Ein Lob der Einkommens u n gleichheit

2

August 21, 2007 von wolfgang

alex_epstein2.jpgcapmag_linkbutton.gif Bei all dem Lamento über die angeblichen oder tatsächlichen Folgen der Einkommensungleichheit, ist doch immer wieder erfreulich, eine Stimme der Vernunft zu vernehmen. Es ist natürlich nicht die Stimme eines deutschen Politikers, sondern die von Alex Epstein vom Ayn Rand Institute: „Einkommensungleichheit ist ein natürlicher und wünschenswerter Teíl einer freien, prosperierenden Gesellschaft.“ Dies ist so, weil die Einkommensungleichheit die Folge einer ungleichen Verteilung der Produktivität unter den Menschen ist. Rafael van der Vaart oder JK Rowling befinden sich in der Einkommenspyramide so weit oben, weil sie Dinge tun, die Menschen auf freien Märkten so unfassbar schätzen. Sie sind so sehr viel produktiver als der Durchschnitt der Menschen, und deshalb verdienen sie auch sehr viel mehr als der Durchschnitt. Und da eine freie Gesellschaft kein Nullsummenspiel ist, tun sie es auch nicht auf Kosten derer, die ihre Bücher kaufen oder die ihre Fussballkünste bewundern

2 thoughts on “Ein Lob der Einkommens u n gleichheit

  1. Carlos sagt:

    Wer Plattitüden verbreitet, denkt zu kurz – und hier haben wir ein weiteres Beispiel dafür gesehen: Es geht in der Diskussion um Einkommens(un)gleichheit doch nicht um Einkommen für Arbeit, die tatsächlich in Relation zum damit erzielten Mehrwert stehen, sondern genau darum, dass bei vielen Einkommen eben nicht darstellbar ist, dass die damit bezahlte Arbeit Mehrwert geschaffen hat. Das System hoher Einkommen für Manager erinnert in seiner Struktur an Feudalsysteme, in denen der Mehrwert, der durch die Arbeit von vielen geschaffen wird, einzelnen zugute kommt.

  2. Platitüden? Der Feudalismus stellte ein etatistisches System dar, ähnelte also dem Sozialismus. Etatismus bedeutet, dass das Indivdiduum sich dem Staat unterordnen muss. In einem kapitalistischen System ist das Indidividuum autonom, es kann Entscheidungen ohne die Erlaubnis des Staates treffen. Wieso ähneln Bezahlungen von Managern in ihrer Struktur Feudalsystemen? Manager müssen ihre Einkommen über den Markt erzielen. Ihre hohe Bezahlung ist Ausdruck der Wertschätzung, die die Eigentümer ihrer Arbeit entgegenbringen. Wieso ist dies nicht „darstellbar“? Wieso ist nicht darstellbar, dass Bayern München Otmar Hitzfeld 4 Millionen im Jahr bezahlt, wo es doch durchaus tüchtige Trainer für 120 000 Euro im Jahr gäbe (etwa aus der 3. Liga). Wieso tut dieser Verein dies, wenn er doch durch einen „billigen“ Trainer so viel „sparen“ könnte? Antwort: Er tut es aus Eigeninteresse, und nicht um Hitzfeld reich zu machen. Sein Gehalt lohnt sich für den Verein. Ebenso könnte man natürlich auch ein DAX-Unternehmen durch einen Hochschulabsolventen führen lassen, es wäre sicherlich billiger als ein Top-Manager. Mit Sicherheit kann man aber davon ausgehen, dass die Aktionäre eines DAX-Unternehmens an einem derartigen Nachwuchs-Manager kein Interesse haben – aus guten Grund.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: