kinder

Horrorartikel in der gestrigen Welt am Sonntag über das deutsche (staatliche) Schulwesen unter der Überschrift: „Kranke Schule, kranke Lehrer, kranke Kinder“. Ich bin versucht, die Überschrift zu ergänzen: „Kranke Schule, kranke Lehrer, kranke Kinder, kranke Kultur, kranke Ideen“. Der Artikel beläßt es allerdings bei einer -vermutlich zutreffenden- Bestandsanalyse, ohne auf die Ursachen dafür einzugehen.

Cheney gegen die religiöse Rechte US-Vizepräsiden…

Cheney gegen die religiöse Rechte

US-Vizepräsident Dick Cheney hat eine überraschende Kehrtwende vollzogen und sich von dem von Präsident George W. Bush angestrebten landesweiten Verbot der Homosexuellen-Ehe distanziert. Seiner Ansicht nach müsse die Frage von jedem einzelnen Bundesstaat entschieden werden, sagte Cheney am Dienstag bei einem Wahlkampfauftritt in Davenport im Bundesstaat Iowa. „Da Lynne (seine Frau) und ich eine homosexuelle Tochter haben, berührt dieses Thema unsere Familie sehr stark“, fügte er hinzu. (..) Der konservative Rat für Familienforschung zeigte sich enttäuscht über die Äußerungen Cheneys. „Widersprüchliche Aussagen“ aus dem Weißen Haus machten die Verteidigung „unserer Werte“ schwieriger, erklärte die Organisation.

Quelle: Der Standard

Michard Hurd kommentiert in Bezug auf den konservativen Rat für Familienforschung, dass eine moralische Regierung nicht „Familien schützt“, sondern Individuen schützt vor Gewalt und Betrug – ausschließlich.

Das chauvinistische Olympia Wem ist die Szenerie …

Das chauvinistische Olympia

Wem ist die Szenerie nicht bekannt bei den Olympischen Spielen: Ein Sportler hat eine großartige individuelle Leistungen erbracht und sofort hüllt er sich jubelnd in seine entsprechende Nationalfarbe. Besonders peinlich ist dieser Vorgang, wenn es sich auch noch um irgendeine Diktatur handelt, die da bejubelt wird. Richard Herzinger kommentiert: „Sport ist ja schön und (mal mehr, mal weniger – ich sage nur: Kajak) spannend, aber am Ende gehts dann doch wieder nur um das Eine: den Medaillenspiegel. Denn der Homo Sapiens als solcher fühlt sich halt nur richtig wohl, wenn er sich als Teil seiner eigenen, mit Edelmetallen überhäuften nationalen Rotte fühlen kann.“ Blogger Bill Brown kritisiert den auch an dieser Stelle zitierten Aufsatz von Andrew Bernstein, der in den Olympischen Spielen das Beste der Westlichen Zivilisation verwirklicht sieht: „Die Olympischen Spiele von heute sind nur noch dem Namen nach ein Erbe der antiken Griechen. Sie sind degeneriert in die schlimmste Art von Chauvinismus und Kollektivismus.“ Die Kritikpunkte von Brown mögen durchaus zutreffend sein, aber wie Nick Gillespie ebenso zutreffend formulierte, sind die Olympischen Spiele eben deshalb unbedeutender geworden: „Wir leben in einer Welt, wo Nationen weniger zählen als Individuen, eine Realität, die sich widerspiegelt in der zunehmenden Zahl von Olympioniken, die ’nation-hopping‘ betreiben.“

Robert Anton Wilson über Rand und Libertäre Danie…

Robert Anton Wilson über Rand und Libertäre

Daniel Kulla berichtet in der linken Wochenzeitung Jungle World über den amerikanischen Schriftsteller Robert Anton Wilson („Sein immer wiederkehrendes Thema ist die Relativität der Wahrheit und der Grenzbereich zwischen Rauschzuständen und mystischen Erfahrungen,“ schreibt Wikipedia) und kommt dabei auch auf Ayn Rand zu sprechen: „Lange vor den Neocons oder Lyndon LaRouche war Wilson in den fünfziger Jahren erst Anhänger der Trotzkisten (später wurde er wegen bürgerlicher Ideen ausgeschlossen, obwohl er das einzige Arbeiterkind in der Zelle war), dann Anhänger der antikommunistischen Kapitalismus-Predigerin Ayn Rand (‚Ich dachte, die Trots und die katholischen Priester wären dogmatisch gewesen, aber Ayn Rand ließ beide Gruppen als Vorbilder für Toleranz erscheinen‘), bis er die oben beschriebene Odyssee durch weitere Gedankengebäude fortsetzte.“ Wilson fand aber nicht nur Ayn Rand offenbar als zu wenig „tolerant“ (Tatsächlich gibt im Objektivismus auch keine Toleranz für das Irrationale), auch die amerikanischen Libertären waren nicht nach seinem Geschmack: „Seiner Ideologie zufolge müsste er eher für den Kandidaten der Libertarian Party stimmen, doch er gehört ’nicht zu dieser Art von Libertären, wirklich nicht; ich hasse arme Leute nicht.‘ “

Arme Liberale, reiche Grüne Der Wahlforscher Jürg…

Arme Liberale, reiche Grüne

Der Wahlforscher Jürgen Falter hat ermittelt, dass das Durchschnittseinkommen der FDP-Wähler deutlich geringer ist als das der Wähler der Grünen: „Das belegt, dass den Grünen der Marsch durch die Institutionen hervorragend gelungen ist.“ (Der Spiegel)

Der Marsch der Grünen durch die Institutionen -vor allen den Bildungsinstitutionen- hat sich augenscheinlich für sie auch finanziell durchaus gelohnt. Die Vorstellung allerdings, dass unsere Kinder von Propagandisten der Öko-Hysterie unterrichtet werden („Ökologismus ist die neueste Religion, die bösartigste und die konsistenteste“, schreibt Bearster auf objectivismonline.com), die dafür auch noch üppig entlohnt werden -jedenfalls im internationalen Vergleich der Lehrergehälter-, läßt mein liberales Herz nicht gerade höher schlagen. Übrigens möchte ich ernsthaft bezweifeln, dass in einem völlig privatisierten Bildungssystem die Lehrergehälter das heutige Nieveau erreichen würden, jedenfalls nicht für die Masse der Lehrer.

Siehe auch „Arme Liberale“ von Richard Herzinger

Die Harry Binswanger List für Objektivisten und so…

Die Harry Binswanger List für Objektivisten und solche, die es werden wollen

Ungefähr 700 Leser hat mittlerweile das kostenpflichtige Informationsangebot von Harry Binswanger nach eigenen Angaben. 100 $ pro Jahr oder 10 § pro Monat sind von den Abonnenten zu zahlen. Die Liste veröffentlicht von Binswanger moderierte Beiträge der Leser und außerdem exklusive Aufsätze von Harry Binswanger selbst. Insgesamt nicht gerade preisgünstig, aber für Interessenten des Objektivismus doch ein sehr qualifiziertes Angebot. Kostenlos bietet Binswanger seinen Informationsdienst für vier Wochen an. Binswanger garantiert mindestens 300 Rundbriefe pro Jahr. Um den HBL zu abonnieren ist eine volle Übereinstimmung mit dem Objektivismus nicht erforderlich, Binswanger verlangt aber die Zustimmung zu einem „Loyalitätseid“, der jeden mit Ausschluss bestraft, der die Feinde von Ayn Rand oder des Objektivismus sanktioniert oder unterstützt.

Die iranische Bedrohung In der linken Wochenzeitu…

Die iranische Bedrohung

In der linken Wochenzeitung Jungle World schreibt Wahied Wahdathag über das Aufrüstungsprogramm des Iran:“Vorsicht ist geboten, wenn jemand wie der iranische Verteidigungsminister Ali Shamkhani von ‚der prinzipiellen Friedfertigkeit des Atomprogramms‘ spricht. Er legte Anfang August nahe, dass unter bestimmten Umständen der Bau von Atombomben möglich und legitim sei, selbstverständlich nur zu Verteidigungszwecken.“ Hinsichtlich der Haltung der europäischen Regierung schreibt Wahdathag: „Offen bleibt, ob die europäischen Staaten ihre Appeasement-Politik gegenüber dem Iran beenden werden, wenn die iranischen Raketen eine Reichweite von mehr als 1 500 Kilometern haben werden und damit auch europäische Städte treffen könnten.“ Wenn auch der iranische Journalist deutlich vor einer iranischen Atombombe warnt und die Politik der europäischen Regierungen richtigerweise als „Appeasemnt“ charakterisiert, so schweigt es sich doch darüber aus, welche geeigneten Gegenmaßnahmen der Westen, insbesondere die USA, unternehmen könnten.

Am 30. Juli veröffentlichte die New York Daily Post einen Leserbrief von David Holcberg vom Ayn Rand Institute, der sich sich auf eine Kolumne von Charles Krauthammer bezog, und der auch der amerikanischen Politik kein gutes Zeugnis ausstellt : „Was tut das Weiße Haus gegen die Produktion von Atomwaffen durch den Iran? Es besteht auf einer diplomatischen Lösung durch Verhandlungen! Es ist dieser hirnverbrannter Ansatz, der die gegenwärtige Krise nicht verhindern konnte und es dem Iran erlauben wird, bald Atommacht zu werden. Der Weg, diese Bedrohung der Vereinigten Staaten zu eliminieren, besteht nicht aus Verhandlungen mit den Mullahs, sondern daraus, sie zu eliminieren.“