Unterricht im Untergrund

Jahrelang existierte in Bremen eine vom Staat nicht genehmigte Grundschule, aber diejenigen die jetzt „Skandal“ schreien, sie sind es, denen jegliches Gespür, geschweige denn Wissen, darüber abgeht, was „Rechte“ für Menschen bedeuten:

Die CDU fordert nun „rückhaltlose Aufklärung“ vom SPD-Bildungssenat. „Es ist unfassbar, wie mindestens 14 Jahre lang von der Bildungsbehörde unbemerkt mehr als 200 Schülerinnen und Schüler der staatlichen Schulpflicht entzogen werden konnten“, teilte der bildungspolitische Sprecher der CDU, Claas Rohmeyer, am Freitag mit.

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Nobelpreis an Doris Lessing

Gregor Gysi freut sich über den Literaturnobelpreis an Doris Lessing, die immerhin einmal mit dem Bruder seiner Mutter verheiratet war. Ob diese Freude von Gysi der Verwandten gilt, der Schriftstellerin oder der Linken Doris Lessing – schwer zu sagen. Lessing selbst trat 1949 in die Kommunistische Partei, war allerdings nicht so verrückt, ihrem Mann in die DDR zu folgen. Den Eintritt in die KP kommentiert sie heute mit  einer erstaunlichen Leichtigkeit:

„Ach, wissen Sie, auch das war nichts Besonderes. Alle meine Freunde waren entweder Mitglieder gewesen oder wollten es werden oder trugen sich mit dem Gedanken, wieder auszutreten. Wir besaßen nicht diese moralische Inbrunst, außerdem sickerte langsam durch, was in der Sowjetunion passierte. Aber der Kommunismus hatte auch seine guten Seiten. Es gab zum Beispiel einen unglaublichen Optimismus, was die Zukunft der Menschheit anging. Nach den Jahren der Zerstörung und der Vernichtung brauchten wie diesen Optimismus sehr dringend.“

Britische Schüler sehen Al-Gore-Doku nicht mehr unkommentiert

Eine zweifellos gute Nachricht aus Großbritannien:

Al Gores Film „Eine unbequeme Wahrheit“ über den Klimawandel darf an britischen Schulen nicht unkommentiert gezeigt werden. Ein Londoner Gericht entschied am Mittwoch, die Vorführung des Films ohne einen Hinweis auf andere Sichtweisen zu dem Thema widerspreche gesetzlichen Bestimmungen, wonach im Schulunterricht nicht politisch einseitig informiert werden dürfe.

Ein Neokon über die Sozialdemokratie

Eigentlich hatte ich  Richard Herzinger bisher immer für einen Liberalen gehalten, aber wenn ich mir seinen Artikel über die Vergangenheit und Gegenwart der deutschen Sozialdemokratie ansehe, beschleicht mich mehr als ein leiser Zweifel an dieser Kategorisierung. Herzinger wirkt wie ein Neokonservativer, der noch einmal in seliger Erinnerung an seine alten Kumpels auf der Linken schwärmt, die er zwar längst verlassen hat, weil ihn die „Realität umarmt“ hat, aber mit denen er doch noch die alten wunderbar menschenfreundlichen Ziele teilt. Kein Wort darüber, dass die SPD sich immer noch nicht vom Sozialismus verabschiedet hat (entweder als Ziel oder als „ständiger Aufgabe“), ebenso kein Wort darüber, dass die SPD sich in weiten Teilen ihrer Geschichte als marxistisch verstanden hat. Der wirkliche Liberale Eugen Richter sah bereits in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts in seinem Buch „Sozialdemokratische Zukunftsbilder“ den Mauerstaat prophetisch voraus: Richard Herzinger sollte sich dieses Buch zu Gemüte führen, wenn er sich wieder anschickt, über die Sozialdemokratie zu schreiben 

Die historische Bedeutung von „Atlas Shrugged“

Vor genau 50 Jahren erschien Ayn Rands Roman Atlas Shrugged. In Deutschland ist der Roman trotz einer deutschen Übersetzung nahezu unbekannt geblieben, aber in Amerika sind die Verkaufszahlen auch nach fünf Jahrzehnten immer noch beeindruckend: die Paperbackausgabe steht auf Platz 213 der Verkaufsliste von Amazon! Wer etwas mehr über die historische Bedeutung dieses Romans wissen möchte, der findet interessante Informationen in einem längerern Artikel von Robert Tracinski.

Für eine Liberalisierung des Drogenmarktes

Restriktiven Maßnahmen und Einschnitte der individuellen Freiheit durch Politik in Fragen der Drogenpolitik sind ein Paradebeispiel für die Einfallslosigkeit, Staatsgläubigkeit und paternalistische Mentalität unserer „Führungselite“ mit politisch Inkorrektem und selbst ernannten Problemen umzugehen. Sei es aus Bequemlichkeit oder Kontrollneurosen. Aber oftmals sind diese restriktiven Maßnahmen erst der Keim einiger „Probleme“ oder bestehende Probleme werden dadurch zusätzlich nochmals verschärft. Und die Antwort der Politik: weitere Restriktionen. Ein Teufelskreislauf. Diese Schema trifft auf die Thematik Drogen zu.

Der Staat entmündigt seine Bürger durch Verbote – das Drogenverbot wird von der Politik oftmals als Präzidenzfall aufgeführt, wenn es mal wieder darum geht, irgendwelche Bürgerrechte zu beschneiden und so Bevormundung und staatliche Kontrolle zu bewirken – gegen „Drogenmissbrauch“ verantwortungsvoll und bewusst mit dem Thema Drogen umzugehen, was zur negativen Konsequenz hat, dass die Bürger den Umgang mit Drogen überhaupt nie erlernen können und sich so nie eine allgemeine und individuelle Moral über Drogenkonsum bilden kann. Die Moral entsteht nicht durch restriktiven Maßnahmen auf einem Blatt Papier, sondern in den Köpfen der Menschen, die aber am Denken über eine Moral durch Restriktionen behindert werden. So erstickt der Paternalismus die Eigenverantwortlichkeit der Bürger und einen moralischen Umgang mit Drogen, welcher die Keimzelle eines exzessiven und quantitativen Drogenmissbrauches bildet.

Dass die Restriktionen genau divergente Konsequenzen haben, dass es nicht weniger Drogenkonsumenten gibt, sondern es zu einer qualitativen und quantitativen Zunahme an Konsumenten kommt, zeigt der klägliche Versuch den Alkohol in den USA zu verbieten während der Prohibition zwischen 1919-1939. Es entstand vielleicht auch durch den „Reiz des Verbotenen“ eines sub-kulturelle Massenbewegung, in der typisch ist, dass man innerhalb dieser Massen sich nur dadurch profilieren kann, wenn man durch Exzessivität heraussticht, was zur Folge hatte, dass es zu einer unglaublichen Massendynamik gekommen war und genau zum Gegenteil der Ziele der Prohibition gekommen war, also ein Anstieg des Drogenkonsums und ein Anstieg in der Exzessivität der Konsumenten.

Ein weiteres Argument, welches permanent aufgelistet wird, wenn es um die Restriktion der Drogen geht, ist die Beschaffungskriminalität der Drogensüchtigen. Diese Beschaffungskriminalität entsteht aber erst durch das Einfuhrverbot der Drogen, das den Preis der Drogen ins unermessliche treibt und die Drogenkonsumenten dazu zwingt Beschaffungskriminalität nachzugehen, um ihren Drogenkonsum zu finanzieren.
Außerdem werden durch diese Drogengelder irgendwelche Terroristen in abgelegenen Höhlensystemen im Hindukusch finanziert in der westlichen Welt Terroranschläge zu verüben oder stationierte deutsche Soldaten in Afghanistan anzugreifen, womit sie die schäublischen Sicherheitsneurosen bedienen und Bürgerrechte beschnitten werden.

Deswegen plädiere ich für einen freien, verantwortungsbewussten, aufgeklärten und eigenverantwortlichen Umgang mit Drogen, der auf Rationalität und nicht Restriktion gründet.