"Der Spiegel" spricht mit David Frum Ungewöhnlich,…

„Der Spiegel“ spricht mit David Frum
Ungewöhnlich, dass der deutsche SPIEGEL einen amerikanischen Interviewpartner präsentiert, der den amerikanischen Präsidenten eher „von rechts“ kritisiert, eine Spezies, die in unseren Medien fast nicht vorkomment. Im Unterschied zu Frum könnte man allerdings die These diskutieren, ob die Bush-Administration nicht möglicherweise einen falschen Weg einschlug, und nicht nur „auf halbem Wege steckenblieb“, wie Frum es sieht. John Lewis sieht es in seinem Aufsatz „No Subsitute for Victory“ aus dem aktuellen „The Objective Standard“ nämlich genau so. Frum:

Die Geschichte der Bush-Regierung ist die einer Administration, die auf halbem Wege stecken geblieben ist. Sie wollte das Ausmaß der Probleme gar nicht wahrhaben. (…)
Der Präsident glaubte, dass die Menschen in der Region begierig darauf warteten, den Extremismus abzuschütteln. Wie sich herausstellte, war das eine viel zu rosige Annahme.

Update: Robert Bidinotto verweist auf seinem Blog auf einen Artikel von Frum im NationalReview.com, wo Frum schreibt, dass Bush niemals ein Wirtschaftsliberaler („economic individualist“) im Sinne von Reagan und Thatcher gewesen sei: „Ja, er hat Steuern gekürzt, aber im wesentlichen aus Gründen der politischen Koalitionsbildung. Der Tag wird kommen, wahrscheinlich sogar bald, an dem die amerikanische Liberals und die amerikanische Linke sich der Tatsache bewusst werden, dass …Bush innenpolitisch ‚einer von uns‘ war.“

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Neues von AS-Film Blogger Zigory kommertiert einen…

Neues von AS-Film
Blogger Zigory kommertiert einen Artikel aus der New York Times, wonach Randall Wallace an einem Drehbuch für die Atlas-Shrugged-Verfilmung arbeitet, der in einem zweistündigen Film enden soll. Es ist sicherlich nicht vorstellbar, dass in zwei Stunden der Roman in irgendeiner Weise cineastisch umgesetzt werden könnte, allenfalls als Beginn einer Trilogie.

Jack Bauer: Ein Mann aus Stahl Unsere Politiker fi…

Jack Bauer: Ein Mann aus Stahl
Unsere Politiker finden sicherlich keine Zeit sich eine Action-Serie in einem kleinen Privatsender anzusehen, denn wenn sie es täten, müßte man darauf rechnen, dass sie dieser Serie öffentliche Vorhaltungen machen würde, wie dies die kulturelle Linke tut („Rambo für Intellektuelle“). Möglicherweise tun sie es aber doch, und fühlen sogar eine gewisse Affinität zu dem Hauptdarsteller dieser Serie, was sie der breiten Öffentlichkeit aber wohlweislich vorenthalten, denn dies wäre politisch unkorrekt, denn Jack Bauer -der Held dieser Serie- verhält sich so, dass Präsident Bush im Vergleich zu ihm so militant wie ein Schülerlotse wirkt. „Wenn ich mit Ihnen fertig bin, werden Sie nicht mehr wissen, wie sie heißen“, herrscht er einen Verdächtigen an. Und es bleibt keineswegs bei Androhungen von Gewalt – er tut es auch wirklich. Dabei wirkt dieser Mann weder von der Optik noch seiner Sprache her wie ein „Rambo“. Es dürfte bisher noch keine Serie mit einem Vertreter des Rechtsstaates in der Hauptrolle gegeben haben, wo der Protagonist eine derartig höfliche Sprache an der Tag legt. „Danke“ und „bitte“ kommen in einer derartigen Regelmäßigkeit vor, dass man wirklich den Eindruck haben muss, einen ausgesprochen zivilisierten Menchen vor sich zu haben. An ihm ist nichts Neurotisches, Obszönes oder Derbes, wie es ansonsten so üblich geworden ist bei den Vertretern des Rechtes auf unseren Bildschirmen. Und er auch keineswegs ein Muskelprotz, wie ihn der neue James-Bond-Darsteller so brilliant verkörpert. Seine Höflichkeit ist allerdings ausgesprochen selektiv. Die Bösen verdienen sie nicht und sie bekommen sie auch nicht. Ein wirkt wie ein Mann aus Stahl – weil seine Prinzipien unerschütterlich sind. Wie ein Kontrastprogramm wirkt dagegen der amerikanische Präsident Logan – ewig schwankend und immer gerade der Meinung des Beraters zugeneigt, den er gerade zuletzt gesprochen hat.

Vom Glück eines Philosophen

Sascha Michel verdanken wir das Buch „Glück. Ein philosophischer Streifzug“ und die Erkenntnis, dass Aristoteles eine ganz andere Vorstellung von Glück hatte als sein Kollege Schopenhauer. Für Erstgenannten war das Leben des guten Philosohen das beste und genussreichste:

Für den Menschen ist dies das Leben gemäß dem Geiste, da ja dieses am meisten der Mensch ist. Also ist dieses Leben auch das glückseligste.

Für Schopenhauer gab es das wirkliche Glück überhaupt nicht:

Denn Glück ist für ihn nur die momentane Befreiung von Leid oder Schmerz, alles Glück ist nur negativer und eben nicht positiver Natur: „Das Leben stellt sich dar als ein fortgesetzter Betrug, im Kleinen, wie im Großen. Hat es versprochen, so hält es nicht; es sei denn, um zu zeigen, wie wenig wünschenswerth das Gewünschte war …“

Kann Barack Obama es besser? Ehrlich gesagt: Nicht…

Kann Barack Obama es besser?
Ehrlich gesagt: Nichts spricht im Moment dafür, von dem demokratischen Senator Barack Obama irgendetwas Herausragendes als Präsident der Vereinigten Staaten zu erwarten. Er mag vielleicht besser aussehen und besser reden als der Rest seiner Kollegen, aber über bessere Ideen verfügt im Moment jedenfalls noch nicht. Der Soziologe Wolf Lepenies heute über den Demokraten, der ins Rennen um die Präsidentschaft eingestiegen ist:

Ihn begeistert das Ideal der Freiheit. Und ihn schmerzt die wachsende Ungleichheit. Obama, der in Chicago eine Zeit lang als Sozialarbeiter tätig war, sieht in der Armut und im Sozialverfall der innerstädtischen scharzen Ghettos die größte Gefahr für die Zukunft Amerikas.

Das Problem: Unfreiheit darf ein Politiker niemals tolerieren. Ungleichheit muss er tolerieren.

Tracinskis Fehler bei der Darstellung der antiken …

Tracinskis Fehler bei der Darstellung der antiken Griechen
NoodleFood veröffentlicht einen längeren Aufsatz von Robert Mayhew über die Fehler in Robert Tracinskis Darstellung über das antike Griechenland. Mayhew stellt den grundlegenden Ansatz von Tracinski folgermaßen dar:

Der Zweck von Tracinskis Diskussion des antiken Griechenlands ist es, zu zeigen, dass die Philosophie -welche Meriten und Bedeutung sie auch immer haben mag- nicht die treibende Kraft der Geschichte sei.

Die Zivilisation hängt am seidenen Faden Für alle …

Die Zivilisation hängt am seidenen Faden
Für alle die, die glauben Freiheit, Kapitalismus und Individualrechte- in einem Wort, Zivilisation- stünden auf einem unerschütterlichen Fundament (ideologisch ist dies schon zutreffend, aber die Menschen müssen es auch begreifen), sei dies als Warnung mit auf den Weg gegebenen (von einem trotzkistischen Portal):

Den führenden Philosophen, bürgerlichen Kommentatoren und kapitalistischen Politikern konnte es vor noch nicht einmal 15 Jahren gar nicht schnell genug gehen, als die Bürokratien der ex-UdSSR und Osteuropas begraben wurden. Sie standen förmlich auf den Gräbern des Stalinismus und erklärten in merkwürdiger Eintracht mit den eben erst entmachteten Bürokraten, dass der Sozialismus nun für immer tot sei. Der Kapitalismus mit seinem freien Markt würde statt dessen eine neue Weltordnung errichten, die von Frieden und Wohlstand gekennzeichnet sein werde.
Doch stellen wir uns nur einmal vor, der Sozialismus wäre eine Person. – Er oder sie würde vielleicht Mark Twain heranziehen, der es in diesem Zusammenhang einmal so formulierte: „Es ging das Gerücht, dass ich ernsthaft krank sei – sie meinten aber jemand anderes. Dass ich sterben würde – es ging um jemand anderes. Dass ich tot sei – schon wieder jemand anderes.“ Die Ereignisse in Lateinamerika zeigen es: Die Gerüchte über den Tod des Sozialismus sind außerordentlich übertrieben worden!

Wie man wirklich die westlichen Soldaten unterstüt…

Wie man wirklich die westlichen Soldaten unterstützt
Ganz neu auf der Website des ARI ein Aufsatz von Alex Epstein: How to Truly Support our Troops. Epstein kritisiert Linksliberale und Konservative gleichermaßen, die unisono behaupten, sie unterstützten die amerikanischen Truppen. Eine wirkliche Unterstützung kann aber nur daraus bestehen, ihnen die richtigen Aufgaben zu geben -nämlich sie dann einzusetzen, wenn die amerikanische Freiheit auf dem Spiel steht- und ihnen während eines Krieges die Ziele und Taktiken zu geben, die den Feind so schnell wie möglich besiegen.

Nietzsche und die Nazis Eine interessante DVD, ver…

Nietzsche und die Nazis
Eine interessante DVD, verfaßt und besprochen von Stephen Hicks: Nietzsche and the Nazis (erhätlich bei amazon.com). Wenn man Fred Seddon folgt, sieht Hicks bei Nietzsche eher gemischte Prämissen. Er findet fünf Punkte, die man zitieren könnte, um Nietzsche als Anti-Nazi zu präsentieren, aber auch fünf Punkte, die dafür sprechen, dass Nietzsche ein Proto-Nazi wäre.