G7 gehen gegen hohen Ölpreis vor so titelte am Mi…

G7 gehen gegen hohen Ölpreis vor

so titelte am Mittwoch die Financial Times Deutschland auf Seite eins. „Unter den G7-Staaten bestehe Konsens, dass der hohe Ölpreis auf eine Spekulationsblase zurückzuführen ist.“ Und auf Seite 21: „Deutschland sagt Spekulanten den Kampf an.“ Wie vorgegangen werden soll, liest mann dann zwischen den Zeilen im Kleingedruckten : „Die Arbeit der Internationalen Energieagentur (IEA) dümpele dahin und brauche Belebung.“ Offiziell soll sie nur Verbauchsdaten zwischen den Staaten veröffentlichen, damit „mehr Transparenz in den Markt kommt.“ Natürlich: die Marktteilnehmer sind angeblich zu dumm, um sich zu informieren. Ich bin enttäuscht von den Verschwörungstheoretikern: wo bleibt die Behauptung, Ölproduzenten und -Händler würden eine Verschwörung bilden, um die Preise zu treiben ?

Wer die Denkweise von Schröder, Sozis & Co kennt, weiss auch, dass es nicht lange dauern wird, bis jemand fordert, diese IEA zu einer Regulierungsbehörde auszudehnen, die „faire“ Preise festsetzt. Wer das nicht glaubt, braucht nur in die „Energiepolitische Agenda 2010“ der SPD zu sehen. Dort steht im Zusammenhang mit Energie- und Stromversorgung: „Die neue Wettbewerbssituation erfordert wirksame rechtliche Rahmenbedingungen. In diesem Sinne werden wir den energierechtlichen Ordnungsrahmen fortentwickeln, eine Wettbewerbsbehörde einrichten und die Transparenz auf den Energiemärkten erhöhen.“ Zu viel versprochen ? Es geht noch weiter: „Unser Ziel wird es sein, fairen und chancengleichen Wettbewerb zu garantieren, …“ Na bitte, geht doch.

Diese schwammigen Formulierungen sollen die Tatsache verbergen, dass eine komplette staatliche Kontrolle des Energiesektors eingeführt werden soll. Nach dem Motto: wenn man es nicht mehr Sozialismus nennt, dann wird es wohl auch keiner mehr sein.

Stehen eigentlich das Kartellamt und meine heissgeliebte Staatsanwaltschaft Düsseldorf schon bereit, Manager von Ölfirmen zu verklagen ? Was ist es diesmal: Ölmonopol ? Preiskartell ? Preismanipulation ? Nichteinhaltung von sonstigen widersprüchlichen und nichteinhaltbaren Bilanzgesetzen, bei denen keiner weiss, was gilt, und von denen keiner weiss, wie sie anzuwenden sind ?

Warum sagt den ganzen Marktfeinden nicht einfach mal jemand, dass der Markt berechtigte Faktoren für einen hohen Ölpreis eben einfach berücksichtigt hat ? In den erdölproduzierenden Ländern gibt es derzeit hohe politische Risiken und die Nachfrage nach Öl steigt in diesem Jahr konjunkturell bedingt so stark, wie seit 1978 nicht mehr (Quelle: FAZ).

Roark am Ziel

„Ein junger Photograph vom ‚Banner‘ bemerkte Howard Roark, der über der Strasse drüben an der Kaimauer stand. Er lehnte sich daran, die Hände auf die niedere Mauer gestemmt, ohne Hut, und er schaute zu dem Bau empor. Ein Augenblick unwillkürlicher, unbewusster Selbst-vergessenheit war es. Bei dem Anblick von Roarks Gesicht fiel dem jungen Photographen etwas ein, was ihn seit langer Zeit nicht losgelassen hatte: schon immer hatte er darüber nachgegrübelt, wieso die Empfindungen, die man im Traum durchlebt, so viel intensiver seien als alles, was man in der wachen Wirklichkeit erlebt – so vollendetes Grauen, so vollkommene Freude – und was eigentlich die zusätzliche, die erhöhende Beschaffenheit bilde, die hinterher nicht mehr zu erlangen ist; diese bestimmte Beschaffenheit, deren man inne wird, wenn man im Traum durch wirrverschlungenes grünes Laubwerk einen Pfad entlanggeht, in einer Stimmung voller Erwartung, voller höchster, grundloser Verzückung – und wenn man dann erwacht, so kann man keine Erklärung dafür finden, und es ist nur ein ganz gewöhnlicher x-beliebiger Waldweg gewesen. Daran musste der junge Mann denken, weil er zum ersten Mal im wachen Leben dies Zusätzliche, dies Erhöhende sah: in Roarks zu dem Gebäude emporblickenden Gesicht.“

(aus Ayn Rand: Der ewige Quell, Morgartenverlag, Zürich, 1946)

Nuklearer Müll

Auf d-anconia.com berichtet Felipe Sediles von der englischen Firma Amec, die von sich sagt, das Problem der Entsorgung nuklearen Abfalls verbessert zu haben. Er scheint daraus zu schliessen, dass einer Ausweitung der nuklearen Energiegewinnung jetzt nichts mehr im Wege steht. Ich fürchte nur, er irrt. Grüne, denen Nuklearenergie heute zu gefährlich ist, ist sie auch nach dieser Nachricht noch zu gefährlich. Und ich denke, dass kein Argument und keine technische Verbesserung daran etwas ändern wird.

How to Change Your Sense of Life

How to Change Your Sense of Life

So heisst der Aufsatz auf dem Blog Minority of One, in dem ein paar Tips gegeben werden, wie man sein Lebensgefühl ändern könne. (Falls jemand noch eine bessere Übersetzung als Lebensgefühl hat, bin ich dankbar darum). Ich werde hier nur die Stichpunkte aufführen, die dort genannt werden und lasse die Beschreibung zu den Stichpunkten weg.

  • konzentriere Dich auf das Positive
  • sei optimistisch
  • achte bewusst darauf, wie Du Deine Zeit verbringst
  • orientiere Dich an der Zukunft, nicht an der Vergangenheit
  • setze Dir sowohl kurzfrisitge als auch langfristige Ziele
  • integriere beide der oben genannten Zielarten
  • unterschätze nicht die Bedeutung von Erholung und Kunst
  • wenn Dir etwas über den Weg läuft, was Dir Spass macht, dann hole dort raus, was Du kannst
  • fülle Dein Leben mit positiven, guten Dingen aus: bei Aktivitäten, Freunden und Kunst
  • bringe Dich bei den Tätigkeiten, die Du liebst, an Deine Leistungsgrenze
  • treffe positive Bewertungen, wo es sie gibt

Viele dieser Punkte findet man auch in psychologischen Selbsthilfebüchern, die zu einem glücks- und erfolgsorientierten Leben führen wollen. Was man betonen muss: die richtige Einstellung reicht nicht aus; man muss sie auch in Handlung umsetzen: „Damn the fear; do what´s right; and the right feelings will follow.“ Und Veränderungen im Lebensgefühl scheinen ein langwieriger Prozess zu sein.

Buchempfehlungen

Buchempfehlungen

Edward Cline ist ein Romanautor, in dessen Romanen man heldenhafte Figuren findet.

In Whisper the Guns gerät ein junger Geschäftsmann in Hongkong in die Machenschaften einer anderen Sorte von „Geschäftsmännern“. Man legt ihm nahe, aus einer Geschäftspartnerschaft auszutreten und will ihn auszahlen. Er widersetzt sich, mit weit reichenden Konsequenzen.

In First Prize geht es um den Mord an einem jungen Schriftsteller: kurz nach der Verleihung eines Literaturpreises wird er ermordet aufgefunden. Der Privatdetektiv Chess Hanrahan macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Er entdeckt dabei das Werk des Schriftstellers und ist davon begeistert.

Sparrowhawk ist ein Mehrteiler, spielt im 18.Jahrundert und schildert den Zeitgeist in England und Amerika. Die Helden widersetzen sich der Willkür der englischen Krone und kämpfen in Amerika für eine neue Zukunft.

Die Helden in den Romanen haben einen Kampfgeist gegen das Irrationale: sie verkörpern das Gute, sie akzeptieren das Böse nicht und gehen dagegen an. Schade ist nur, dass es nicht immer die Art von Happy End gibt, das man sich wünschen würde, was es aber vielleicht für den Leser um so spannender macht.

Saddam: Ich meinte es gut! Nach Aussage des iraki…

Saddam: Ich meinte es gut!

Nach Aussage des irakischen Ministerpräsidenten Allawi hat der gestürzte Diktator Saddam Hussein in einem Schreiben erklärt, dass „er und seine Regierung stets nur im öffentlichen Interesse gehandelt hätten und niemals Leid anrichten wollten.“ (Quelle: kurier.at)

Ich bin sicher, dass das Gericht, das über Saddam Hussein zu befinden hat, sich ausschließlich an den Ergebnissen seiner Herrschaft orientieren wird, und das ist auch richtig so!

Der kulturelle Kampf um die "Protestwähler" Im Na…

Der kulturelle Kampf um die „Protestwähler“

Im Nachklang der Landtagwahlen in Sachsen und Brandenburg, die Erfolge für die nationalistischen Parteien NPD und DVU brachten, ist vom sächsischen Ministerpräsidenten Milbradt behauptet worden, die Wähler dieser Parteien seien nur „Protestwähler“. Junge Menschen hätten auf ihre Probleme aufmerksam machten wollen, sagte er in Berlin. Diese These unterstellt, dass die NPD- und DVU-Wähler völlig unterschiedliche philosophische und ethische Überzeugungen gehabt hätten, sich aber im Wunsch nach „Protest“ einige gewesen wären. Sicherlich muss man feststellen, dass besonders junge Menschen ihre Prämissen in Frage stellen können und sich dann auch in ihren Wahlentscheidungen verändern. Wenn ein Kommunist zum Objektivisten mutieren kann, sind grundlegende Veränderungen sicherlich auch bei ostdeutschen Jungwählern möglich. Aber man sollte nicht verkennen, dass es eben kein Zufall war, dass sie ihren Protest genau auf diese Weise artikuliert haben. NPD und DVU hatten diesen „junge Menschen“ etwas zu bieten: Sozialismus, Volkgemeinschaft, soziale Gerechtigkeit, nationaler Stolz etc. Diese Wähler wären für eine radikal-kapitalistische Partei eben nicht zu erreichen gewesen, wie radikal diese auch immer argumentiert hätte, weil eine solche Partei über Individualismus, Selbstverantwortung, Leistung, Kapitalismus und Freiheit gesprochen hätte. Genau dies wollten die nationalistischen Wähler -und auch die Wähler der PDS- nicht hören. Dies bedeutet natürlich nicht, dass die „Rechtswähler“, wie sie vereinfachend und verfälschend genannt werden, nicht auch für die SPD oder CDU zu gewinnen wären. Ihre Philosophie muss sich nicht unbedingt in einer Wahlentscheidung für Parteien wie DVU und NPD artikulieren. Auch die „Volksparteien“ haben den nationalistischen Wählern etwas zu bieten. Aber auch wenn diese Wähler zu den großen Parteien zurückwandern, bedeutet dies nicht, dass sie ihre grundlegenden Ansichten über Bord geworfen hätten. Die Grünen sprechen in Bezug auf die Wähler von nationalistischen Parteien von einem „kulturellen Kampf“. Dies ist korrekt. Diese Menschen sind nur durch einen kulturellen Kampf zu erreichen. Aber den sollten die Kräfte des Individualismus, der Freiheit und der Kapitalismus nicht den Grünen überlassen.