Sucht ist keine Krankheit, aber … Bryan Caplan v…

Sucht ist keine Krankheit, aber …
Bryan Caplan von EconLog hat sich in mehrere einschlägige Studien vertieft und kommt zu dem Ergebnis, dass Drogensucht keine Krankheit sei, sondern eine freie Entscheidung. Er erwähnt Ökonomen, die eine ziemliche elastische Nachfrage sogar bei Drogen feststellten, die normalerweise als hochgradig süchtig machend gelten. Der Objektivist Don Watkins bemerkt zu der Aussage von Caplan: „Tatsächlich ist es nicht so einfach. Sucht ist eine Krankheit: eine psycho-epistemologische Krankheit.“ Dies entbinde den Süchtigen aber nicht von der Verantwortung für seine Sucht, denn seine Pycho-Espistemologie sei seine freie Entscheidung und sie determiniere nicht seine Entscheidungen.

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PETA attackiert Tierversuche bei Covance Alex Epst…

PETA attackiert Tierversuche bei Covance
Alex Epstein vom Ayn Rand Institute hat einen Artikel über eine „Schmutzkampage“ der Tierrechtsorganisation PETA gegen das Unternehmen Covance, das Tierversuche durchführt, veröffentlicht. Gayle Dean, der sich in einem Artikel selbst einen „recovering Objectivist“ nennt, hat die Argumentation von Epstein als „irrationale, gegenstandslose Rhetorik“ bezeichnet. Über den philosophischen Hintergrund von Dean kann man sich hier informieren, wo allerdings seine Distanz zum Objektivismus sehr deutlich wird und er sich als “ left-leaning- individualist-anarcho-capitalist with a highly seasoned Buddhist flavoring“ bezeichnet.

Für eine Ethik der Vernunft Der linke Politiker Kl…

Für eine Ethik der Vernunft
Der linke Politiker Klaus Ernst -Spitzenkandidat der Linke.PDS in Bayern- hat sich für eine „Ethik der Vernunft“ ausgesprochen: “ Es sei an der Zeit, dem ewigen Marktgeplapper eine Ethik der Vernunft entgegenzusetzen.“ Tatsächlich gibt es eine Ethik die Vernunft, die unter dem Begriff „rationaler Egoismus“ zusammengefaßt wird und auf der politischen Ebene zu einem kapitalistischen System führt, das den Menschen ermöglicht, ihrem rationalen Egoismus zu folgen, weil sie die Freiheit haben, zu handeln, und weil die Herrschaft des Rechts die Initiierung von Gewalt verbietet. Was Ernst und seine Genossen predigen, ist die Ethik des Altruismus, die von den Menschen verlangt, das sie sich für andere aufopfern und die somit nicht vernünftig ist, sondern irrational.

Rekordzahl bei der Diskussionsgruppe Unsere Diskus…

Rekordzahl bei der Diskussionsgruppe
Unsere Diskussionsgruppe bei Domeus kann soeben den 22 Teilnehmer begrüßen. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. In letzter Zeit wurden etwas weniger Beiträge veröffentlicht, was wohl auch damit zu tun hat, dass sehr viele von den Teilnehmern auch unter den Bloggern zu finden sind. Übrigens möchte ich alle Leser auf einen Beitrag auf dem Blog Statler & Waldorf verweisen, wo sich Statler einmal mehr als Objektivismus-Kritiker versucht.

Auszug aus "The Capitalist Manifesto" Im Capitalis…

Auszug aus „The Capitalist Manifesto“
Im Capitalism Magazine gibt es einen längeren Auszug aus Andrew Bernsteins demnächst erscheinendem Buch „The Capitalist Manifesto“. Bernstein schreibt über die -häufig intellektuellen- Feinde des Kapitalismus, dass diese nicht motiviert wären durch faktische Gründe, sondern „ausschließlich durch moralische und philosophische Theorien.“ So führt der Kapitalismus immer zu einer enormen Disparität der Einkommen, weil die Menschen tatsächlich nicht gleich sind: „Sie sind nicht gleich in ihren Talenten, nicht gleich in ihrer Initiative, nicht gleich in ihrer Fähigkeit, die Nachfrage der Konsumenten zu befriedigen.“ Der moralische Gott der Anti-Kapitalisten sei aber das Prinzip der ökonomischen Egalität und nicht universeller Wohlstand. „Rationale Menschen“, so Bernstein, „ziehen es vor, in einem Land 15 000 $ zu verdienen, wo andere Menschen Millionäre sind, als 1 000 $ in einem Land zu verdienen, wo alle gleich arm sind.“

Selbsttötung verhindern Wir hatten das Thema Selbs…

Selbsttötung verhindern
Wir hatten das Thema Selbsttötung in unsere Diskussionsgruppe kurz gestreift. Jetzt hat der Psychologe Michael Hurd auf seiner Website dazu einige Äußerungen gemacht. Er meint, dass man einem Menschen den Willen zum Leben nicht einreden kann: „Man kann nur versuchen, eine solche Person zu überzeugen, dass ohne das Leben nichts möglich ist. Wenn man am Leben ist, bleibt ein gewisses Ausmaß an Glück, auch wenn es nicht garantiert ist, immer möglich. Wenn man tot ist, ist überhaupt nichts möglich. Leben ist der Wert, von dem alle anderen Werte abhängen.“

Das Problem unehelicher Kinder Die Rechtslage in B…

Das Problem unehelicher Kinder
Die Rechtslage in Bezug auf uneheliche Kinder dürften den meisten Lesern dieses Blogs bekannt sein: die Erzeuger dieser Kinder sind zum Unterhalt verpflichtet. Aber ist dies auch gerechtfertigt, denn in der Regel dürften diese Männer mit den entsprechenden Frauen keinen expliziten Vertrag über die Regelung des Unterhalts abgeschlossen haben? Man könnte nun daran denken, dass allein die Einwilligung in einen sexuellen Kontakt bereits die implizite Verpflichtung beinhaltet, ein aus dieser Verbindung entstehendes Kind finanziell zu unterstützen. JMegan Snow verneint dies auf dem Forum von TIADaily. Jack Wakeland stimmt ihr zu: Es gibt keine Verpflichtung für den unverheirateten Mann, ein Kind finanziell zu unterstützen, das er außerhalb einer Ehe gezeugt hat. Wakeland nennt die Ansprüche der unverheirateten Frauen an die biolgoischen Erzeuger ihrer Kinder „arbiträr“, die aber auch vom amerikanischem Rechtssystem anerkannt werden.

Über das staatliche Gewaltmonopol Die Mitglieder d…

Über das staatliche Gewaltmonopol
Die Mitglieder der Diskussionsgruppe möchte ich auf einen Beitrag verweisen, den ich gerade zum Thema „Staatliches Gewaltmonopol“ veröffentlicht. Anlass dafür waren die beiden Artikel in der Zeitschrift eigentümlich frei, die sich für eine Privatisierung „staatlicher Sicherheitsproduktion“ aussprachen. Autor Boiger formuliert: „Sicherheit ist nur dann möglich, wenn ihr Anbieter wie bei jedem anderen Gut im Wettbewerb bestehen muss.“ Mit dem Begriff „Sicherheit“ kaschiert der Autor allerdings, dass es ihm um die Privatisierung vergeltender Gewalt geht, die eben gerade nicht ein Gut wie jedes andere ist. Siehe zu eigentümlich frei auch die neue Umfrage auf EGO.

Von der EU bis zum Patriot Act Hier gibt Themenvor…

Von der EU bis zum Patriot Act
Hier gibt Themenvorschläge der Herausgeber für die nächste Ausgabe der Zeitschrift The Undercurrent. Die Themen werden auch kurz angerissen, was einen guten Überblick darüber vermittelt, wie Objektivisten bestimmten Themen angehen. So wünscht sich der Herausgeber einen Artikel über die Schädlichkeit der intellektuellen Piraterie für … den Täter.

Wo Atlas und Jesus sich treffen Ich hatte an diese…

Wo Atlas und Jesus sich treffen
Ich hatte an dieser Stelle schon einige Male über das „Atlas Institute Europe“ berichtet. Nun hat der Gründer dieses Instituts, Andreas Tauber, auf seiner Website seine Position gegenüber dem Objektivismus erläutert, und versucht dabei die Philosophie von Ayn Rand mit anderen, gegensätzlichen Denkrichtungen zu verschmelzen. Jeder Mensch hat natürlich die Freiheit, dies zu tun, nur sollte er dies nicht unter dem Banner des Objektivismus tun und sich nicht als Objektivist bezeichnen. Sascha von Heroic Dreams hat dazu einige grundlegende Bemerkungen gemacht, die ich an dieser Stelle zitieren möchte:

Im Internet kann man die Seite eines seltsamen „Atlas Institute Europe“ besichtigen. Die Seite, die ohnehin schon merkwürdig unstrukturiert ist, bietet dem Interessierten dennoch einige interessante Einsichten in gewisse Ver(w)irrungen, welche die sog. „Neo-Objektivisten“ beizeiten befallen. Unter der Kategorie „CrossPhilo“ findet sich – als ein Beispiel für einige weitere Erstaunlichkeiten, die sich auf der Seite so finden lassen – der Artikel „Die Zukunft des Objektivismus“ des Institutsgründers Andreas W. Tauber. Ich zitiere drei – für einen angeblichen Objektivisten – besonders bemerkenswerte Stellen:

Darauf zu bestehen, dass Rechte sich nur auf das Leben, die Freiheit und das Eigentum beziehen ist reaktionär, regressiv, doktrinär und im höchsten Masse einer objektivistischen Orthodoxie verschrieben.

Nachdem man den hysterischen Anfall im zweiten Teil des Satzes verdaut hat, kann man schlicht und ergreifend die Frage stellen: Worauf sollen sich Rechte sonst beziehen? Soziale Gerechtigkeit? Arbeitsplätze? Recht auf Versklavung der Mitmenschen? Herr Tauber bleibt uns leider die Antwort schuldig.
Aber es geht ja noch weiter:

Warum in aller Welt sollte man darauf bestehen, dass der Begriff des Objektivismus sich ausschliesslich durch die Zuhilfenahme von Ayn Rands Werken definieren lässt? Worum sollte Objektivismus nicht das bedeuten, was ein Individuum dem Begriff an Bedeutung zuschreibt?

Weil „Objektivismus“ diejenige Bezeichnung ist, die Ayn Rand ihrem spezifischen Beitrag zum Gebiet der Philosophie gegeben hat und weil Begriffe nun einmal nicht arbiträr sind, sondern objektiv. Anscheinend hat Herr Tauber sich nicht ausführlich genug mit der Erkenntnistheorie Ayn Rands befasst, sonst wüsste er, dass man nun mal nicht Kapitalismus sagen kann, wenn man Sozialismus meint.
Und als letzte Zumutung:

Als weitere objektivistische Entwicklungsform gibt es den integrierten Objektivismus, der sich durch seinen Synkretismus auszeichnet. […] Ein Beispiel hierfür ist der christliche Objektivismus, der versucht, christliche und objektivistische Wertevorstellungen in Einklang zu bringen. […] Während der Objektivismus die philosophische Basis bildet, wird das christliche Wertesystem diesem untergordnet. Nicht der Widerspruch beider philosophischer Systeme wird betrachtet, sondern die Kompatibilität christlicher Werten auf einem objektivistischen Fundament.

Wie aber soll es Kompatibilität oder gar Einklang zwischen einer Weltanschauung des Mystizismus und Altruismus (und, wenn man die Kirchen betrachtet, auch übelsten Kollektivismus) und einer Philosophie der Vernunft, des rationalen Eigeninteresses und des Individualismus geben? Ein „christlicher Objektivismus“ wäre ein gleich dreifacher Verstoß gegen das Identitätsaxiom: Denn erstens sind Christentum und Objektivismus philosophisch inkompatibel, zweitens gibt es keinen Gott, und drittens wird auch der Wunsch Herrn Taubers, es möge doch anders sein, daran nichts ändern.

Fazit: Das sog. „Atlas Institute Europe“ und sein Gründer unterliegen einigen schweren philosophischen Irrtümern und sind in keinem Fall als verlässliche oder gar seriöse Quelle in Punkto Objektivismus zu betrachten. Es ist allerdings ausgesprochen ärgerlich, dass sich immer wieder Menschen als „Objektivisten“ bezeichnen, die eigentlich gar keine sind und nur dazu beitragen, dass Rands Position sich in verfälschter und verzerrter Weise verbreitet.