Nicht verpassen: Die Unglaublichen Am 9. Dezember…

Nicht verpassen: Die Unglaublichen

Am 9. Dezember läuft in Deutschland der Film Die Unglaublichen an, der in Amerika bereits für hitzige Diskussionen sorgte, weil, wie David Kelley in seiner Kritik schreibt, der Film gegen die „nivellierenden Werte des Egalitarismus“ argumentiert. Robert Bidinotto kündigt sogar an, den Film auf seine Liste mit den 100 größten Filmen zu setzen.

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Fakten unerwünscht Robert Grözinger, der in der l…

Fakten unerwünscht

Robert Grözinger, der in der letzten Ausgabe des ef-magazin einen „anarchistischen und kapitalistischen“ Jesus entdeckt hatte, verteidigt seinen Aufsatz im Freiheitsforum unter anderem mit folgenden Worten:

„Was bringt es denn, Religion aus libertärer Sicht zu ‚kritisieren‘? Was bringt es, zum X-ten Mal sich über Kreuzzüge, Inquisition, und konservativen Muff aufzuregen? Fällt sonst noch ein Sack Reis in China um? Wie interessant! Wie anders! Wie eigentümlich!“

Grözinger will demnach eine Diskussion über die christliche Religion führen, ohne die wesentlichen Fakten in Rechnung stellen zu müssen. Das erinnert an Marxisten, die über den Sozialismus diskutieren wollen, ohne die Praxis in den sozialistischen Ländern dabei einbeziehen wollen. Entscheidender als Fakten ist für ihn, dass die Libertären „anders“, „interessant“ oder „eigentümlich“ sind.

Die objektive Jesus-Biographie Wer eine Alternati…

Die objektive Jesus-Biographie

Wer eine Alternative sucht zum eigentümlich freien Unsinn des ef-magazins in Sachen Jesus von Nazareth wird auf der Website DailyObjectivist.com fündig, wo dem charismatischen, protomarxistischen Prediger einige biographische Notizen gewidmet werden:

„Jesus entdeckte seine Berufung schon früh im Leben. Das Bewusstsein seiner heiligen Elternschaft, kombiniert mit einer natürlichen Selbstgerechtigkeit und dem Eifer, andere zu schikanieren, verschafften ihm die Eignung für eine missionarische Karriere. Die Botschaft, die er propagierte, bestand aus bedingungsloser Liebe, bedingslosem Vergeben, dass die Letzten die Ersten sein werden und der Unmoralität des Reichseins.“

Der Mythos des kapitalistischen Jesus In der neue…

Der Mythos des kapitalistischen Jesus

In der neuesten Ausgabe des ef-magazins gibt es einen Artikel von Robert Grözinger, der den Mythos eines „kapitalistischen“ oder gar „anarchistischen“ Jesus beitragen soll. In dem genannten Aufsatz erwähnt der Autor auch das Gleichnis vom Weinbauern, das belegen soll, dass Jesus das „private, uneingeschränkte Eigentums- und Vertragsrecht“ verteidigt habe. Seltsamerweise schildert der Autor dieses Gleichnis gar nicht, und wenn man die besagte Geschichte in der Bibel nachliest, könnte man den Verdacht hegen, dass dies keine zufällige Unterlassung ist. In diesem Gleichnis geht um einen Weinbauern, der früh am Morgen einige Arbeiter anheuert, die für eine bestimmte Geldsumme in seinem Garten arbeiten sollen. Nach drei, sechs und neun Stunden heuert er weitere Arbeiter an, denen er nur verspricht, dass sie gerecht entlohnt würde. Am Ende des Arbeitstages stellt sich allerdings heraus, dass er alle Arbeiter unabhängig von der geleisteten Arbeitszeit gleich bezahlen will. Man kann sich leicht vorstellen, dass die zuerst eingestellten Arbeiter über diese ungerechte Entlohnungspraxis ausgesprochen unzufrieden waren und das Gleichnis erwähnt auch, dass sie „murrten“. Der Weinbauer weist ihren Protest allerdings zurück: „Ist es mir nicht erlaubt, mit meinen Dingen zu tun, was ich will?“ Der Kern des Gleichnis besteht aus einer Entlohnung nach dem kommunistischen Prinzip „Jeder nach seinen Bedürfnissen“, nicht daraus, der Weinbauer sich im Rahmen seiner Rechte bewegte, was er zweifellos tat. Das „private, uneingeschränkte Eigentums- und Vertragsrecht“ ist ein wichtiges Hilfsmittel, dass die Voraussetzung dafür schafft, dass Menschen ihrem rationalen Urteil folgen können. Es ist allerdings keine Garantie dafür, dass Menschen auch tatsächlich moralisch handeln. Der Weinbauer handelt so, wie es vielleicht auch ein marxistischer Unternehmer tun würde, der sich bei der Bezahlung seiner Mitarbeiter möglichst wenig an deren individueller Leistung orientieren möchte.

Das Ende der Fahnenstange Was haben Rudi Völler, …

Das Ende der Fahnenstange

Was haben Rudi Völler, seines Zeichens ehemaliger Teamchef der deutschen Fussballnationalmanschaft, und die liberale Zeitschrift ef-magazin gemeinsam: Wenn man denkt, sie haben einen Tiefpunkt erreicht, wird man sofort eines Besseren belehrt und es folgt ein weiterer…Tiefpunkt. Im vorletzten Heft nervte die Zeitschrift mit einem seitenlangen Interview mit dem NPD-Vorsitzenden Voigt, wo dieser auch sehr deutlich machen konnte, dass er den „Neoliberalismus“ sehr wohl als seinen Hauptfeind ansieht. Das Interview sollte selbstverständlich nur der Information dienen, was man mit analytischen Artikel, eventuell vorbereitet durch ein Hintergrundgespräch mit dem NPD-Chef, weitaus besser hätte bewerkstelligen können. Dass diese seltsame Auswahl bei den Gesprächspartnern kein einmaliger Ausrutscher war, sondern bewußte Politik des Herausgebers ist, müssen wir leider nun in der neuesten Ausgabe feststellen. Wiederum werden Interviewpartner präsentiert, die eines gemeinsam haben: sie haben absolut nichts mit dem Liberalismus zu tun. Der wären zum Beispiel zwei Vertreter der Familien-Partei, die bei zwei Landtagswahlen immerhin 3,0 und 2,6 % der Stimmen erzielen konnten, und uns die wichtige Information vermitteln, dass sie demnächst mit der ÖDP fusionieren wollen – einer weiteren Kleinpartei. Die beiden Parteivertreter präsentieren in ihren Antworten nichts als Mainstream, den jeder x-beliebige CDU-Funktionär auch hätte vertreten können, mit dem Unterschied allerdings, dass dieser sich in einer Partei mit Einfluss befindet, von dem diese beiden Familienparteiler meilenweit entfernt sind. Diese Fixierung auf deutsche Kleinparteien ist für den ef-Herausgeber Andre Lichtschlag durchaus typisch. Sie dürfte dem Irrglauben entspringen, dass für einen kulturellen Wandel Änderungen innerhalb des Parteiensystems das entscheidende Vehikel sind, wobei allerdings übersehen wird, dass politische Veränderungen nur das letzte Glied in der Kette der Veränderungen sind, die viel tief gehenderen philosophischen und ethischen Einstellungen nachfolgen. Wenn die CDU zerfiele und ihr einige andere Parteien nachfolgen würden, darunter möglicherweise auch einige von den heutigen Kleinparteien, wäre damit politisch überhaupt nichts gewonnen, sondern wir würden nur mit neuen Namen und Figuren „the same procedure as every year“ erleben. Ergo: Die Beschäftigung mit Kleinparteien ist Verschwendung von Zeit, Mühe und Druckerschwärze. Herr Lichtschlag hat sich allerdings auch in dieser Ausgabe nicht mit den vergleichsweise langweiligen Vertretern einer unbedeutenden Kleinpartei zufrieden gegeben, sondern befriedigt auch wieder sein Interesse -möglicherweise auch das sein Leser- an gnadenlosen Kollektivisten. Diesmal ist er allerdings auf der äußersten Linken fündigt geworden: Ralf Fischer, Mitglied einer „linkskommunistischen Gruppe“. Dieser junge Mann zeigt zwar bei einigen konkreten Problemstellungen ein gewisses Maß an Realitätssinn, etwa wenn er von den „islamistischen Schlächtern“ spricht, zeigt aber bei seinen mehr abstrakten Äußerungen einen gefährlichen realitätsblinden Utopismus, was eine Herrschaft seiner Glaubensgenossen als ebensowenig verlockend erscheinen läßt wie die der nationalistischen Truppen. Abgesehen von den mehr als kuriosen Interviews, finden sich auch einige Aufsätze, diesmal schwerpunktmäßig zum Thema „Christentum und Freiheit“. Bereits der die Titelseite läßt erahnen, mit welcher Tendenz hier argumentiert wird: „War Jesus Kapitalist? Oder war er gar ein Anarchist?“ Bisher hatte ich den charismatischen, herumwandernden Prediger für einen ausgemachten Altruisten und Pazifisten gehalten, aber bin natürlich dankbar für jede Erweiterung meines intellektuellen Horizonts, oder sollte Andre Lichtschlag die Titelseite seines Satiremagazins Gustloff versehentlich auf das ef-magazin gesetzt haben? Nun ist natürlich legitim, wenn der Herausgeber einer kleinen Zeitschrift diese als Möglichkeit ansieht, seine persönlichen Launen zu verwirklichen, aber er sollte sich dann nicht wundern, wenn er dies irgendwann ohne Leser tun muss.

Wenn

Wenn

(Von Rudyard Kipling )
Wenn du den Kopf bewahrst, da rings die Massen
längst kopflos sind und dich als Anlaß sehn,
dir treu sein kannst, wenn alle dich verlassen,
und dennoch ihren Wankelmut verstehn;
kannst warten du und langes Warten tragen,
läßt dich mit Lügnern nie auf Lügen ein,
kannst du dem Hasser deinen Hass versagen
und doch dem Unrecht unversöhnlich sein &ndash

Wenn du kannst träumen, doch kein Träumer werden,
nachdenken und gleichwohl kein Grübler sein;
wenn dich Triumph und Sturz nicht mehr gefährden,
weil beide du als Schwindler kennst, als Schein;
kannst du die Wahrheit sehn, die du gesprochen,
verdreht zum Köder für den Pöbelhauf,
siehst du als Greis dein Lebenswerk zerbrochen
und baust mit letzter Kraft es wieder auf –

Wenn du auf EINES Loses Wurf kannst wagen
die Summe dessen, was du je gewannst,
es ganz verlieren und nicht darum klagen,
nur wortlos ganz von vorn beginnen kannst;
wenn du, ob Herz und Sehne längst erkaltet,
sie doch zu deinem Dienst zu zwingen weißt
und durchhältst, auch wenn nichts mehr in dir waltet
als nur dein Wille, der „durchhalten!“ heißt –

Kannst du zum Volke ohne Plumpheit sprechen,
und im Verkehr mit Großen bleibst du schlicht;
läßt du dich nicht von Freund noch Feind bestechen,
schätzt du den Menschen, überschätzt ihn nicht;
füllst jede unerbittliche Minute
mit sechzig sinnvollen Sekunden an:
Dein ist die Erde dann mit allem Gute,
und was noch mehr, mein Sohn: Du bist ein Mann!

Übersetzt von Lothar Sauer (Autor, Übersetzer, Fotograf)

Kant in der Presse Der Konservative Dinesh d’Souz…

Kant in der Presse

Der Konservative Dinesh d’Souza hat sich im OpionionJournal.com eine Gruppe atheistischer Materialisten, die sich The Brights nennen, argumentativ vorgenommen und greift dazu auf den Philosophen Immanuel Kant zurück. D’Souza sieht die Brights und andere, wie er es nennt, im „Trugschluss der Aufklärung“ gefangen, auf den zuerst Kant hingewiesen haben soll. „Der Aufklärungstrugschluss geht davon aus, dass die menschliche Vernunft und die Wissenschaft, im Prinzip, die gesamte Realität demaskieren können“, schreibt d’Souza. Kant habe in seinem Werk „Kritik der reinen Vernunft“ aber gezeigt, dass diese Prämisse falsch sei. Kants Argumentation bestreitet zwar nicht die Möglichkeit der Wahrnehmung, zeige aber ihre bedeutsamen Grenzen auf. Die Grenzen für die Wahrnehmung der Realität ist nach Kant inhärent in der menschlichen Natur verankert. Kant öffne, nach seinen eigenen Worten, „die Tür des Glaubens“ dadurch, dass er die Grenzen der Vernunft aufzeige.

Die Linke und das Recht auf Abtreibung

Gerade habe ich für das Diskussionsforum einen Beitrag zu Frage verfaßt, warum die Linke eigentlich für das „Recht auf Abtreibung“ kämpft. Tatsächlich tut die Linke dies allerdings nicht, da sie keine richtige Konzeption vom Wesen der Rechte eines Menschen hat. Unter einem Regime der Neuen Linken könnte frau vielleicht wirklich frei abtreiben, allerdings könnte diese Abtreibung sich in einer unbeleuchteten Höhle vollziehen, da die Jünger des Ökologismus sämtliche Errungenschaften des modernen industriellen Kapitalismus beseitigt haben. Unter einem Regime der Alten Linken könnte frau vielleicht wirklich frei abtreiben, es sei denn das Regime hat beschlossen, eine aktive Bevölkerungspolitik zu betreiben, wie es Ceaucescu 1966 vorhatte. (siehe hier)

Donald deMarco und die "Kultur des Todes" Der Phi…

Donald deMarco und die „Kultur des Todes“

Der Philosoph Donald deMarco scheint es äußerst wirres Buch („Architects of the Culture of Death“) geschrieben zu haben:

„Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche und Ayn Rand; Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Elisabeth Badinter; Karl Marx, Auguste Comte und Judith Jarvis Thomson; Sigmund Freud, Wilhelm Reich und Helen Gurley Brown; Jack Kevorkian, Derek Humphry und Peter Singer – all diese zum Teil sehr bekannten Persönlichkeiten scheinen einen gemeinsamen Nenner zu haben. Für den Philosophen Donald DeMarco sind sie nämlich alle Mitbegründer einer modernen, weit verbreiteten und facettenreichen neuzeitlichen Krankheit. Papst Johannes Paul II. hatte sie mit der Bezeichnung ‚Kultur des Todes’ als erster klar auf den Punkt gebracht. Letztendlich sind damit tief greifende ‚Strukturen der Sünde’ gemeint, die dem Einzelnen das christliche Leben in der Gesellschaft verkomplizieren.“

Im Text von Zenit heißt es dann weiter:

“ Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche und Ayn Rand räumen dem Willen einen so großen Vorrang ein, dass für die Vernunft nur mehr sehr wenig Platz ist. Historiker haben diese Dreiergruppe als ‚irrationale Vitalisten’ bezeichnet. “

Nur als Randbemerkung: Im Gegensatz zu den genannten Philosophen sieht DeMarco Papst Johannes Paul II offenbar als Repräsentanten einer „Kultur des Lebens“ an. Dieser bezeichnete gerade den verstorbenen Yassir Arafat als „Führer von großem Charisma„. Wie ein Sprecher des Vatikans vermeldete, trauerte der Papst mit dem palästinensischen Volk.