An die Musik Du holde Kunst, in wieviel grauen St…

An die Musik

Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden,
Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt,
Hast du mein Herz zu warmer Lieb entzunden,
Hast mich : in eine beßre Welt entrückt! :

Oft hat ein Seufzer, deiner Harf‘ entflossen,
Ein süßer, heiliger Akkord von dir
Den Himmel beßrer Zeiten mir erschlossen,
: Du holde Kunst, ich danke dir dafür! :

Franz von Schober

Zur Lektüre empfehle ich einen Aufsatz von Miles Hoffman, Geiger und Musikkommentator, der die tonale Musik gegen die Vertreter der atonalen Musik verteidigt, wenn er in seinem Aufsatz auch argumentative Schwächen zeigt (via Dinah Mertz Hsieh).

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Gruselig: Marx mit Vorsprung Die Süddeutsche Zeitu…

Gruselig: Marx mit Vorsprung
Die Süddeutsche Zeitung berichtet jetzt auch über die Umfrage der BBC-Radiosendung „In Our Time“ zu den größten Philosophen aller Zeiten: „Zwanzig Kandidaten stehen zur Auswahl. Aristoteles und Descartes sind darunter, Heidegger und Schopenhauer. Aber wohl keiner von diesen wird den Kranz gewinnen. Längst hat sich eine deutsch-schottische Spitzengruppe vom Mittelfeld der Sokrates, Epikur, Kant e tutti quanti abgesetzt. Unter den drei Spitzenreitern aber führt, wie der Economist sorgenvoll berichtet, mit großem Vorsprung: Karl Marx. Ihm folgen in gehöriger Entfernung Ludwig Wittgenstein und David Hume.“

Die wichtigsten Philosophen für Manager In Band 7 …

Die wichtigsten Philosophen für Manager
In Band 7 der Handelsblatt Management Bibliothek werden die wesentlichen philosophischen Lehren mit ihren Auswirkungen für das heutige Management kompakt und übersichtlich zusammengestellt. Dargestellt wird das Leben und Werk wichtiger Philosophen sowie die Lehren ihrer Philosophien für Führungskräfte. So werden unter anderem Porträts folgender Persönlichkeiten gegeben: Sokrates, Platon, Aristoteles, Heraklit, Konfuzius, Montesquieu, Rousseau, Kant, Hegel, Hannah Arendt, Habermas, Derrida, Sloterdijk. Abgesehen von Aristoteles vermag diese Auswahl wirklich nicht zu überzeugen. Die soll die Krone dessen sein, was am geistigen Rüstzeug Managern zur Verfügung steht?

Bücheraktion 2005 Zwei großzügigen Spendern ist zu…

Bücheraktion 2005
Zwei großzügigen Spendern ist zu verdanken, dass ich folgende Bücher Schülern und Studenten kostenlos anbieten kann: 1. Ayn Rand – The Fountainhead 2. Leonard Peikoff – Objectivism: The Philosophy of Ayn Rand 3. Leonard Peikoff: Ominous Parallels 4. Jeff Britting – Ayn Rand. Wer Schüler oder Student ist, und Interesse an einem der genannten Bücher hat, schicke eine E-Mail an folgende Adresse: kapitalismus_magazin@web.de (Stichwort: Objektivist). Die E-Mail sollte Name, Adresse und Alter enthalten, außerdem das Buch, das gewünscht wird (möglichst mit einer Alternative, falls das gewünschte Buch nicht mehr vorrätig ist). Sollte die Nachfrage das Angebot übersteigen, müßte ich natürlich unter den Nachfragern auswählen. Die Daten, die mir mitgeteilt werden, werden selbstverständlich nicht weitergeben und alle nach Abschluss der Aktion gelöscht. Die Vornamen der Gewinner werde ich im Internet bekannt geben.

Batman begins Spiegel-Online berichtet, dass der E…

Batman begins
Spiegel-Online berichtet, dass der Erfolg eines Filmes vor allem davon abhängt, was die Besucher der ersten Vorstellungen über ihn erzählen. Ich weiß nicht, ob Dinah Mertz Hsieh zu den ersten Besuchern des Films Batman begins gehörte, aber auf alle Fälle treibt sie eifrig Mundpropaganda: „Ich war ziemlich baff über den Film. Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass er so gut ist.“

H. G. Wells Krieg gegen die Einheit von Geist und …

H. G. Wells Krieg gegen die Einheit von Geist und Körper
In diesen Tagen wird in Deutschland für den Film „Krieg der Welten“ von Steven Spielberg eifrig geworben. Diese Verfilmung beruht auf dem gleichnamigen Roman von Herbert G. Wells (1866 – 1946), der einer der führenden Denker Englands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war. Wells war Sozialist, Fortschrittsskeptiker, und zu allem Überfluss auch noch Anti-Semit. In seinem Roman „Krieg der Welten“ von 1898 schildert Wells eine Invasion von Marsianern, von denen er schreibt, dass sie „nichts als Köpfe“ waren, „eine bloße Gehirnmenge“. Diese schlaf-, geschlechts- und körperlosen Marsianer sind Projektionen von Menschen aus einer hochtechnisierten Zukunft: „Ohne den Leib mußte das Gehirn ein bei weitem selbstsüchtigerer Geist werden als mit dieser Grundlage menschlichen Gefühls.“
Wells liefert eine Variante der Geist-Körper-Dichotomie, in der er den Geist als selbstsüchtig beschriebt, den Körper aber als Träger der Gefühle, die die Selbstsucht zu zügeln in der Lage sind. Üblicherweise beruhen Körper-Geist-Dichotomien auf einer Abwertung des Körpers, der als sündig, minderwertig und böse beschrieben wird. Der Geist oder die Seele hingegen wird als rein und hochstehend bewertet. In der Realität gibt es diese Trennung zwischen dem Mentalen und dem Physischen allerdings nicht. Der Mensch ist eine untrennbare Einheit aus Geist und Körper, eine untrennbare Einheit aus Bewusstsein und Materie.

Logische Trugschlüße.

Logische Fehlschlüsse
Der Prozess des Denkens ist einer der faszinierendsten und komplexesten Vorgänge. Da er nicht automatisch vonstatten geht, sondern willensabhängig ist, bedarf er messerscharfer und konzentrierter Präzision. Dennoch kann es passieren, dass dem Denkenden logische Fehlschlüsse unterlaufen. Für diesen Fall kann es nicht schaden, zumindest einen grundlegenden Überblick über die verschiedenen Arten von Fehlschlüssen zu haben, um sie leichter vermeiden oder, falls sie passiert sind, entdecken und korrigieren zu können. In dieser Hinsicht bietet diese Website einen durchaus praktischen Überblick über einige Formen logischer Fehlschlüsse.

Der mißbrauchte Republikaner Friedrich Schiller Im…

Der mißbrauchte Republikaner Friedrich Schiller
Im Magazin Focus berichtet Michael Klonovsky von Hitlers „Wunsch“, den sein Sekretär Martin Bormann im Juni 1941 übermittelte, dass Friedrich Schillers Drama „Friedrich Tell“ nicht mehr aufgeführt wird und an den Schulen nicht mehr behandelt werden sollte. Gleichwohl war Friedrich Schiller, wie DIE WELT in ihrer Ausgabe vom 7. Mai feststellt, neben Hölderlin der Klassiker, der vom Nationalsozialismus am stärksten für seine Zwecke mißbraucht wurde. Obwohl, wie die Zeitung weiterhin feststellt, Schillers politischen Auffassungen „weltenweit“ von den der Nazis entfernt waren. Was dieses „weltenweit“ ausmacht, beschreibt der Schiller-Biograph Rüdiger Safranski folgendermaßen: „Er war kein begeisterter Verfechter des uneingeschränkten Volkswillens. Ihm war vor allem gelegen an der Herrschaft des Gesetzes, also an Rechtsstaatlichkeit. Auf die Mehrheiten war in seinen Augen kein Verlass.“ Ansatzpunkt für diesen Missbrauch von Schiller war laut Safranski vor allem Schillers Faszination für „große Figuren jenseits der Moral“. Für Safranski hat diese Faszination allerdings nur „handwerkliche Gründe“, liegt also nicht darin begründet, dass Schiller diese Figuren moralisch auf einen Sockel stellte.

Literatur zu Schiller:
Rüdiger Safranski: Friedrich Schiller oder die Erfindung des Deutschen Idealismus
Rüdiger Safranski: Schiller als Philosoph
Norbert Oellers: Schiller
Andreas Streicher: Schillers Flucht von Stuttgart (antiquarisch)