Der irrationale Oskar Lafontaine

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Juli 8, 2007 von wolfgang

In der morgigen Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Originalartikel)propagiert der Vorsitzende der Partei „Die Linke“, Oskar Lafontaine, „Freiheit durch Sozialismus“. Eine solche Forderung ist weit mehr als ein einfacher Irrtum, sie ist irrational: „Irrationalität ist nicht Ignoranz – ein aufrichtiger Irrtum oder ein unschuldiger Mangel an Wissen. Es ist Evasion, die bewusste, willentliche Leugnung von Fakten.“ (Andrew Bernstein) Sehen wir uns die Fakten bezüglich des Sozialismus an, in den Worten von Professor George Reisman aus seinem Buch „Staat contra Wirtschaft“ (The Government Against the Economy) aus dem Jahr 1979 (ich zitiere nach der deutschen Ausgabe, S. 238 und 278/279)):

Sozialismus bedeutet ein Wirtschaftssystem, das auf dem Besitz der Produktionsmittel durch die Regierung basiert. Wir wollen zunächst die Mittel betrachten, um den Sozialismus zu erreichen. Zunächst einmal: Wo immer der Sozialismus tatsächlich eingeführt wurde, wie in den Ostblockländern und in Nazi-Deutschland sind gewaltsame und blutige Mittel angewendet worden, um ihn zu erreichen und/oder zu erhalten. Und zweitens: Wo sozialistische Parteien an die Macht gekommen sind, sich aber von ausgesprochener Gewaltätigkeit und von Blutvergießen ferngehalten haben, wie in Großbritannien, Israel und Schweden, haben sie nicht den Sozialismus eingeführt, sondern eine Mischwirtschaft beibehalten, ohne sie radikal oder grundsätzlich zu verändern. Was ich mit „Mischwirtschaft“ meine, ist eine Wirtschaft, die charakterisiert ist sowohl durch den privaten Besitz an Produktionsmitteln als auch durch eine ausgedehnte Liste von sozialistisch motivierten Akten der Regierungsintervention. Betrachten wird wir die Gründe für diese Tatsachen.
Selbst wenn eine sozialistische Regierung demokratisch gewählt würde, müßte ihre erste Amtshandelung bei der Durchsetzung des Sozialismus ein Akt von enormer Gewaltätigkeit sein, nämlich die Zwangsenteignung der Produktionsmittel. Die demokratische Wahl einer sozialistische Regierung würde nichts an der der Tatsache ändern, dass die Wegnahme von Eigentum gegen den Willen der Besitzer ein Akt der Gewalt ist. Die Zwangsenteignung von Eigentum auf der Basis einer demokratischen Wahl ist ungefähr so friedlich wie ein Lynchjustiz auf der Basis einer demokratischen Wahl. Sie ist eine kardinale Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Der einzige Weg, auf dem der Sozialismus in der Tat mit friedlichen Mitteln ins Dasein träte, würde über die freiwillige Stiftung des Eigentums an den sozialistischen Staat führen. Aber überlegen Sie einmal: Wenn der Sozialismus darauf warten müßte, dass die Eigentümer freiwillig ihr Eigentum dem Staat stiften, würde er mit Sicherheit ewig warten müssen. Wenn also der Sozialismus überhaupt jemals existieren soll, dann kann er nur mit Mitteln der Gewalt kommen – Gewalt, die in massivem Maßstab gegen jegliches Privateigentum gerichtet ist. Unter diesem Umständen werden sich die Eigentümer mit Sicherheit zur Wehr setzen und ihre Rechte zu verteidigen suchen – notfalls auch mit Gewalt, was man ihnen nicht verdenken kann. Kurzum, die wesentlichen Tatsachen sind die folgenden: Am Beginn des Sozialismus muss ein unerhörter Akt des Diebstahls stehen. Diejenigen, die zum Diebstahl ernsthaft entschlossen sind, müssen auch bereit sein, diejenigen die sie ausplündern wollen, umzubringen.

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