Deutsches Wunschdenken Statler and Waldorf berich…

Deutsches Wunschdenken

Statler and Waldorf berichten über Wolfgang Herles Buch Wir sind kein Volk , in dem dieser eine gesamtdeutsche Krankheit analysiert: „Die völlige Unfähigkeit, die Dinge zu sehen wie sie sind. Das immer größer werdende Defizit an nüchternem Rationalismus. Die Tendenz zum Wunschdenken, das zu absurden kollektiven Weltbildern führt und den Glauben stärkt, daß schon alles gut wird, wenn wir nur schön solidarisch sind. Die Deutschen als Volk von Pippi Langstrümpfen – wir denken uns die Welt, wie sie uns gefällt.“

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Ein kapitalistischer Falke für … Kerry Neben de…

Ein kapitalistischer Falke für … Kerry

Neben den mehr oder weniger bekannten Objektivisten, die sich für die Wahl von Präsident Bush ausgesprochen haben, gibt es allerdings auch die andere Fraktion, die, angeführt von Leonard Peikoff selbst, Kerry favorisiert. Der Buchautor Craig Biddle präsentiert als Begründung für Kerry eine Art Katastrophenstrategie: Kerry ist das größere Übel, aber gerade deshalb sollte er gewählt werden. Biddle schafft es, im gesamten Text nichts Positives über Kerry sagen zu können, ihn aber trotzdem zu empfehlen: „John Kerry ist abscheulich, aber ich werde für ihn stimmen. (…) Stimmt für Kerry und versucht, nicht zu kotzen.“ Ausgangspunkt für die Argumentation von Biddle ist ein Zitat von Ayn Rand, wo sie sagt, dass ein halber Kampf schlimmer ist als gar keiner. Bush treibe eine „aufopfernde Außenpolitik“, die den Amerikanern aber als „hawkish“ verkauft würde, und damit wäre die Möglichkeit einer wirklich selbstbewußten Außenpolitik aus der Debatte verbannt worden. Auch auf die Innenpolitik bezogen wiederholt Biddle dieses Argument. Bush habe den Begriff Kapitalismus aus der innenpolitischen Debatte entfernt, er habe etatistische Politik in eine kapitalistische Terminologie gepackt. Eine Amtsübernahme Kerrys würde sozusagen die Fronten klären. Die Taube machte eine taubenhafte Politik und deklariert sie auch als solche, was die Rechte animieren würde, Druck auf die Taube auszuüben, um diese in Richtung einer selbstbewußteren Politik zu drängen. Biddles Strategie ist nicht nur naiv und unrealistisch, so ist auch moralisch zweifelhaft, weil sie das Gute befördern will durch die Akzeptanz des Opfers. So hätte Biddle etwa den 11. September im Grunde genommen begrüßen müssen, da auch dieses Massaker klare Fronten schaffte, indem es den barbarischen Charakter des islamistischen Terrors so unmißverständlich deutlich machte. Biddle begeht darüber hinaus den Fehler, das Verhältnis von Politik und Kultur auf den Kopf zu stellen. John Hospers stellt in seiner Stellungnahme zu den Präsidentschaftswahlen klar, dass die Amerikaner „psychologisch“ nicht auf eine „libertäre“ Gesellschaft vorbereitet seien. Richtiger sollte man feststellen, dass sie philosophisch weder auf eine kapitalistische Gesellschaft noch auf eine robuste Außenpolitik vorbereitet sind. Bush machte nicht seine persönliche „christliche Ethik“ zu schaffen, sondern es war die widersprüchliche Ethik seiner Landsleute selbst, die eine andere Strategie seiner Außenpolitik verhinderte. So waren etwa fast alle amerikanische Kirchen gegen den Irak-Krieg. Bush befand sich also schon in Opposition mit einem Teil seiner Anhänger -von der linken, pazifistischen Opposition einmal abgesehen-, ohne dass er versucht hätte, Biddles Strategie einer wirklich „hawkischen“ Außenpolitik umzusetzen. Bush ist weit entfernt davon, ein idealer Kandidat zu sein. Dies ist zweiffelos richtig. Er dürfte sich aber schon am Rande dessen befinden, was die Amerikaner bereit sind, zu wählen. Wer einen idealeren Kandidaten im Amt sehen möchte, muss kulturelle Änderungen befördern, sodass Biddles Vorschlag, zur Verbreitung des Objektivismus beizutragen, tatsächlich ins Schwarze trifft, ganz im Gegensatz zu seinen übrigen Argumenten. Übrigens wird sein Argument, dass ein halber Kampf schlimmer sei als gar keiner, nicht einmal von Leonard Peikoff geteilt, der in einer Rede nach Beginn des Irak-Krieges feststellte, dass dieser Krieg immerhin besser sei als überhaupt nichts zu tun.

Bin Laden empfiehlt Kerry Michael Duff nennt die …

Bin Laden empfiehlt Kerry

Michael Duff nennt die jüngste Videobotschaft von Osama bin Laden eine offene Einmischung in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Aber er weist noch auf einen anderen Aspekt hin: „Nach meiner Erfahrung machen die bösen Typen keine Friedensangebote, wenn sie nicht mit dem Rücken an der Wand stehen.“ Michael Duff sieht das Video als ein Zeichen der Verzweifelung an: „Ich denke, bin Laden zeigt Schwäche, weil wir ihn in die Ecke gedrängt haben. Ich denke, dies bedeutet, dass wir gewinnen, aber ich erwarte nicht, dass unsere Wähler dies auch so sehen.“

Der nicht perfekte Präsident und sein gefährlicher…

Der nicht perfekte Präsident und sein gefährlicher Gegenkandidat

Ebenso wie die Objektivisten Harry Binswanger und Robert Tracinski hat sich auch Dr. Michael Hurd für die Wiederwahl von Präsident Bush ausgesprochen. In Anlehnung an ein Zitat von Ayn Rand über Richard Nixon bezeichnet Hurd den gegenwärtigen Präsidenten als einen Kandidaten „mit Fehlern, der das Recht Amerikas repräsentiert, sich selbst gegen gefährliche Feinde zu verteidigen, nötigenfalls auch präventiv.“ John Kerry hingegen würde für totales Appeasement und Pazifismus stehen. Besonders weist Hurd auf Kerrys Aussage in der 1. Diskussionsrunde mit Bush hin, dass er Amerikas Atomwaffenarsenal als Präsident reduzieren würde. Es gebe viel an der Außenpolitik von Präsident Bush zu kritisieren, fügt Hurd an, aber wir könnten uns nicht den Luxus erlauben, herumzusitzen und auf einen perfekten Präsidenten zu warten.

Moderne Kunst=Moderner Müll Wer sich über die Abs…

Moderne Kunst=Moderner Müll

Wer sich über die Abscheulichkeiten und Absurdidäten moderner Kunst informieren möchte, kommt sicherlich bei der Kölner Kunstmesse Art Cologne auf seine Kosten. Wie wäre es zum Beispiel mit der Skulptur Fuck D von Toni Matelli. Der dargestellte Affe schaut etwas verdrießlich aus der Wäsche, da ihm einige Extremitäten abhanden gekommen sind, außerdem wird er zu allem Überfluss noch von diversen Gegenständen durchbohrt. Armer Affe, arme Kunst!

Keine Stimme zu verschenken Robert Bidinotto erin…

Keine Stimme zu verschenken

Robert Bidinotto erinnert in einem aktuellen Beitrag auf seinem Blog noch einmal daran, wie unsinnig es ist, sich von Wahlen einen Erziehungseffekt auf die „Massen“ zu versprechen. Wer wirklich die Gesellschaft ändern wolle, solle kein Politiker werden, sondern sich anderen Aktivitäten zuwenden wie zum Beispiel der Gründung einer Zeitschrift oder einer Denkfabrik …oder eines Weblogs. Bei der Wahl eines Politikers gehe es darum, „Schadenskontrolle“ zu betreinben, d. h. denjenigen Politiker zu wählen, der vermutlich am wenigsten Schaden anrichten wird. Aussichtslose Kandidaturen sollten nur unterstützt werden, wenn es um banale Ämter gehe oder die Kandidaten der großen Parteien tatsächlich kaum unterscheidbar wären. Mit der Wahl von Kandidaten der Libertarian Party hätte Bidinotto trotzdem seine Probleme. Die Partei sieht, jedenfalls zur Zeit, Wahlen in erster Linie als Mittel zur Propagierung des „Libertarismus“ an und nicht zur Gewinnung von Ämtern. Außerdem habe sich die Partei von „ihren ziemlich vernünftigen ursprünglichen Positionen und Prinzipien“ verabschiedet. Die LP wäre heute ein Paket aus marktwirtschaftlichen Positionen und „absolut abscheulichen, linken“ Positionen, bei denen die LP heute behauptet, sie wären integraler Bestandteil des Libertarismus. Es handelt sich hier um linksanarchistische Positionen bei den Themen Außen- und Rechtspolitik. Man könnte vielleicht einzelne Kandidaten unterstützen, wenn die LP sich einige allgemeine Grundsätze gegeben hätte, die die Kandidaten dann ausfüllen könnten, allerdings versteht sich die Partei explizit als philosophisch mit einem sehr detailliert ausformulierten Programm, das ihren „ismus“ befördern soll. Wer die LP wähle, so Bidinotto, unterstütze eine integrierte ideologische Position mit vielen Einzelvorschlägen, von denen einige schrecklich wären. Bidinottos Position ist eine andere, denn er will eine intellektuell kohärente und glaubwürdige Begründung für die Freiheit propagieren, ohne solche Ideen wie „Anarcho-Kapitalismus“, „Nicht-Interventionismus“ oder „Marktrestitution“, wie sie von der LP vertreten werden.

Zitat zum Tag

Zitat zum Tag:

«Nichts ist schwieriger auf der Welt, als zu tun, was wir wollen. Und nichts braucht mehr Mut. Ich meine, was wir wirklich wollen. Nicht so wie ich mit irgendeiner Frau schlafen oder mich betrinken oder meinen Namen in den Zeitungen sehen will. Das … das sind nicht einmal Bedürfnisse … es sind Dinge, die man tut, um vor seinen Bedürfnissen zu flüchten … weil es eine so große Verantwortung bedeutet, etwas wirklich zu wollen.»



–Gail Wynand

Offener Brief an die Libertären Eine gewaltige Br…

Offener Brief an die Libertären

Eine gewaltige Breitseite hat Prof. John Hospers, erster Präsidentschaftskandidat der Libertarian Party der USA (Definition of John Hospers), gegen den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry abgefeuert. Hospers nennt in einem Offener Brief die mögliche Wahl von Kerry eine „Katastrophe“. Er spricht sogar von „der sehr realen Möglichkeit eines politischen Staatsstreichs“ durch die Linke in Amerika. John Hospers ermahnt seine libertären Freunde in dieser engen Wahl keine Stimme an einen Kandidaten zu verschwenden, der nicht gewinnen könne, auch wenn dieser „philosophisch ideal“ sei, sondern die Stimme George W. Bush zu geben, besonders in den umkämpften Bundesstaaten. Tatsächlich bewertet Hospers die Politik des amtierenden Präsidenten allerdings sehr positiv, man hat keineswegs den Eindruck, dass er nur unter dem Eindruck der Kandidatur des linkslastingen Kerry und dem Zustand der Demokratischen Partei zu Bush neigt, sondern ihn, wenn auch nicht als idealen Kandidaten, doch zumindest als einen positiven Kandidaten sieht. Insbesondere Bushs Haltung gegenüber dem islamistischen Terrorismus nötigt Hospers Respekt ab, was andererseits der offizielle Kandidat der Libertarian Party überaus abstoßend an Bush findet. Kaum anzunehmen, dass Hospers unter diesen Umständen Michael Badnarik als „philosophisch idealen“ Kandidaten ansehen könnte. Diese Formulierung scheint nur eine rhetorische Konzession an das libertäre Klientel zu sein. John Hospers eigene Kandidatur 1972 war seinerzeit auch schon auf ähnliche Ablehnung gestoßen wie sie nun seinerseits Hospers selbst äußert. Niemand anderes als Ayn Rand sagte über seine Kandidatur: „Ich würde lieber für Bob Hope, die Marx Bros. oder Jerry Lewis stimmen. Ich glaube nicht, dass sie so lustig sind wie Prof. Hospers und die Libertarian Party. Wenn, in Zeiten wie diesen, John Hospers 10 Stimmen von Nixon wegnehmen würde (was ich bezweifeln möchte), wäre dies ein moralisches Verbrechen.“

Über die Kapitalismus-Partei In unserem Diskussio…

Über die Kapitalismus-Partei

In unserem Diskussionsforum gibt es mittlerweile einige Beiträge zu der neu gegründeteten amerikanischen Capitalism Party. Im Diskussionsforum der Partei hat Alexander eine Diskussion zum Thema „Demokratie oder Republik“ angestoßen. Grundsätzlich bewertet ich das Programm der Partei zwar durchaus als positiv, allerdings sollte jeder für sich selbst die Frage beantworten, ob das Wirken in einer politischen Partei wirklich unter den gegenwärtigen Umständen eine sinnvolle Tätigkeit sein kann und sich daran erinnern, was Ayn Rand in ihrer Zeitschrift The Objectivist schrieb: „Politik ist das letzte Glied in der Kette, das letzte, nicht das erste, Resultat der intellektuellen Trends des Landes.“ Was die Diskussion um die Demokratie angeht, möchte ich auf ein Zitat von Leonard Peikoff verweisen – Allen Forkum verwendet es auch in seinem Artikel „Democracy is No Guarantee of Freedom for Iraq“ -, das aus seinem Kursus „The Philosophy of Objectivism“ (zitiert im Ayn Rand Lexicon) stammt: „Das amerikanische System ist keine Demokratie. Es ist eine konstitutionelle Republik.“


Die Radikalen für den Kapitalismus

Daniel Kühn schreibt auf BörseGo: „Besonders in den 60er-Jahren war eine Gruppe überzeugter Wirtschaftswissenschaftler und –philosophen sehr aktiv, die sich selber ‚radicals for capitalism‘ nannten. Die grosse Denkerin dahinter war Ayn Rand, die nächstes Jahr ihren 100sten Geburtstag hätte. Die ‚Radikalen‘ hatten eine Grundüberzeugung: Sie favorisierten als das einzig moralisch einwandfreie und dem Wesen des Menschen entsprechende Wirtschaftssystem den ‚laissez-faire‘-Kapitalismus. Staatseingriffe wurden strikt abgelehnt, die einzige Aufgabe der Regierung sah man in der Gewährleistung der körperlichen Unversehrtheit der Bürger (Gewaltmonopol) gegen Angriffe von innen und aussen, und die Garantie der Eigentumsrechte des Individuums.“