Die ungerechtfertige Inhaftierung von Jack Kevorkian

Die Basler Zeitung berichtet über die Entlassung des Arztes Jack Kevorkian aus der Haft:

Am kommenden Freitag wird im Staat Michigan der wegen zahlreicher Fälle von Sterbehilfe bekannt gewordene Mediziner Jack Kevorkian aus dem Gefängnis entlassen. Er wurde 1999 wegen Totschlags zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Er hatte einem unheilbar Kranken eine tödliche Spritze gegeben. Dessen Tod war auf Video aufgezeichnet und im Fernsehen gezeigt worden. In der Umfrage erklärten 53 Prozent, Kevorkian hätte nicht zu einer Haftstrafe verurteilt werden sollen. 40 Prozent fanden seine Inhaftierung richtig.

Thomas Bowden erklärt in einem Beitrag für das Ayn Rand Institute, dass Dr. Kevorkians Inhaftierung eine „große Ungerechtigkeit“ gewesen sei.

Der tödliche Ökologismus

Keine angenehme Sonntagslektüre, aber wichtig, für alle, die sich vom Ökologismus nicht das Hirn vernebeln lassen möchten (George Reisman). Wenn Umweltschützer davon sprechen, dass bestimmte Reduzierungen von Kohlendioxidemissionen notwendig wären, sollte es bedacht werden, was sie nicht offen aussprechen, was aber aus dem folgt, was sie wünschen: die Reduzierung von Emissionen führt zur Reduzierung von Wohlstand, schlimmstenfalls sogar zur Reduzierung von Menschen.

Der Nazismus war eine Katastrophe. Der Ökologismus hat das Potenzial, eine noch größere Katastrophe zu werden – eine weit größere Katastrophe als der Nazismus: eine, die resultiert in den Tod von Milliarden, nicht von Millionen.

Jack Reacher erreicht die Bestsellerliste Robert B…

Jack Reacher erreicht die Bestsellerliste
Robert Bidinotto kann von neuen Lee-Child-Roman (Bad Luck and Trouble) berichten, dass er demnächst die Bestsellerliste in den USA stürmen wird. Perlentaucher schreibt über Childs Protagonisten Jack Reacher:

Reacher ist ein Ex-Militärpolizist, groß, blond, stark, ein Wesen wie geschaffen für den Kampf. Keiner schießt besser als er, er kombiniert scharf, entwirft in Sekundenschnelle Kampf-Strategien und bringt jeden Gegner zur Strecke. Und zwar als Privatmann. Nach seiner Militärzeit ist er zum Helden ohne festen Wohnsitz geworden, mal hier, mal da in den USA, mal mit einem Job – etwa als Swimmingpool-Buddler -, mal ohne. Lee Child bezeichnet ihn als Update des Ritters, aber mit den japanischen Ronins, nach dem Tod ihres Herrn als Einzelgänger herumstreifenden Samurais, ist er ebenso verwandt wie mit manchem Westernhelden. Die Romane berichten stets davon, wie Reacher in etwas hineingezogen wird, wie er aus dem Nichts seiner streunenden Existenz in ein monumentales Verbrechen gerät, dem er – nie ohne Verluste – den Garaus macht, bevor er wieder ins Nichts verschwindet.

Der Selbstmord eines Kandidaten Torsten Krauel beo…

Der Selbstmord eines Kandidaten
Torsten Krauel beobachtete die Debatte der repulikanischen Präsidentschaftskandidaten und konnte über den politischen Selbstmord des Kandidaten Ron Paul berichten, dem Rudy Guiliani unter großem Beifall in die Parade fuhr:

Er verstieg sich plötzlich zu langen Ausführungen darüber, dass al-Qaida Amerika nicht wegen der Freiheiten und des christlichen Glaubens angreife, sondern weil „Amerika Hass erzeugt“. Es war ein politischer Suizidversuch auf offener Bühne, und Rudy Giuliani gab Ron Paul den Gnadenschuss. „Das ist“, rief er mit flammendem Blick, „eine erstaunliche Feststellung. Ich habe schon viele Begründungen zum 11. September gehört, aber noch nie eine dermaßen armselige!“

Der Jubel war lang und ohrenbetäubend. Paul blieb bei seiner Einschätzung. Nun sind es statt zehn Bewerber wohl morgen schon nur noch neun.

Robert Tracinski kommentiert zu dem Abgeordneten Paul, dass dieser demonstriere, worum Ayn Rand die Libertären richtigerweise die „Hippies der Rechten“ nannte. Paul gilt als Libertärer nicht nur aufgrund seiner politischen Ansichten, sondern auch deshalb, weil er 1988 als Präsidentschaftskandidat der Libertarian Party der USA auftrat. Pauls Libertarianismus besteht auch aus einer sehr rigiden Gegnerschaft gegenüber einer freien Entscheidung bei Abtreibungen: „Ich glaube ohne jeden Zweifel, dass ein Fötus menschliches Leben ist, das den Schutz des Gesetzes verdient, und dass das Recht auf Leben die Basis jeder moralischen Gesellschaft ist.“

Zwischen Kant und Aristoteles

Wolfgang Sofsky bespricht in der NZZ das Buch Lebenskunst und Moral von Otfried Höffe. Dieser versucht das Unmögliche und kann daran nur scheitern:

Höffe versucht nicht weniger, als eine originäre Position zwischen der aristotelischen Tugendlehre und einer kantianischen Pflicht- und Willensethik einzunehmen.

Nicht im Prinzip des Glücks oder des guten Willens liegt der letzte Referenzpunkt der Moral, sondern in der freiwilligen Erfüllung des moralisch Gebotenen, das einzig aus dem Grunde getan wird, weil es moralisch richtig ist.

Altruismus am Hindukusch Nach dem Tod von drei deu…

Altruismus am Hindukusch
Nach dem Tod von drei deutschen Soldaten in Afghanistan durch einen Terroranschlag kommentiert Thomas Schmid in die WELT auf eine Weise, die meinen Skepsis gegenüber diesem Militäreinsatz nur noch steigert. Schmid kritisiert Reaktionen aus dem linken Lager:

Vor allem aber: Diese angeblichen Friedensfreunde wollen hartherzig nicht zur Kenntnis nehmen, dass am Hindukusch in Gestalt der Bundeswehr genau der Friedensidealismus am Werke ist, den man links gepachtet zu haben meint.

Das Handelsblatt berichtet über den Ablauf dieses Terroranschlags. Unsere Soldaten sind keineswegs bei Kämpfen mit Taliban ums Leben gekommen, sondern bei einer absolut zivilen Tätigkeit, die den Afghanen helfen sollte…

Es ist kurz nach zehn Uhr morgens an diesem Samstag, als zehn deutsche Soldaten, ein Polizist und ein Übersetzer zum Einkaufen auf den Markt in Kundus fahren. Kühlschränke sind zu beschaffen für das deutsche Lager. Theoretisch könnte die Bundeswehr solche Dinge aus dem fernen Deutschland einfliegen. Aber man will die regionale Wirtschaft ankurbeln, Kontakt mit den Menschen suchen, für deren Schutz und politische Ordnung man sich zuständig fühlt.