Offener Brief an die Libertären Eine gewaltige Br…

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Oktober 25, 2004 von wolfgang

Offener Brief an die Libertären

Eine gewaltige Breitseite hat Prof. John Hospers, erster Präsidentschaftskandidat der Libertarian Party der USA (Definition of John Hospers), gegen den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry abgefeuert. Hospers nennt in einem Offener Brief die mögliche Wahl von Kerry eine „Katastrophe“. Er spricht sogar von „der sehr realen Möglichkeit eines politischen Staatsstreichs“ durch die Linke in Amerika. John Hospers ermahnt seine libertären Freunde in dieser engen Wahl keine Stimme an einen Kandidaten zu verschwenden, der nicht gewinnen könne, auch wenn dieser „philosophisch ideal“ sei, sondern die Stimme George W. Bush zu geben, besonders in den umkämpften Bundesstaaten. Tatsächlich bewertet Hospers die Politik des amtierenden Präsidenten allerdings sehr positiv, man hat keineswegs den Eindruck, dass er nur unter dem Eindruck der Kandidatur des linkslastingen Kerry und dem Zustand der Demokratischen Partei zu Bush neigt, sondern ihn, wenn auch nicht als idealen Kandidaten, doch zumindest als einen positiven Kandidaten sieht. Insbesondere Bushs Haltung gegenüber dem islamistischen Terrorismus nötigt Hospers Respekt ab, was andererseits der offizielle Kandidat der Libertarian Party überaus abstoßend an Bush findet. Kaum anzunehmen, dass Hospers unter diesen Umständen Michael Badnarik als „philosophisch idealen“ Kandidaten ansehen könnte. Diese Formulierung scheint nur eine rhetorische Konzession an das libertäre Klientel zu sein. John Hospers eigene Kandidatur 1972 war seinerzeit auch schon auf ähnliche Ablehnung gestoßen wie sie nun seinerseits Hospers selbst äußert. Niemand anderes als Ayn Rand sagte über seine Kandidatur: „Ich würde lieber für Bob Hope, die Marx Bros. oder Jerry Lewis stimmen. Ich glaube nicht, dass sie so lustig sind wie Prof. Hospers und die Libertarian Party. Wenn, in Zeiten wie diesen, John Hospers 10 Stimmen von Nixon wegnehmen würde (was ich bezweifeln möchte), wäre dies ein moralisches Verbrechen.“

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