Für eine Liberalisierung des Drogenmarktes

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Oktober 8, 2007 von liberphiler

Restriktiven Maßnahmen und Einschnitte der individuellen Freiheit durch Politik in Fragen der Drogenpolitik sind ein Paradebeispiel für die Einfallslosigkeit, Staatsgläubigkeit und paternalistische Mentalität unserer „Führungselite“ mit politisch Inkorrektem und selbst ernannten Problemen umzugehen. Sei es aus Bequemlichkeit oder Kontrollneurosen. Aber oftmals sind diese restriktiven Maßnahmen erst der Keim einiger „Probleme“ oder bestehende Probleme werden dadurch zusätzlich nochmals verschärft. Und die Antwort der Politik: weitere Restriktionen. Ein Teufelskreislauf. Diese Schema trifft auf die Thematik Drogen zu.

Der Staat entmündigt seine Bürger durch Verbote – das Drogenverbot wird von der Politik oftmals als Präzidenzfall aufgeführt, wenn es mal wieder darum geht, irgendwelche Bürgerrechte zu beschneiden und so Bevormundung und staatliche Kontrolle zu bewirken – gegen „Drogenmissbrauch“ verantwortungsvoll und bewusst mit dem Thema Drogen umzugehen, was zur negativen Konsequenz hat, dass die Bürger den Umgang mit Drogen überhaupt nie erlernen können und sich so nie eine allgemeine und individuelle Moral über Drogenkonsum bilden kann. Die Moral entsteht nicht durch restriktiven Maßnahmen auf einem Blatt Papier, sondern in den Köpfen der Menschen, die aber am Denken über eine Moral durch Restriktionen behindert werden. So erstickt der Paternalismus die Eigenverantwortlichkeit der Bürger und einen moralischen Umgang mit Drogen, welcher die Keimzelle eines exzessiven und quantitativen Drogenmissbrauches bildet.

Dass die Restriktionen genau divergente Konsequenzen haben, dass es nicht weniger Drogenkonsumenten gibt, sondern es zu einer qualitativen und quantitativen Zunahme an Konsumenten kommt, zeigt der klägliche Versuch den Alkohol in den USA zu verbieten während der Prohibition zwischen 1919-1939. Es entstand vielleicht auch durch den „Reiz des Verbotenen“ eines sub-kulturelle Massenbewegung, in der typisch ist, dass man innerhalb dieser Massen sich nur dadurch profilieren kann, wenn man durch Exzessivität heraussticht, was zur Folge hatte, dass es zu einer unglaublichen Massendynamik gekommen war und genau zum Gegenteil der Ziele der Prohibition gekommen war, also ein Anstieg des Drogenkonsums und ein Anstieg in der Exzessivität der Konsumenten.

Ein weiteres Argument, welches permanent aufgelistet wird, wenn es um die Restriktion der Drogen geht, ist die Beschaffungskriminalität der Drogensüchtigen. Diese Beschaffungskriminalität entsteht aber erst durch das Einfuhrverbot der Drogen, das den Preis der Drogen ins unermessliche treibt und die Drogenkonsumenten dazu zwingt Beschaffungskriminalität nachzugehen, um ihren Drogenkonsum zu finanzieren.
Außerdem werden durch diese Drogengelder irgendwelche Terroristen in abgelegenen Höhlensystemen im Hindukusch finanziert in der westlichen Welt Terroranschläge zu verüben oder stationierte deutsche Soldaten in Afghanistan anzugreifen, womit sie die schäublischen Sicherheitsneurosen bedienen und Bürgerrechte beschnitten werden.

Deswegen plädiere ich für einen freien, verantwortungsbewussten, aufgeklärten und eigenverantwortlichen Umgang mit Drogen, der auf Rationalität und nicht Restriktion gründet.

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