Die Erde ausbeuten oder sterben

Es ist keine Drohung. Es ist eine Tatsache. Entweder entnimmt der Mensch der Erde die Rohmaterialien, die er zum Überleben braucht, oder er stirbt. Um zu leben, muss der Mensch, die Dinge produzieren, von denen sein Leben abhängt. Er muss die Natur erobern und sie zu seinem Vorteil nutzen. Diese Tatsache kann man nicht umgehen. Sogar der „edle Wilde“ muss sammeln oder untergehen. Selbst dann, wenn eine Person gar nichts produziert, kann sie nur überleben, wenn sie indirekt die Erde ausbeutet, indem sie parasitär von den ausbeuterischen Bemühungen der Anderen lebt. Diese Tatsachen ärgern einige Leute. Dies sollte es aber nicht: Deshalb die Kampagne: „Exploit the Earth or Die™”.

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Auf der Suche nach Humanität

capmag_linkbutton.gifthomas_sowell.jpgThomas Sowell ist ein sehr feiner Beobachter von gesellschaftlichen Ereignissen, wozu kommt, dass er auch sehr plakativ schreiben kann. Sein Aufhänger ist diesmal ein Grubenunglück im US-Bundesstaat Utah. Bei der Suche nach den vermissten Bergleuten waren weitere Retter ums Leben gekommen, eine Tragödie die Sowell als vermeidbar ansieht. Aber in unseren Gesellschaften existieren ganz bestimmte Vorstellungen davon, was „human“ ist, Vorstellungen, die in der Konsequenz zu sinnlosem Leid und sinnlosem Tod führen. Sowell nennt Beispiele: -Menschen leiden und sterben, weil Organhandel verboten ist -Verurteilte Mörder werden nicht exekutiert, sondern können weitere Menschen ermorden … Was Sowell nicht schreibt, aber was durchaus wichtig wäre zu erkennen, ist die Herkunft derartiger Moralvorstellungen, die er zu Recht kritisiert: es ist die judeo-christliche Ethik.

Atlas trägt die Welt

Die Weltwoche berichtet diese Woche darüber, welche Personen es wirklich sind, die dem Staat seine finanziellen Mittel zur Verfügung stellen (müssen): 

Es ist ein Lehrstück der Unbelehrbarkeit. Economiesuisse zeigte diese Woche in einer Studie, dass der Staat auf Kosten der Wirtschaft und der Reichen lebt. Die Zwangssolidarität des Steuersystems bewirkt eine massive Umverteilung von oben nach unten, und zwar auf allen Ebenen, vom Bund über die Kantone bis zu den Gemeinden. Insgesamt finanzieren die Unternehmen und das obere Fünftel der Bevölkerung 60 Prozent der Staatsausgaben, die übrigen 80 Prozent der Privatpersonen tragen 40 Prozent bei. Eine Minderheit sorgt für die Mehrheit.

Welcher Preis für die Freiheit?

cicero0807_70x96.jpgGegen Ende eines jeden Monats -vor dem Erscheinen der aktuellen Ausgabe- stellt die Zeitschrift Cicero ihre Texte ins Netz. Bei Leon de Winters Text Der Preis der Freiheit würde man sich allerdings wünschen, dass dieser Text den Sprung von der Druckausgabe ins Internet nie geschafft hätte. Der Text wirkt so als habe der Autor dem Herausgeber einfach den ersten Entwurf geschickt -dort wo der „Primat des Unterbewusstseins gilt“, wie Ayn Rand sagt. De Winters zentrales Argument besteht aus einem Vergleich der amerikanischen Toten in Irak mit den Toten auf den amerikanischen Straßen, obwohl es selbst zugibt, dass dieser Vergleich hinkt. Wenn dieser Vergleich hinkt, warum verwendet ihn de Winter dann, und was sind die Gründe für den seiner Meinung nach unzulässigen Vergleich? Gähnende Leere. De Winter untermauert diesen äußerst abstrusen Vergleich mit pseudowissenschaftlichen Erklärungen, die an den unterschiedlichen Kinderzahlen im Westen und in islamischen Ländern bestimmte Verhaltens- und Denkweisen festmachen will. Eine hohe Kinderzahl, vor allem von Jungen, fördert nach dieser Denkweise Aggressivität, wohingegen die Ein-Kind-Familie sich dem Pazifismus hingibt. Dies wirkt wie ein fader Abklatsch von marxistischer Welterklärungsversuchen, jedenfalls etwas, was man von einem Autoren wie Leon de Winter nicht erwarten würde. In Zusammenhang mit derartigen Analysen hätte sich Leon de Winter  die Frage stellen können, wie die westlichen Nationen trotz eines gewaltigen Bevölkerungszuwachses im 19. Jahrhundert so friedlich bleiben konnten. Welchen Tipp könnte ich Leon de Winter geben, um zukünftig etwas mehr Klarheit in seine Gedanken zu bekommen? Vielleicht sollte er sich zu einem Abonnement der Harry Binswanger List entschließen, der so sehr anders als de Winter über die Vorgänge im Irak schreibt:

Wenn die arabisch-muslimischen Bevölkerungen kulturell nicht so fortschrittlich sind, dass sie die Institutionen einer freien Gesellschaft schätzen, ist das ihr Problem, nicht unseres. Es ist ein Akt der Selbstaufopferung für uns, die Leben unserer Soldaten zu verbrauchen, um sie zu schützen. Wir haben zehn Mal die Macht, die auszulöschen, die uns bedrohen. Warum setzen wir diese Macht nicht ein?

Ein Lob der Einkommens u n gleichheit

alex_epstein2.jpgcapmag_linkbutton.gif Bei all dem Lamento über die angeblichen oder tatsächlichen Folgen der Einkommensungleichheit, ist doch immer wieder erfreulich, eine Stimme der Vernunft zu vernehmen. Es ist natürlich nicht die Stimme eines deutschen Politikers, sondern die von Alex Epstein vom Ayn Rand Institute: „Einkommensungleichheit ist ein natürlicher und wünschenswerter Teíl einer freien, prosperierenden Gesellschaft.“ Dies ist so, weil die Einkommensungleichheit die Folge einer ungleichen Verteilung der Produktivität unter den Menschen ist. Rafael van der Vaart oder JK Rowling befinden sich in der Einkommenspyramide so weit oben, weil sie Dinge tun, die Menschen auf freien Märkten so unfassbar schätzen. Sie sind so sehr viel produktiver als der Durchschnitt der Menschen, und deshalb verdienen sie auch sehr viel mehr als der Durchschnitt. Und da eine freie Gesellschaft kein Nullsummenspiel ist, tun sie es auch nicht auf Kosten derer, die ihre Bücher kaufen oder die ihre Fussballkünste bewundern

Eine Frage der Ehre

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Die beste Serie im deutschen Fernsehen läuft auf dem Sender SAT 1, der sich gegenwärtig im Quotentief befindet: Eine Frage der Ehre – The Unit. Jonas Blane (Dennis Haysbert) als Chef einer fiktiven Spezialeinheit verfügt nicht nur über eine imponierende Körperfülle, sondern entscheidend ist, dass seine moralische Grundsätze dieser Massivität seiner Körpers entsprechen. Nie könnte man sich vorstellen, dass dieser Mann einen Millimeter von seine Grundsätzen abweicht. Und das Faszinierendste: Diese Grundsätze gelten für ihn keineswegs nur  lebensgefährlichen Kampfeinsätzen, sondern ebenso in ganz alltäglichen Konflikten.  Der Mensch wie er sein könnte und sein sollte.

Sendeplatz: Sat1, donnerstags, 23.10 Uhr

Wunderbare Madeleine Peyroux

41eyhs8sh8l_aa240_.jpg Das Nordwestradio ist politisch und kulturell auch nicht besser als die linken Mainstream-Medien, aber immerhin ist die Musikauswahl exquisit – eine Mischung aus Pop, Jazz und Klassik. Schon mehrfach spielte der Sender Madeleine Peyroux wunderbaren Titel You’re Gonna Make Me Lonesome When You Go. Sparsam instrumentiert, zurückhaltender, aber ein dennoch leidenschaftlicher Gesang im klassischen Jazzstil der 20er und 30er Jahre. Gestern konnte ich dann nicht widerstehen und mit ein paar Klicks bei Amazon war die Bestellung abgewickelt. Zuhause fällt mit im aktuellen Vanity Fair ein Zitat von einer jungen Religionsstudentin (voll verschleiert) an der Islamischen Universität von Gaza auf: „Ich höre keine Musik. Musik ist voll übertriebener Gefühle. Das bringt einen vom richtigen Weg ab.“ Diese junge Frau könnte wohl nicht einmal der Schönklang einer Madeleine Peyroux von ihrem Weg abbringen, ein Weg, von dem ich mir nicht vorstellen möchte, wo er enden könnte.

Die tödliche FDA

Dies ist eine äußerste bedrückende Meldung, weil sie zeigt, welche unmittelbar tödlichen Konsequenzen es haben kann, wenn man -konkret der Staat- Menschen die Freiheit nimmt, ihrem vernünftigen Urteil zu folgen (Apotheke Adhoc):

Todkranke Patienten in den USA haben nach einem Gerichtsentscheid kein verfassungsmäßiges Recht auf nicht zugelassene Arzneimittel. Zwei Interessengruppen hatten als Patientenvertreter gegen die Food and Drug Administracion (FDA), die Zulassungsbehörde in den USA, geklagt. Ihre Forderung lautete, dass Medikamente, die erste Patiententests mit 20 bis 80 Probanden erfolgreich durchlaufen hätten, auch den sterbenskranken Patienten zur Verfügung stehen sollten.

Yaron Brook vom Ayn Rand Institute hat in einer Presseerklärung dieses Urteil heftig kritisiert. Er sei unmoralisch und destruktiv, Menschen davon abzuhalten, die Medizin zu nehmen, für die sie entschieden hätten.

Tiger

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Eins haben mir meine Eltern beigebracht: Erfülle nie die Erwartungen anderer Leute. Lebe dein eigenes Leben. Das sind die Dinge, die ich mir wirklich zu Herzen nehme.  Tiger Woods, amerikanischer Golfspieler.