Saddams tiefer Fall Saddam Hussein hat bekommen, w…

Saddams tiefer Fall
Saddam Hussein hat bekommen, was er verdient hat. Der Gerechtigkeit wurde Genüge getan. Irgendwie scheint dies auch Bundeskanzlerin Merkel zu denken, wenn auch ihre Worte leider dies nicht ausdrücken:

„Wir respektieren dieses Urteil, aber es ist bekannt, dass die Bundesregierung gegen die Todesstrafe ist“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag in Berlin.

Angela Merkel, the German Chancellor said, „While the German government respects this verdict, it is well-known that the German government opposes the death penalty.“

Die Todesstrafe wirft in der Tat ein grundlegendes Problem, das sich im Fall des irakischen Ex-Diktators allerdings gar nicht stellte: das Problem der Exekution eines Unschuldigen. Saddam war schuldig, schuldig der schlimmesten Verbrechen, die er teilweise sogar eingenhändig verübte. Schlimm, wenn sich unter diesen Umständen Politiker in Deutschland finden, die aus einem Akt der Gerechtigkeit Unrecht machen:

Der SPD-Europapolitiker Martin Schulz nannte die Hinrichtung Saddams einen „staatlich sanktionierten Mord“. Der Fraktionschef der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament sagte, dies könne nicht zur Befriedung des Iraks beitragen.

Martin Schulz, leader of the Social Democrats in the EU, went even further, He told German radio „state-sanctioned murder“ risked further destabilising Iraq. „It would have been possible to send a signal of reconciliation by pardoning him or by at least not enforcing the death sentence,“ he said.

Schulz kann nur zu der von ihm gewünschten Schlussfolgerung kommen, wenn er einen Begriffsdiebstahl begeht. Er verwendet den Begriff „Mord“ in einem Kontext, der diesen Begriff nicht zuläßt, weil die Bestrafung eines Kriminellen etwas anderes ist als die Begehung eines Verbrechens. Ein Krimineller, der die Rechte eines anderen Menschen leugnet, begeht einen fundamentalen Widerspruch: er nimmt an, dass sein Opfer nicht über die gleichen Rechte verfügt wie er selbst. Dieser Widerspruch kann im Fall einen kriminellen Tat nur dadurch gelöst werden, dass der Kriminelle selbst einen Teil seiner Rechte verliert.

Blogger Richard ist zuzustimmen, dass derartige unanständige Äußerungen wie die von Martin Schulz nur unsere scharf Ablehnung finden können:

We disassociate ourselves from the comments of officials of a supranational organisation that itself is fundamentally undemocratic and a blight on the nations of Europe. I say again: you speak not for us.

Karikatur: Cox and Forkum

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"Vanity Fair" neu im Februar Ein neues Wochenmagaz…

„Vanity Fair“ neu im Februar
Ein neues Wochenmagazin geht am 8. Februar 2007 an der Start: Vanity Fair. Die erste Ausgabe kann man kostenlos hier bestellen. Chefredakteur von Vanity Fair Deutschland ist Ulf Poschardt, der doch über reichlich liberale Prämissen verfügt und der deshalb auf meine geneigte Aufmerksamkeit zählen kann. Was verspricht die Zeitschrift?

Jede Woche erhalten Sie mit Vanity Fair das Neueste aus Kunst und Unterhaltung, Sport und Medien, Politik und Weltgeschehen. Und nicht zuletzt über Menschen, die die Welt bewegen und verändern.

Essays on Ayn Rand’s "The Fountainhead" Der Bücher…

Essays on Ayn Rand’s „The Fountainhead“
Der Bücherliste neu zugefügt wurde Robert Mayhews Essays on Ayn Rand’s The Fountainhead. Das Ayn Rand Bookstore schreibt über dieses Buch:

In this unique study of Ayn Rand’s first best-selling novel, Dr. Robert Mayhew brings together historical, literary and philosophical essays that analyze The Fountainhead’s style, its use of humor, and its virtues of productivity, independence, and integrity. The essays make extensive use of previously unpublished material from the Ayn Rand Archives, offering a new collection of material to explore and consider. This book leads through the creation, publication, and reception of the 1943 novel that made Rand famous. Mayhew’s collection of essays offers an insightful and critical perspective on The Fountainhead, and is a necessary read for anyone interested in Ayn Rand and great American literature.


Contributors
:
B. John Bayer
Michael Berliner
Andrew Bernstein
Tore Boeckmann
Jeff Britting
Onkar Ghate
Robert Mayhew
Shoshana Milgram
Amy Peikoff
Richard Ralston
Dina Schein
Tara Smith
Leonard Peikoff

Ein liberaler Franzose Ein ungewöhnlicher Kandidat…

Ein liberaler Franzose
Ein ungewöhnlicher Kandidat: Der 27jährige Edouard Fillias möchte von der Alternative Liberal möchte französischer Staatspräsident werden. Aber weil Frankreich ist wie es ist, ist er leider chancenlos. Die WELT zitiert ihn mit folgenden Worten:

Wir müssen von jener von Rousseau geprägten Idee Abschied nehmen, es gäbe eine ,volonté générale“, einen gemeinsamen Volkswillen. Robespierre, Hitler und Stalin haben gezeigt, wozu das führt: zur Herausbildung totalitärer Strukturen, an deren Spitze dann Menschen stehen, die angeblich genau wissen, was „das Volk“ will, und nicht abwählbar sind. Selbst eine Demokratie ist dagegen nicht gefeit. Wussten Sie, dass es in Frankreich ein noch immer gültiges Gesetz von 1947 gibt, das die Gründung neuer Gewerkschaften verbietet?“

Nein, Virginia, es gibt keinen Weihnachtsmann! Die…

Nein, Virginia, es gibt keinen Weihnachtsmann!

Die WELT am Sonntag lohnt heute nicht den Kauf (ich hatte einen Gutschein!), weil sie ihre Seiten mit religiösen Texten vollkleistert. Besonders übel ist ein Text, den die Zeitung regelmäßig zu Weihnachten veröffentlicht: „Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann“. Dieser Text entstand im Jahr 1897, als die achtjährige Virginia O’Hanlon an die New Yorker Tageszeitung Sun (der englische Originaltext auf dem Blog von Diana Mertz Hsieh) schrieb und wissen wollte, ob es den Weihnachtsmann wirklich gebe. Es antwortete ihr der Kolumnist Francis P. Church (welch ein passender Nachname) mit einem Text, den die Zeitung bis zu ihrer Einstellung 1950 immer wieder abdruckte. Der Text besteht daraus, dass der Autor die menschliche Vernunft niedermacht (es nennt sie „Skeptzismus“) und an die Gefühle appelliert:

Aller Menschengeist ist klein, Virginia, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganz Wahrheit zu erfassen und zu begreifen. (…) Es gibt einen Schleier, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die größte Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften.

Eltern, die ihren Kindern den Weihnachtsmann als reale Figur erklären, greifen zu einer Lüge, für die es keine Entschuldigung gibt. Kinder brauchen diese Figur nicht, um zu glücklichen Erwachsenen heranzuwachsen, sie brauchen Eltern, denen sie vertrauen können, um Vertrauen in die Welt und ihre eigene Kraft zu entwickeln, die aus der Anwendung ihres Verstandes besteht. Feiert Weihnachten, ohne Lüge und Mystik! Und wer wissen möchte, wie ein rationaler Kolumnist der Sun Virginia hätte antworten können, liest nach bei Greg Perkins.

Tracinski nicht länger verbunden mit dem ARI Die M…

Tracinski nicht länger verbunden mit dem ARI
Die Meldung, dass der Publizist Robert Tracinski (Herausgeber des Intellectual Acitivist) sich vom Ayn Rand Institute getrennt hat -oder umgekehrt, dass ARI von ihm- wird auch auf dem Blog Rule of Reason kommentiert. Interessant hier der Kommentar von Fred Weiss, der Tracinski vorwirft, durch seine jüngste Artikelserie („What Went Right“) eine totale Zurückweisung des Objektivismus auszudrücken:

It is not just a quibble about „the philosophy of history“.

Folks, if philosophy is not *the primary and most fundamental* determinant of history then we are all wasting our time trying to get Objectivism more widely accepted – and Ayn Rand was profoundly mistaken in the importance she placed on philosophy. Atlas Shrugged would have to be re-written from the ground up.

Winterausgabe des TOS im Internet Abonnenten der Z…

Winterausgabe des TOS im Internet

Abonnenten der Zeitschrift The Objective Standard können sich jetzt alle Texte der Winterausgabe ansehen und ausdrucken (die Zusendung der Zeitschrift dürfte noch einige Tage auf sich warten lassen.) Nichtabonnenten können jeweils die Eingangspassagen der Texte ansehen und auch den kompletten Text des Aufsatzes von John Lewis (zusätzlich noch „From the Editor„). Besonders interessant scheint mir vor allem Andrew Bernsteins Kritík an Rodney Starks Buch The Victory of Reason: How Christianity Led to Freedom, Capitalism, and Western Success zu sein. Rodney Stark ist Sozialwissenschaftler an der Baylor University in Texas, mit rund 14 000 Studenten die weltgrößte Baptisten-Universität. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schreibt über dieses Buch:

Nach seiner Ansicht geht die ökonomische Überlegenheit der westlichen Zivilisation vorrangig auf Weichenstellungen der christlichen Kirche zurück. Wesentlich ist für ihn die Prägung von Mentalitäten und Institutionen, die mit einem Fortschrittsglauben und einem Vertrauen zur Kraft der Vernunft einhergegangen sei, wie sie nur im Christentum wurzelten.

Robert Tracinski und das ARI

Aufsätze von Robert Tracinski auf der Website des Ayn Rand Institute werden seit kurzem mit folgendem Hinweis versehen:

„Robert W. Tracinski is no longer associated with the Ayn Rand Institute–neither as a writer nor as a speaker.“ (via The Bidinotto Blog)

Robert Bidinotto interpretiert dies als einen Verstoss von Tracinski wegen seiner abweichenden Meinung bezüglich der jüngsten Zwischenwahlen in den USA. Dies ist für mich kaum vorstellbar und Robert Bidinotto sollte für derartige Behauptungen auch Fakten präsentieren (in einem Update gibt auch zu, die genaue Ursache der Trennung nicht zu kennen). Möglicherweise ist es auch einfach so, dass Tracinski sich vom ARI getrennt hat, und nicht umgekehrt.

Die dunkle Seite des Hermann Hesse Hermann Hesse w…

Die dunkle Seite des Hermann Hesse

Hermann Hesse war das große Idol der Neuen Linken – nicht nur in Deutschland, sondern international. Welche Persönlichkeit verbarg sich hinter dem Nobelpreisträger: „Seine Depressionen und Sanatoriumsaufenthalte zeigen ein schwankendes, hochgradig gefährdetes Individuum.“ Seit 1916 ließ sich Hesse von dem Psychiater Josef Bernhard Lang behandeln, der sogar sein Freund wurde – ein passender Freund, muss man feststellen: „Josef Bernhard Lang war im Grund noch labliler als Hesse, sein Privatbereich von Konflikten und Katastrophen überschattet. Langs Leben endete 1945 dort, wo er selbst als Mediziner längere Zeit gewirkt hatte: in einer psychiatrischen Klinik.“ Ulrich Weinzierl zitiert in der WELT von gestern aus einem Brief, den Hesse an Lang schrieb, wo sich der angebliche Menschenfreund Hesse offen als Menschenhasser offenbart: „Gehet hin und verrecket, und lasset auch mich ungeschoren verrecken!“