Wo Johannes Paul II. das Böse sah In einem Text vo…

Wo Johannes Paul II. das Böse sah
In einem Text vom 4. März diesen Jahres bespricht Ulrich Gutmair das Buch „Erinnerung und Identität“ von Johannes Paul II. Interessant wie der Papst es schafft den „Ideologien des Bösen“, Nationalsozialismus und Kommunismus, die ihre Wurzeln angeblich in der Aufklärung haben sollen, den Liberalismus an die Seite zu stellen, der heute die Menschenrechte bedrohe, die er selbst propagiere, weil er „moralisch permissiv“ sei. Ohne Gott ist selbstverständlich für den Papst keine Moral vorstellbar: „Wenn der Mensch allein, ohne Gott, entscheiden kann, was gut und was böse ist, dann kann er auch verfügen, dass eine Gruppe von Menschen zu vernichten ist.“ Wie die göttliche Moral sich in der Praxis auswirken kann, zeigt ein Beispiel aus der Bibel (Genesis 22:2), wo Gott Abraham auffordert, seinen Sohn Isaak zu töten, um ihn auf die Probe zu stellen: „Und er sprach weiter: ‚Nimm deinen Sohn, deinen einzigen Sohn, den du so liebst, Isaak, und mache eine Reise nach dem Land Moria, und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir bezeichnen werde.“ Abraham muss letztendlich seinen Sohn nicht töten, aber seine Bereitschaft dies zu tun, wird von Theologen als wundervoll gelobt, gerade weil ihm diese Tat zu schwer gefallen wäre. Die Gehorsamkeit gegenüber Gott wird absolut angesehen, d. h. eigene Interessen und Neigungen spielen dabei keine Rolle, und Gott hat durchaus das Recht, Opfer zu fordern.

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