Notizen zum Problem Abtreibung Sascha hat ganz akt…

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Januar 25, 2007 von wolfgang

Notizen zum Problem Abtreibung
Sascha hat ganz aktuell auf Heroic Dreams einige Notizen zum Thema Abtreibung veröffentlicht. Sascha stellt deutlich heraus, dass ein Fötus nur ein potenzieller Menschen und deshalb keine Rechte beanspruchen kann:

Rechte haben nur aktuelle Menschen, nicht potenzielle. Was kein Mensch ist, kann auch nicht die Rechte eines Menschen in Anspruch nehmen. Es macht keinen Sinn, einem Zellklumpen, einem Gewebeauswuchs, so etwas wie politische Rechte zuzusprechen. Die Mutter hingegen ist ein aktuelles menschliches Wesen und sie hat daher selbstverständlich die vollumfänglichen Rechte eines Menschen. Der Fötus ist dagegen lediglich ein Teil ihres Körpers, und fällt daher vollumfänglich unter ihre Verfügungsgewalt. Und wenn sie nicht möchte, dass da in ihrem Unterleib ein entsprechender Gewebeauswuchs wächst, dann hat sie selbstverständlich das Recht, ihn entfernen zu lassen.

Da auf Saschas Blog keine Kommentarfunktion mehr vorgesehen ist-vermutlich wegen der intensiven Spam-Kommentare- hier eine kurze Anmerkung: Die Unterscheidung zwischen Aktualität und Potenzialität ist unter Objektivisten -fast ausnahmslos- anerkennt, allerdings stellt sich mir schon doch die Frage, ob die Potenzialität in der Tat völlig bedeutungslos ist-wenn man Saschas Kommentar folgt, scheint dies so zu sein-, schließlich ist zu konstatieren, dass hier eine potenzieller Mensch heranwächst, und kein potenzieller Frosch. Insbesondere ist zu fragen, ob die Potenzialität etwa in den letzten Wochen der Schwangerschaft eine andere Qualität hat als in den ersten Wochen. Man könnte vielleicht argumentieren, dass eine Abtreibung in den späteren Phasen der Schwangerschaft schwerwiegendere Gründe zu ihrer Rechtfertigung haben muss, also ein stärkeres moralisches Problem -nicht rechtliches Problem- aufweist. Siehe hierzu auch die Site Abortion is Pro Life. Dort wird ausgeführt, dass ein Fötus menschlich sei, da es menschliche DNA aufweise, aber da es nicht unabhängig von der Mutter existiere, könne es nicht die Rechte eines Menschen genießen. Angemerkt wird allerdings, dass gegen Ende der Schwangerschaft, wenn der Fötus physiologisch außerhalb des Mutterleibes existieren könnte und lebensfähig sei, keine Abtreibung mehr durchgeführt werden solle, sondern die Geburt eingeleitet werden sollte. Eine „libertäre“ Gegenposition siehe hier: „Das ungeborene Kind ist nicht nur ein Potenzial.“

One thought on “Notizen zum Problem Abtreibung Sascha hat ganz akt…

  1. Sascha sagt:

    Was die Problematik der letzten Monate angeht, so sehe ich sie auch. Ganz bedeutungslos ist Potentialität sicherlich nicht, allerdings muss man auch sehen, dass Rechte eine wesentliche Wurzel im Vernunftvermögen haben. Und diese entwickelt sich auch beim geborenen und insofern aktuellen Menschen noch, weshalb das Kind zwar Rechte hat, diese aber noch nicht selbst wahrnehmen kann, sondern einen Vormund bekommt. Der Zellklumpen hingegen hat noch nicht einmal die biologischen Grundlagen zu einem potentiellen Vernunftvermögen. Insofern ist er noch eine Stufe weiter unten, denn er hat allenfalls das Potential dazu, ein Potential zu Vernunftvermögen zu entwickeln, wenngleich dieses Potential zum Potential im Laufe der Schwangerschaft zunehmend aktualisiert wird. Das aber nur als Anmerkung am Rande, denn ich stimme deinem Kommentar soweit zu.

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