Globale Erwärmung: Eine ökonomische Begründung für…

Globale Erwärmung: Eine ökonomische Begründung für das Nichtstun
Ein sehr interessanter neuer Blog ist Galileo Blogs (via Literatrix). Vor allem fällt mir sein Beitrag zur „globalen Erwärmung“ auf. Wie sehr die Debatte um eine angebliche globale Erwärmung mittlerweile selbst relativ vernünftige Zeitgenossen in ihren Bann gezogen hat, läßt sich an einem Beitrag von Konrad Adam in die WELT ablesen. Da könnte man Herrn Adam nur den Rat geben, sich bei diesem Blogger einige intellektuelle Anregungen zu holen. Dieser stellt zunächst einmal in Frage, ob es überhaupt eine derartige Erwärmung gibt und ob sie überhaupt von Menschen gemacht wurde. Aber selbst dann, wenn wir dies unterstellen, analysiert der Blogger bei einer objektiven Betrachtung der Fakten ein „mixed bag“ hinsichtlich der Auswirkungen dieser Erwärmung: „Sowohl gute wie auch schlechte Konsequenzen könnten auftreten im Lauf der kommenden Jahrzehnte und Jahrhunderte. Natürlich setzt dies voraus, dass eine globale Erwärmung wirklich passiert und dass sie von Menschen verursacht wurde.“ Es gibt für ihn keine Rechtfertigung für ein Eingreifen des Staates: „Selbst wenn der Mensch eine globale Erwärmung durch seine industriellen Prozesse, die Kohlendioxid freisetzen, verursacht, würde uns eine Einschränkung dieser Prozesse heute enorm schaden für einen kleinen Vorteil in vielen Jahren, wenn es überhaupt einen Vorteil gibt. Keine Regierung hat das Recht, ihren Bürgern eine derartige Selbstopferung zwangsweise aufzuerlegen. Wenn die globale Erwärmung ein reales Problem ist, ist die einzige Lösung der freie menschliche Geist.“

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Sozialismus oder die Hölle auf Erden

Wir schreiben das Jahr 2007 und auf der Website eines revolutionär-marxistischen Jugendverbandes lesen wir folgendes:

Sozialismus! ist ein Begriff, der immer mehr an Anziehungskraft gewinnt. Immer mehr Leute sind offen für ihn. Nach einer Umfrage im Datenreport des Statistischen Bundesamtes im letzten Jahr stimmen 51 Prozent der Westdeutschen und 76 Prozent der Ostdeutschen der Aussage zu: »Der Sozialismus ist im Grunde eine gute Idee, die nur schlecht ausgeführt wurde«. Also heißt es – Lehren ziehen für einen neuen Kampf um den Sozialismus mit der MLPD. Auch das erste Auto fuhr nicht beim ersten Mal.

Tatsächlich ist der Sozialismus nicht schlecht in der Praxis, aber gut in der Theorie. Er ist in der Praxis schlecht, weil er in der Theorie schlecht ist. Tatsächlich ist der Test einer guten Theorie, wie sie in der Praxis, d. h. Realtität, funktioniert.

Irans Stellvertreterkrieg im Irak Die Mittelbayeri…

Irans Stellvertreterkrieg im Irak
Die Mittelbayerische Zeitung berichtet über einen Strategiewechsel der amerikanischen Truppen im Irak:

Im Kampf gegen iranische Agenten im Irak dürfen US-Soldaten offenbar auch töten. Für die US-Truppen gelte fortan der Befehl „kill or capture“ (töten oder gefangennehmen), berichtete die „Washington Post“.

Christian Beefeldt nennt es „unglaublich“ wie bisher mit den iranischen „de facto enemy combatants“ umgegangen wurde:

Bislang verfolgten die USA dem Zeitungsbericht zufolge eine weichere Strategie gegen iranische Agenten im Irak. Verdächtige wurden demnach bis zur vier Tage festgehalten, um sie einzuschüchtern, nach einer erkennungsdienstlichen Erfassung aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die neuen Maßnahmen seien zwar stärker an der Realität orientiert, schreibt Beenfeldt, aber ließe immer noch die Wurzel des Problems unberührt: Iran. Der Iran sei das für den islamischen Totalitarismus was Deutschland für den Nazismus gewesen sei – ideologisch, militärisch und politisch.

Mailers "Teufelswerk" Welcher Teufel mag Norman Ma…

Mailers „Teufelswerk“
Welcher Teufel mag Norman Mailer geritten haben, könnte man sich fragen, als er seinen neuesten Roman „The Castle in the Forest“ geschrieben hat. Es ist ein Roman über den jungen Adolf Hitler, bei dessen Zeugung der Teufel zugegen gewesen sein soll, was zugegebenermaßen schon eine gewaltige Hypothek im Leben eines Menschen sein kann, wenn dann allerdings noch eine schwere Kindheit und eine „Dreiviertel-Homosexualität“ hinzukommen … Ergebnis: Hitler wie wir ihn kennen. Immerhin hat Mailer in einem Interview mit der WELT eine launige Erkärung hinsichtlich seiner Teufelshypothese parat. Tenor: Wie kommt eine irrationale Gesellschaft dazu, mir Irrationalität vorzuwerfen. Die Eingangsfrage beantwortet Mailer auch selbst: „Beim Schreiben muss man seinem Instinkt folgen. Der Entstehungsprozess eines Romans ist nicht allein rational.

Anti-Semitismus im 19. Jahrhundert

Was politisch wirksam werden soll, muss intellektuell vorbereitet werden. Und der neuere deutsche Anti-Semitismus wurde intellektuell vorbereitet, lange bevor er politisch erfolgreich war:

Man hat für die Zeit zwischen 1815 und 1850 allein in Deutschland rund 2 500 Veröffentlichungen gezählt, die sich mit der „jüdischen Frage“ beschäftigen. (…) In der Phase der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts, als die Emanzipation der Juden in Deutschland und Österreich abgeschlossen erscheint, erhebt der Antisemitismus als politische Kraft sein Haupt, und es erweist sich die Hoffnung auf eine positive Vollendung der Emanzipation als trügerisch, bis sie dann völlig zerstört wird.

aus: Jens Malte Fischer, Vom Wunderwerk der Oper (Auszug in DIE WELT)

Notizen zum Problem Abtreibung Sascha hat ganz akt…

Notizen zum Problem Abtreibung
Sascha hat ganz aktuell auf Heroic Dreams einige Notizen zum Thema Abtreibung veröffentlicht. Sascha stellt deutlich heraus, dass ein Fötus nur ein potenzieller Menschen und deshalb keine Rechte beanspruchen kann:

Rechte haben nur aktuelle Menschen, nicht potenzielle. Was kein Mensch ist, kann auch nicht die Rechte eines Menschen in Anspruch nehmen. Es macht keinen Sinn, einem Zellklumpen, einem Gewebeauswuchs, so etwas wie politische Rechte zuzusprechen. Die Mutter hingegen ist ein aktuelles menschliches Wesen und sie hat daher selbstverständlich die vollumfänglichen Rechte eines Menschen. Der Fötus ist dagegen lediglich ein Teil ihres Körpers, und fällt daher vollumfänglich unter ihre Verfügungsgewalt. Und wenn sie nicht möchte, dass da in ihrem Unterleib ein entsprechender Gewebeauswuchs wächst, dann hat sie selbstverständlich das Recht, ihn entfernen zu lassen.

Da auf Saschas Blog keine Kommentarfunktion mehr vorgesehen ist-vermutlich wegen der intensiven Spam-Kommentare- hier eine kurze Anmerkung: Die Unterscheidung zwischen Aktualität und Potenzialität ist unter Objektivisten -fast ausnahmslos- anerkennt, allerdings stellt sich mir schon doch die Frage, ob die Potenzialität in der Tat völlig bedeutungslos ist-wenn man Saschas Kommentar folgt, scheint dies so zu sein-, schließlich ist zu konstatieren, dass hier eine potenzieller Mensch heranwächst, und kein potenzieller Frosch. Insbesondere ist zu fragen, ob die Potenzialität etwa in den letzten Wochen der Schwangerschaft eine andere Qualität hat als in den ersten Wochen. Man könnte vielleicht argumentieren, dass eine Abtreibung in den späteren Phasen der Schwangerschaft schwerwiegendere Gründe zu ihrer Rechtfertigung haben muss, also ein stärkeres moralisches Problem -nicht rechtliches Problem- aufweist. Siehe hierzu auch die Site Abortion is Pro Life. Dort wird ausgeführt, dass ein Fötus menschlich sei, da es menschliche DNA aufweise, aber da es nicht unabhängig von der Mutter existiere, könne es nicht die Rechte eines Menschen genießen. Angemerkt wird allerdings, dass gegen Ende der Schwangerschaft, wenn der Fötus physiologisch außerhalb des Mutterleibes existieren könnte und lebensfähig sei, keine Abtreibung mehr durchgeführt werden solle, sondern die Geburt eingeleitet werden sollte. Eine „libertäre“ Gegenposition siehe hier: „Das ungeborene Kind ist nicht nur ein Potenzial.“

Voltaire über die Börse

Kommen Sie in die Börse von London, einen Ort, der angesehener ist als die meisten Königshöfe. Sie finden dort Abgeordnete aller Nationen zum Nutzen der Menschheit versammelt. Dort verhandeln Juden, Moslem und Christ miteinander, als hätten sie die gleiche Religion, und sie nennen nur den einen Ungläubigen, der Bankrott macht. Dort verlässt sich der Presbyterianer auf einen Wiedertäufer, und der Anglikaner nimmt den Schuldschein des Quäkers entgegen.

Index der ökonomischen Freiheit 2007 sieht Deutsch…

Index der ökonomischen Freiheit 2007 sieht Deutschland auf Platz 19
Im 2007 Index of Economic Freedom der Heritage Foundation liegt Deutschland nach wie vor auf Platz 19. Besser platziert ist die Schweiz, schlechter Österreich. Der Standard berichtet:

Österreich belegt mit einem Indexwert von 71,3 Prozent Rang 25 (2006: 18), knapp hinter den Bahamas, aber noch vor Taiwan. Das Nachbarland Schweiz (Rang 9) hat es unter die Top 10 geschafft, der große Nachbar Deutschland belegt Rang 19.

Als „frei“ (Freiheitsgrad über 80 %) stuft der Index insgesamt sieben Länder ein:
1. Hongkong 2. Singapur 3. Australien 4. USA 5. Neuseeland 6. Großbritanien 7. Irland

Wie der Bericht feststellt, gibt einen starken Zusammenhang zwischen dem Grad an Freiheit und dem Wohlstand in einem Land. Die Moral der Freiheit führt zu entsprechenden Konsequenzen in der Praxis. Dies sollte niemanden überraschen.