Denker an Denker Für alle prokapitalistischen Blog…

Denker an Denker

Für alle prokapitalistischen Blogger steht das Angebot Thinker to Thinker zum kostenlosen Bloggen zur Verfügung. Ein Test Blog wurde eingerichtet, der mit „test“ und „password“ eingerichtet werden kann. Bereits bestehende Blogs bei anderen Anbietern (LiveJournal, Bloger/Blogspot, TextPattern, DotClear, Moveable Type) können problemlos importiert werden. Siehe hier einen von mir importierten Blog: Das kapitalistische Manifest.
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Norwegen vertreibt seinen reichsten Bürger

Die Tageszeitung Der Standard berichtet davon, dass Norwegen seinen reichsten Bürger verloren hat. Er hat seine Staatsangehörigkeit aufgegeben, weil die Steuerbehörden ihm die Pistole auf die Brust setzten, denn nach einer neuen Vorschrift hätte der überwiegend in London lebende John Frederiksen nur noch 90 Tage in Norwegen verbringen können, ohne steuerpflichtig zu werden. Frederiksen entschied sich dafür, lieber sein Geld behalten zu wollen, als es mit der gierigen norwegischen Regierung zu teilen:

Oslo – Norwegens reichster Bürger John Fredriksen (61) hat seine Staatsbürgerschaft mit der von Zypern getauscht, wie die Osloer Zeitung „Aftenposten“ berichtete. Steuerliche Gründe durch die Verschärfung der Aufenthaltsbestimmungen für im Ausland lebende Norweger soll der Grund für den Schritt von Fredriksen sein.Der Schiffsreeder lebt vorzugsweise in London und gilt nach einer Auflistung der „Sunday Times“ mit einem Vermögen von 2,8 Mrd. Pfund (4,1 Mrd. Euro) als zehntreichster Mann in Großbritannien.

Norwegens Steuerbehörde hatte unlängst die maximale Aufenthaltsdauer von in Norwegen nicht gemeldeten und nicht steuerpflichtigen Bürgern im eigenen Land von sechs Monaten auf 90 Tage verkürzt. Bei einer Überschreitung werden sie steuerpflichtig. Diese Zeit sei Fredriksen zur Erledigung seiner Geschäfte in der Heimat zu kurz, hieß es in dem Zeitungsbericht.

Der Reeder, der auch einen Wohnsitz auf Zypern unterhält, betreibt die Frontline-Tankerflotte, das Offshore-Unternehmen SeaDrill und ist bei der industriellen Lachszucht in seinem skandinavischen Heimatland aktiv.(APA)

International Capitalism Day 2006Prodos ruft für d…

International Capitalism Day 2006

Prodos ruft für den 4. Juni 2006 zum International Capitalism Day auf. An diesem Tag sollen weltweit Veranstaltungen zur Feier des Kapitalismus durchgeführt werden. Auf der Liste der teilnehmenden Städte ist auch München verzeichnet. Ob dort allerdings wirklich spezielle Veranstaltungen stattfinden, ist der Website nicht zu entnehmen. Über die Vorgängerveranstaltung „Celebrate Capitalism Day“ hatten im Dezember 2003 Maxeiner und Miersch in der WELT am Sonntag berichtet:

Der „Celebrate Capitalism Day“ wurde von einem Australier namens Prodos ins Leben gerufen, einem Straßenkünstler, der nicht im Geringsten wie Guido Westerwelle aussieht, sondern dem Anarcho-Clown Jango Edwards ähnelt. Via Internet stiftete Prodos junge Menschen in 33 Ländern an. Im Jahr 2002 zeigten die Polen die größte Begeisterung für den Kapitalismus. Sie marschierten in über zehn Städten und mit ansehnlicher Personenstärke. Auch die Schweden fanden die kapitalistische Sache irgendwie gut, immerhin in sechs Städten trafen sie sich trotz Dezemberkälte im Freien. Selbst in Indien und Botsuana weiß man, was man am Kapitalismus hat, ja sogar in Nigeria. Nur in der Schweiz, da fand sich kein einziger Anhänger. Der Züricher Bahnhofstraße blieb jegliche Kapitalismusverherrlichung erspart. Nirgendwo scheint man vor Kapitalismusbefürwortern sicherer zu sein als in der Schweiz und in Deutschland.

Berühmte Ayn-Rand-Fans Gerade erschienen ist im In…

Berühmte Ayn-Rand-Fans

Gerade erschienen ist im Internet die Februarausgabe der Zeitschrift The New Individualist. Das Coverfoto verweist auf die zahlreichen Prominenten, die sich als Rand-Fans zu erkennen gegeben haben, wobei oftmals allerdings angenommen werden muß, dass Rand lediglich als intellektuelles Feigenblatt verwendet wird und keinerlei Affinität zur Ideologie des Objektivismus gegeben ist. Interessant ist sicherlich ein Aufsatz von William E. Perry, der sich mit dem Fantasieautoren Terry Goodkind beschäftigt, der sich als Objektivist bezeichnet haben soll. Zahlreiche seiner Romane sind auch auf Deutsch erhältlich. Einigen deutschen Lesern ist der politische-philosophische Hintergrund von Goodkind auch aufgefallen -z. B. im Roman Das Reich des dunklen Herrschers-, was diese in ihren Bewertungen bei Amazon entsprechend negativ berücksichtigt haben:

Das einzige, was dieser Band dem Leser vermittelt, sind die verpackten politischen Ansichten Terry Goodkinds: „Töten kann … sogar die einzig mögliche moralische Verhaltensweise sein.“ Und die ständigen Reden von Richard über Selbstbestimmung und Freiheit und Krieg…. was soll das? Die bisherigen Bände dieses Zyklus waren absolut unterhaltsam und aufregend, entführten den Leser in eine faszinierende Welt mit interessanten Helden.

Und nun?
„Das Reich des dunklen Herrschers“ unterhält nicht, es nervt mit der ständigen Wiederholung der Weltanschauung Terry Goodkinds. Und das hat nichts mit begeisternder Fantasy zu tun!

Willkommen in den USA, Ayaan Hirsi Ali Im Fall der…

Willkommen in den USA, Ayaan Hirsi Ali

Im Fall der ehemaligen niederländischen Parlamentsabgeordneten Ayaan Hirsi Ali, der überraschend die Staatsangehörigkeit entzogen worden war, weil sie falsche Angaben in ihrem Einwanderungsantrag gemacht hatte, bemerkt Larry Salzman auf dem Blog Principles in Practice, dass die Regierung neutral bleiben sollte gegenüber denjenigen, die ein besseres Leben in den USA suchten. Eine Ausnahme sollte nur gegenüber Kriminellen und „vielleicht“ jenen mit übertragbaren Krankheiten gemacht werden. Wenn man sich das Beispiel Israel allerdings ansieht, hat man doch große Probleme, die Rationalität einer derartigen Einwanderungspolitik für ein freies oder semi-freies Land zu erkennen. Im vorliegenden Fall allerdings ist die Peinlichkeit für Holland nur zu offensichtlich: Es ist kaum eine Person vorstellbar, die es mir verdient hätte als Ayann Hirsi Ali, die Staatsangehörigkeit zu bekommen.

Reichtum muss sich wieder lohnen Der Chefredakteur…

Reichtum muss sich wieder lohnen

Der Chefredakteur des Magazins Capital, Klaus Schweinsberg, wirkt wie ein Rufer in der Wüste: „Wer es heute in Deutschland zu Wohlstand bringt, erreicht vor allem Eines: Er macht sich zum Objekt der Begierde. Der Staat nimmt ihm das Geld – und die lieben Mitbürger nehmen ihm die Freude am Erreichten. Wenn Politik und Medien nicht endlich beginnen, sich aktiv gegen Missgunst und Neid zu wenden, werden wir uns bald nicht nur von den letzten Reichen verabschieden müssen – sondern auch vom Wohlstand für alle.“ Es ist allerdings ausgesprochen naiv, von der Politik zu erwarten, dass sie sich gegen das „seltsame Gerechtigkeitsempfinden“ der Deutschen wendet. Die Politik ist das ausführende Organ dieses „Gerechtigkeitsempfindens“: der Hund wird mit dem Schwanz wackeln und nicht umgekehrt.

Auf der Suche nach dem Ich Michael Miersch schreib…

Auf der Suche nach dem Ich

Michael Miersch schreibt Merkwürdiges über das Buch Ich. Wie wir uns selbst erfinden von Werner Siefer und Christian Weber: „Die Evolution hat den Menschen nicht als Erkennenden konstruiert, sondern als Pragmatiker. Wir sollen überleben, nicht grübeln. Und für diesen Zweck erweist sich das Organ aus 100 Milliarden Nervenzellen ziemlich tauglich.“ Dies kommt der Behauptung gleich, dass wir überleben, gerade weil wir Nichterkennende sind. Ist es nicht vielmehr so, dass wir überleben, weil wir erkennen können, weil unser Geist so hervorragend für diese Aufgabe geschaffen ist.

Bernanke auf Greenspans Spuren Der neue Chef der U…

Bernanke auf Greenspans Spuren

Der neue Chef der US-Notenbank hat etwas mit seinem Vorgänger Greenspan gemeinsam: „Genau wie Greenspan ist Ben Bernanke ein Fan der liberalen Philosophin Ayn Rand.“ (WELT am SONNTAG )“Fan“ scheint in diesem Fall aber nicht zu bedeuten, dass sich Bernanke vorbehaltlos mit den objektivistischen Prinzipien identifiziert, denn sonst wäre folgende Charakterisierung Bernankes nicht möglich: „Insgesamt folgt Bernanke als liberal denkender Pragmatiker dem Prinzip: Je weniger Einmischung der Politik in die Märkte, desto besser. Trotz allem gibt es für ihn Grenzen. Am Herzen liegt Bernanke vor allem die zunehmende Ungleichverteilung des Reichtums in den USA: ‚Die Stundenlöhne sind in den vergangenen Jahren nicht einmal um den Inflationssausgleich angehoben worden. Dabei stieg die Produktivität drastisch.'“