Der Erfolg des Anti-Heldentums Im Livejournal von …

Der Erfolg des Anti-Heldentums
Im Livejournal von Flaubert gibt es einen interessanten Eintrag, der durch einen Artikel auf der Website des Objectivist Center (TOC) inspiriert wurde. Der erwähnte Artikel von Robert L. Jones stammt aus der TOC-Zeitschrift The New Individualist und befaßt sich mit der Fernsehserie Monk, die auch im deutschen Fernsehen zu sehen ist. Der Artikel zeigt in typischerweise das Problem der Zeitschrift des TOC, die jetzt dazu übergegangen ist, Autoren zu Wort kommen zu lassen, die mit dem Objektivismus gar nichts zu tun haben (Beschreibung von Robert L. Jones: „Robert L. Jones is a freelance journalist and professional photographer living in San Antonio, Texas.“ Jones schreibt auch regelmäßig für Conservative Punk In einem Artikel dort schreibt er: „Gott, ich weiß nicht, wen ich mehr hasse, die Franzosen oder die Islamisten.“) Wesentlich besser ist die Analyse von Flaubert: „Auch ich sehe die Serie sehr gerne, zumal sie in der Tat lustig ist und nicht diesen grässlichen Knopfdruck-‚Humor‘ der meisten anderen Soaps und Serien aufweist. Nichtsdestotrotz halte ich sie vom moral-philosophischen Standpunkt aus betrachtet für bedenklich – selbiges gilt für Columbo und ‚Der Bulle von Tölz‘. Besonders an letzterem lässt sich veranschaulichen, was ich meine.
Im Grunde liegt die Popularität solcher Produktionen darin, dass der Hauptdarsteller der Anti-Held ist; er ist nicht besonders attraktiv, nicht gerade dünn, sein Erfolg bei Frauen hält sich in Grenzen, er steht unter der Fuchtel seiner Mutter, bei der er auch wohnt. Die meisten Menschen wollen keinen Helden (im Sinne von Ayn Rands Romanen) sehen, der in seinem Leben bestimmte Werte verfolgt und für deren Erreichen mit Glück belohnt wird.“

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Angela Merkel und die Deutschen Angela Merkel hat …

Angela Merkel und die Deutschen
Angela Merkel hat es in diesem Jahr in das Kanzleramt geschafft, aber doch mit mehr als einem Schönheitsfehler behaftet: „Auch Angela Merkel ist drin, doch ohne das Programm, mit dem sie draußen angeklopft hatte.“ Und der konservative Publizist Gauland erklärt uns auch, warum dies so ist: „Dass eine Mehrheit der Deutschen nach wie vor vom Staat Schutz und Zuwendung erwartet und höchst skeptisch auf die Parole von mehr Eigenverantwortung reagiert, hat eben nicht nur mit den letzten 100 Jahren zu tun, sondern liegt tief in den deutschen Seelenlandschaften begraben.“ Adenauer, Erhard, Katzer, Kohl hätten die Union „als christlich-soziale Volkspartei definiert und dafür gesorgt, dass sie sich von den Lebensvorstellungen der Menschen nicht zu weit entfernt.“ Dass Alexander Gauland den neoliberalen Erhard in eine Reihe mit Politikern wie Katzer, Kohl oder Adenauer stellt, ist sicherlich absurd, aber er erkennt richtig, dass der Versuch -den er Angela Merkel unterstellt-, die Union in eine „liberale Volkspartei“ umzumodeln, sicherlich zum Scheitern verurteilt ist, solange eben jenes Gedankengebräu nicht verändert wird, das in der Tat tief in den deutschen Seelenlandschaften begraben liegt. Dazu bedarf es einer kulturellen Revolution.

Henry Kissingers Lieblingsphilosophen Roger Köppel…

Henry Kissingers Lieblingsphilosophen
Roger Köppel führte für DIE WELT ein längeres Interview mit dem früheren amerikanischen Außenminister Henry Kissinger und stellte unter anderem folgende Frage:

DIE WELT: In Ihrem letzen Buch schreiben Sie, die Kenntnis der Philosophie und der Geschichte sei wesentlich für den Beruf des Staatsmannes. Welche Philosophen haben Sie geprägt?

Kissinger: Spinoza, Kant und Spengler. Spinoza, weil er ein umfassendes Konzept entwickelte, wie das Wissen die Dinge zusammenhält. Kant, weil er die Beziehung des menschlichen Geistes zum Universum erklärte. Und Spengler, dem ich keineswegs in allen Thesen folge, weil er ienen interessanten Blick warf auf Gedeihen und Vergehen von Zivilisationen. Was mich vor allem faszinierte, war der Gedanke, dass alle Zivilisationen ein festgefügtes Ganzes bilden, zu dem alle ihre Äußerungen in enger Beziehung stehen.

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Ayn Rand mochte Kissinger ganz und gar nicht, wie sie zumindest mündlich verlautbarte: „Ich denke, Herr Kissinger ist einer der schändlichsten und katastrophalsten Außenminister, die wir je hatten – hauptsächlich aufgrund seiner philosophischen Ansichten.“ Kissinger nennt hier einige Philosophen, denen Rand sicherlich wenig bis gar nichts abgewinnen konnte, vor allem gilt dies sicherlich für Kant. Bei Spinoza ist mir ihre Meinung nicht bekannt, aber als führender Vertreter eines epistemologischen Rationalismus steht er konträr zu den epistemologischen Vorstellungen der Objektivisten, die davon ausgehen, dass alles Wissen auf Wahrnehmung basiert und durch Wahrnehmung überprüft werden muss.

Jetzt ARI Canada Wie die Zeitschrift Impact des Ay…

Jetzt ARI Canada
Wie die Zeitschrift Impact des Ayn Rand Institute mitteilt, wurde ein Ableger des ARI in Kanada gegründet (die Website ist in Vorbereitung). Weitere Informationen stehen auch auf der Website des ARI noch nicht zur Verfügung. Die neue Organisation hat ihren Sitz in Vancouver und ist vom ARI rechtlich unabhängig. Spenden von kanadischen Bürgern können von der Steuer abgesetzt werden.

Heraus aus der Nische! Nach längerer Zeit sind im …

Heraus aus der Nische!
Nach längerer Zeit sind im Diskussionsforum wieder zwei interessante Beiträge veröffentlicht worden: Wie den Objektivismus bekannter machen? Ich darf aus einem Beitrag zitieren: „Wir sollten uns keine Illusionen machen: In Deutschland steht der
Objektivismus ganz am Anfang. Wir haben, abgesehen von wenigen Blogs und
dieser Mailingliste, keinerlei Infrastruktur. Wir haben keine professionellen Objektivisten die Gastvorträge an Universitäten halten könnten (das ist ggw. ein großer Vorteil der Liberarians, mit dem sie mächtig Leute ziehen), die Werke Rands sind praktisch kaum ins Deutsche übersetzt.“

Die geistigen Vorläufer des Nationalsozialismus

In der Bücherliste enthalten ist auch Fritz Sterns Kulturpessimus als politische Gefahr (1953 erstmals erschienen). Matthias Kammann veröffentlichte im Deutschlandradio (23.12.2005) eine Buchrezension. Fritz Stern schreibt über die geistigen Vorläufer des Nationalsozialismus -seiner Meinung nach Paul de Lagarde, Julius Langbehn und Arthur Moeller van den Bruck (wer etwas über die Hauptschurken, nämlich Platon, Kant und Hegel wissen möchte, sollte zu Leonard Peikoffs Buch Ominous Parallels greifen)-:

„Vor allem hassten diese Männer den Liberalismus: Lagarde und Moeller sahen in ihm die Ursache und Verkörperung allen Übels … Alles, was sie fürchteten, schien in ihm zu wurzeln: die Bourgeoisie, das Manchestertum, der Materialismus, der Parlamentarismus und das Parteiwesen, der Mangel an politischer Führung. Ja, sie machten den Liberalismus für all das verantwortlich, worunter sie im Innersten litten. Ihr Ressentiment entsprang ihrer Vereinsamung; ihr ganzes Sehnen war auf einen neuen Glauben gerichtet, auf eine neue Glaubensgemeinschaft, eine Welt mit festen Werten und ohne Zweifel, eine neue nationale Religion, die alle Deutschen einen sollte.“

Stammzellen

Stammzellen verschenken – nicht nur zu Weihnachten
Für uns alle, die wir diesen Eintrag lesen, ist es bereits zu später, aber eigene Kinder oder Kinder, die einem am Herzen liegen, könnte man mit dieser Art von Versicherung noch beschenken: Stammzellen, gewonnen aus dem Blut der Nabelschnur. Sogar Kath.net berichtet über diesen neuen Trend: „Stammzellen sind in Großbritannien der letzte Schrei als Weihnachtsgeschenk angehender Eltern und Großeltern. Die Zellen werden bei der Geburt des Kindes aus dem Blut der Nabelschnur gewonnen. Das Unternehmen ‚Smart Cells International‘ friert sie dann ein.
Schon jetzt gebe es über 65 Anwendungen, etwa in der Behandlung von Rheuma, Multipler Sklerose und Erkrankungen des Rückenmarks.“ (siehe auch CNN und Ronald Bailey

Die Weihnachtsansprache des Papstes

In seiner Weihnachtsansprache beschreibt des Papst die segensreiche Wirkung der Aufklärung zwar richtig, aber er gibt nur die Meinung von anderen wieder: „Die Neuzeit wird häufig dargestellt als ein Erwachen der Vernunft aus dem Schlaf, als das Ans-Licht-Kommen der Menschheit, die aus dunkler Zeit emporsteigt. Ohne Christus reicht jedoch das Licht der Vernunft nicht aus, um den Menschen und die Welt zu erleuchten.“

Zur Weihnachtsansprache des Papstes siehe auch The Blog of M’Gath

Frohe Weihnachten! Wie jedes Jahr um die Weihnacht…

Frohe Weihnachten!
Wie jedes Jahr um die Weihnachtszeit veröffentlicht das Capitalism Magazine Leonard Peikoffs Aufsatz Christmas Should be More Commercial. In diesem Jahr gibt es in Anlehnung an diesen Aufsatz auch einen Kommentar auf einem deutschsprachigen Blog, auf den ich hiermit gern verweise: „In der Essenz geht das Fest auf die archaischen Sonnwendfeiern zurück, die Menschen schon immer begangen haben, als die Tage wieder länger wurden. Die Römer kannten die Saturnalien. Die Christen hatten für diese Feiern nur Verachtung übrig. Sie waren zu jeder Jahreswende damit beschäftigt, an das Ende der Welt zu denken und verurteilten jede Form ‚weltlicher“ Vergnügungen.'“ Weiterhin möchte ich auf einen Aufsatz von Sascha auf der Website von EGO zum Thema Todesstrafe und einer dazu passenden Umfrage verweisen! Illustrated Ideas enthält ein längeres Zitat von Ayn Rand, wo sie auf die Frage antwortet, ob es für einen Atheisten angemessen sei, Weihnachten zu feiern:

„Yes, of course. A national holiday, in this country, cannot have an exclusively religious meaning. The secular meaning of the Christmas holiday is wider than the tenets of any particular religion: it is good will toward men — a frame of mind which is not the exclusive property (though it is supposed to be part, but is a largely unobserved part) of the Christian religion.

„The charming aspect of Christmas is the fact that it expresses good will in a cheerful, happy, benevolent, non-sacrificial way. One says: ‚Merry Christmas‘ — not ‚Weep and Repent.‘ And the good will is expressed in a material, earthly form — by giving presents to one’s friends, or by sending them cards in token of remembrance….

„The best aspect of Christmas is the aspect usually decried by the mystics: the fact that Christmas has been commercialized. The gift-buying is good for business and good for the country’s economy; but, more importantly in this context, it stimulates an enormous outpouring of ingenuity in the creation of products devoted to a single purpose: to give men pleasure. And the street decoration put up by department stores and other institutions — the Christmas trees, the winking lights, the glittering colors — provide the city with a spectacular display, which only ‚commercial greed‘ could afford to give us. One would have to be terribly depressed to resist the wonderful gaiety of that spectacle.“

Frohe Weihnachten an alle Leser und Freunde des Objektivismus!