Ein Neokon über die Sozialdemokratie

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Oktober 12, 2007 von wolfgang

Eigentlich hatte ich  Richard Herzinger bisher immer für einen Liberalen gehalten, aber wenn ich mir seinen Artikel über die Vergangenheit und Gegenwart der deutschen Sozialdemokratie ansehe, beschleicht mich mehr als ein leiser Zweifel an dieser Kategorisierung. Herzinger wirkt wie ein Neokonservativer, der noch einmal in seliger Erinnerung an seine alten Kumpels auf der Linken schwärmt, die er zwar längst verlassen hat, weil ihn die „Realität umarmt“ hat, aber mit denen er doch noch die alten wunderbar menschenfreundlichen Ziele teilt. Kein Wort darüber, dass die SPD sich immer noch nicht vom Sozialismus verabschiedet hat (entweder als Ziel oder als „ständiger Aufgabe“), ebenso kein Wort darüber, dass die SPD sich in weiten Teilen ihrer Geschichte als marxistisch verstanden hat. Der wirkliche Liberale Eugen Richter sah bereits in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts in seinem Buch „Sozialdemokratische Zukunftsbilder“ den Mauerstaat prophetisch voraus: Richard Herzinger sollte sich dieses Buch zu Gemüte führen, wenn er sich wieder anschickt, über die Sozialdemokratie zu schreiben 

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