Ein Lob der Einkommensungleichheit

Das Thema der Einkommensungleichheit enthüllt einen der hässlichsten Aspekte der heutigen Kultur. Die Hässlichkeit entstammt nicht der Existenz der Einkommensungleichheit, sondern kommt von den Motiven derjenigen, die sie anprangern. Sie sind motiviert durch das, was Ayn Rand den „Hass auf das Gute“ nannte: wenn ihnen irgendetwas von Wert mangelt, wollen sie sicherstellen, dass niemand anderes es auch nicht hat. Einkommensungleichheit ist ein Effekt. Die Ursache ist die unterschiedliche ökonomische Produktion der Menschen. Die Einkommensungleichheit zu kritisieren ist so, als wolle man sich darüber beklagen, dass ein Computer einen höheren Preis hat eine Büroklammer. Preise reflektieren einen objektiven Marktwert – und das Geld, das jemand verdient, reflektiert den Marktwert seiner Arbeit. In einem freien, kapitalistischen System repräsentiert Einkommensungleichheit etwas Gutes.

Peter Schwartz: In Defense of Inequality

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200 Jahre Hegels "Weltgeist" Vor 200 Jahren erschi…

200 Jahre Hegels „Weltgeist
Vor 200 Jahren erschien Hegels Werk „Die Phänomenologie des Weltgeistes“: ein ziemlicher übler Mystizismus. Ayn Rand bezeichnet Hegel zusammen mit Kant als den „schlimmsten Zerstörer des Geistes, des Individualismus und der Freiheit“. Hegel-Kenner Rolf-Peter Horstmann sieht Hegel auch in der Tradition von Kant:

Es ging Hegel in erster Linie um eine Neufundierung der Philosophie Immanuel Kants. Wie die anderen Idealisten war Hegel von dessen Grundidee, nach der die Wirklichkeit durch unser Erkenntnisvermögen bedingt ist, beeindruckt, doch er meinte, dass die Sache schlecht ausgeführt habe. Hegel will Kant radikal zu Ende denken.

Aufschlussreich ist die Bemerkung von David Deißner in der heutigen WELT am Sonntag, dass Hegel zusammen mit seinem Freund Hölderin das „Frostige und Anschauungslose der Aufklärung“ ablehnte – was man seiner Philosophie natürlich anmerkt.

Ein längst überfälliges Buch Edward Cline schreibt…

Ein längst überfälliges Buch
Edward Cline schreibt über ein Buch, das längst überfällig gewesen ist: The Passion of Ayn Rand’s Critcis vom James Valliant. Cline erinnert sich daran, dass er seinerzeit, nach der Veröffentlichung von Barbara Brandens Buch, Leonard Peikoff angerufen hat und ihn bat, auf dieses Buch zu öffentlich zu reagieren und die Dinge richtig zu stellen. Wir wir wissen, ist dies leider nicht geschehen. Cline schreibt über Valliants wunderbares Buch:

Valliant’s book is a long overdue work of justice, and anyone who values Objectivism and the truth should thank him for it. Ayn Rand is the bridge between Aristotle and our future. It would be tragic if her importance were diminished without challenge by backyard fence gossip and vile dissimulation.

Wider den Klima-Klerus Ein sehr informative Sammlu…

Wider den Klima-Klerus
Ein sehr informative Sammlung von Aufsätzen zum Thema Klimawandel hat die WELTWOCHE auf ihrer Website. Besonders fiel mir der Aufsatz Wider den Klimaklerus auf:

Bis weit in die Neuzeit wurde mit Verweis auf geeignete Bibelstellen jede Katastrophe als «erschreckliches Wunderzeichen Gottes» und als dessen «Tatpredigt» gedeutet. Noch spät im 18. Jahrhundert deutete der Universalgelehrte Albrecht von Haller Überschwemmungen als «Sintfluten» und als Racheakte Gottes. Kirchen und Obrigkeit verordneten nach einem Unglück Buss- und Bettage, verboten Lustbarkeiten, zogen den Ablass ein, jagten den verängstigten Menschen noch ein schlechtes Gewissen ein und forderten die armen Teufel, die das glaubten, zur geistig-moralischen Umkehr auf.
Viel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht verändert. An die Stelle der religiösen Deutung der Unglücksfälle ist eine scheinwissenschaftliche, ideologische Interpretation der letztlich nicht ganz vermeidbaren Verhängnisse getreten. Die Zunft der Politökologen, die den Diskurs zurzeit beherrscht, arbeitet mit den exakt gleichen Mustern der Argumentation und der Instrumentalisierung wie vormals die Kirche. Als 1502 im Schweizer Mittelland Hagelkörner, so gross wie Hühnereier, fielen und im Winter drauf die Temperaturen so tief sanken, dass die Vögel erfroren vom Himmel fielen, und im Sommer 1503 eine Hitzewelle alles verdorren liess, da legten die Theologen diese Häufung von Übeln als Vorzeichen des Jüngsten Gerichts aus. Heute nutzen Ökologen die extremen Wettersequenzen als Beweis, dass die Erderwärmung solche Serien «aussergewöhnlicher Wetterlagen» bewirke: Statt eines strafenden Gottes rächt sich im modernen Aberglauben die Natur. Den Platz der drohenden biblischen Apokalypse hat der nahende Klimazusammenbruch eingenommen

Bush für "soziale Gerechtigkeit" Auf seiner Reise …

Bush für „soziale Gerechtigkeit“
Auf seiner Reise in Lateinamerika hat sich Präsident Bush als Anwalt für „soziale Gerechtigkeit“ ausgegeben (Spiegel Online):

Er versprach, sich für die Armen einzusetzen, gab sich als Grüner und sagte, er wolle für soziale Gerechtigkeit kämpfen. Sogar Südamerikas Befreiungshelden Simon Bolívar hatte er vor seiner Reise als Vorbild vereinnahmt.

Auf einer trotzkistischen Website wird Bush dafür als „Heuchler“ gebrandmarkt, aber das Konzept der „sozialen Gerechtigkeit“ wird natürlich nicht angezweifelt. Wie anders doch Yaron Brook vom Ayn Rand Institute: Er wirft Bush vor, in die Fußstapfen von Hugo Chavez zu treten:

„‚Soziale Gerechtigkeit‘ ist die Vorstellung, dass jedermann den gleichen Anteil am vorhandenen Reichtum in einer Nation verdient, gleichgültig wie produktiv er ist. Nach dieser Sichtweise besteht Gerechtigkeit aus der Wegnahme des Reichtums der Produktiven und der Übergabe an die Unproduktiven. Dieses Ideal wird propagiert und gewissenhaft in die Praxis umgesetzt von linken Diktatoren wie Chavez.