Ein Kind zu haben ist schlecht für die Umwelt

Anne Haight berichtet auf ihrem Blog über eine Frau aus Großbritannien, die vor 10 Jahren eine Abtreibung durchführen und sich später sterilisieren ließ – um die Umwelt zu schützen:

Kinder zu haben, ist selbstsüchtig.

Diese Frau nimmt ihre Ideen wirklich ernst, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad, denn wenn sie sie wirklich ernst nehmen würde, wäre der Freitod die einzig sinnvolle Option.

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Oswald Metzgers Abschied von den Grünen

Ein „überzeugter Marktwirtschaftler“, wie er sich selbst nennt, verläßt die GRÜNEN: Oswald Metzger, Landtagsabgeordneter. Auf seinem Blog nennt er die Gründe für seinen Ausstieg, der sicherlich überfällig war. Metzger wird in Zukunft entweder in der FDP oder der CDU politisch wirken, wo er sich sicherlich heimisch fühlen wird, da er sich -neben der Marktwirtschaft- am „Gemeinwohl“ und am „ökologischen Imperativ“ orientiert. Auf einen Politiker, der so etwas wie „Gemeinwohl“ als unobjektiv ablehnt und nur dafür kämpft, dass jeder Bürger seinen Egoismus auch leben kann, müssen wir wohl noch warten.

Petra Kelly und ihr Mörder

Petra Kelly, die Mitbegründerin der Grünen und ehemalige Bundestagsabgeordnete, wäre am 29. November 60 Jahre alt geworden. Sie starb am 19. Oktober 1992 durch eine Kugel ihres Lebensgefährten, ebenfalls ein bekannter Grüner. Renate Künast, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 – Die Grünen, erinnert in der Zeitschrift Vanity Fair an Petra Kelly:

Bei der Gedenkfeier der Grünen in der Bonner Beethovenhalle standen auf der Bühne neben vielen Blumen zwei große Schwarz-Weiß-Fotos, sowohl von Petra Kelly als auch von Gert Bastian. Dem ehemaligen Bundeswehrgeneral, Petras großer Liebe, der erst sie und dann sich erschossen hatte. Sie waren nicht zu trennen.

Sollte man nicht sagen, dass Gert Bastian seine Lebensgefährtin ermordete und dann sich selbst erschoss? Und ist es nicht geschmackslos, bei einer Gedenkveranstaltung das Fotos eines Mörders neben dem seines Opfers zu stellen – vorausgesetzt, dass die Tatsachen bekannt sind? Petra Kelly soll, schreibt Frau Künast, gegenüber ihren Ideen sehr loyal gewesen sein. Dies mag so gewesen sein, aber bedauerlicherweise waren es die Ideen von Frau Kelly und auch der heutigen Grünen, die so sehr problematisch waren und noch sind. Ein Zitat der Grünen von heute, von dem die Fraktionsvorsitzende annimmt, dass Petra Kelly es auch hätte sagen können, zeigt dies nur zu deutlich. Aus Unternehmen, die unsere Wohnungen mit Wärme und Strom versorgen, werden Aggressoren:

Die Energieversorger gerieren sich wie Besatzungsmächte in diesem Land, und diese Struktur muss weg.

Vaclav Klaus: „Ich glaube an den Markt“

Der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus ist ein ungewöhnlicher Politiker, jedenfalls für europäische Verhältnisse (in Amerika würde er vermutlich weniger auffallen). Was ungewöhnlich an ihm ist: Er tritt relativ prinzipienfest für die Freiheit des Menschen ein, was sich auch an seinen Stellungnahmen zum sog. „Klimawandel“ zeigt. Die Wirtschaftswoche führte ein Interview mit ihm.

Der Terror und die Französische Revolution

Richard Herzinger versucht die Aufklärung zu verteidigen, was an sich ein lobenswertes Unternehmen ist, aber bei ihm dazu führt, dass Zweifel an den Ideen der Aufklärung zurückbleiben:

Die Suche nach den Ursprüngen totalitären Denkens führt zu säkularen wie religiösen, modernen wie antimodernen, revolutionären wie gegenrevolutionären Quellen. Die Grenzlinie zwischen Beiträgen zu humanem Fortschritt und zur Verbreitung irrationaler Vorurteile verläuft quer durch historische Denkströmungen, ja oft quer durch die Lehren einzelner Denker. Weder der Glaube an Gott noch an wissenschaftliche Rationalität bietet eine Garantie gegen schreckliche gedankliche Irrtümer, die vernichtender Gewalt Vorschub leisten..

Der Historiker John Ridpath hingegen vergleicht die Amerikanische und Französische Revolution und kommt zu dem Ergebnis, dass die letztgenannte Revolution ein Resultat von „anti-Enlightenment ideas“ war.

Tödliches Abtreibungsverbot

Diana Hsieh macht mich auf einen bestürzenden Vorgang in Nicaragua aufmerksam, zudem auch Indymedia einige Informationen liefert:

Trotz zahlreicher Proteste beschloss die nicaraguanische Nationalversammlung am 26. Oktober 2007 eine Änderung im Strafgesetzbuch, welche weitreichende Folgen für das Leben und die Gesundheit der Frau in Nicaragua hat. Bis dato war durch den Artikel 165 ein straffreier Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation (aborto terapéutico) seit über 100 Jahren fest im Strafgesetzbuch verankert. Die Folge der Änderung dieses Artikels ist, dass ein Schwangerschaftsabbruch nun – unter Androhung von vier bis acht Jahren Haft, sowohl für ÄrztInnen als auch für Schwangere – generell verboten ist. Die Strafbarkeit führte innerhalb kürzester Zeit zum Tode von drei Frauen, denen trotz Schwangerschaftskomplikationen die medizinische Behandlung untersagt wurde. Nicht mitgezählt sind hier alle Frauen, die sich nicht ins Krankenhaus gewagt hatten, aus Angst, sie könnten aufgrund von Komplikationen den Fötus verlieren und sich damit strafbar machen.

Chavez wütet

Bei iberoamerikanischen Gipfel in Chile ereignet hat Venezuelas Staatspräsident Chavez eine ganz und gar undiplomatische Reaktion des spanischen Königs ausgelöst, der ihn anfuhr, doch endlich „die Klappe zu halten“. Chavez hatte vorher den ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Aznar wiederholt als Faschisten bezeichnet:

Faschisten sind nicht menschlich. Eine Schlange ist menschlicher.

 Auch der aktuelle Ministerpräsident Spaniens übte Kritik:

Der sozialistische spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero rief Chavez in seiner Entgegnung auf, seine Worte doch sorgfältiger und diplomatischer zu wählen und die Führer anderer Staaten ungeachtet ihrer politischen Ansichten zu respektieren. Aznar sei ein legitimer Vertreter des spanischen Volkes gewesen, sagte Zapatero unter dem Beifall der Anwesenden.

Beide Reaktionen, besonders die von Zapatero, können nicht überzeugen, weil sie nicht auf das Wesen der politischen Herrschaft von Chavez Bezug nehmen. Faschisten sind in der Tat unmenschlich, wie Chavez bemerkt, eben weil sie auf den Rechten von Menschen herumtrampeln – dem Recht auf Leben, auf Eigentum, auf Freiheit. Chavez wandelt auf ihren Pfaden.

John Coleman: „Globale Erwärmung ist Schwindel“

Die slowakische Zeitung SME berichtet über Äußerungen von John Coleman, dem Gründer des Weather Channel, über das Thema „globale Erwärmung“, die offenbar politisch so unkorrekt sind, dass deutsche Medien darüber nicht berichten möchten, jedenfalls gibt es dazu bei Google News keine Treffer. Coleman hatte die These von der „globalen Erwärmung als „Schwindel“ bezeichnet:

Es ist der größte Schwindel in der Geschichte. Ich bin erstaunt, erschrocken und äußerst verletzt dadurch. Globale Erwärmung…Es ist ein SCHWINDEL.

PS: Ein Leser macht mich auf diesen Artikel aufmerksam, der den Coleman-Artikel ausgegraben hatte, und auch noch auf weitere Artikel zum Thema verweist.

Übermaus und Übermensch

In einem amerikanischen Labor hat eine Supermaus das Licht der Welt erblickt – langlebig, ausdauernd und sexuell hochaktiv. Professor Richard Hanson von der Case Western Reserve University über diese Prachtburschen:

Unglaublich, was in den Käfigen los ist, wie Popcorn hüpfen die Mäuse Tag und Nacht auf und ab.

Die Frage nach dem „Was wäre wenn“, d. h. der Übertragbarkeit auf den Menschen ist natürlich unvermeidlich, denn welche 80jährige wäre nicht froh, über die körperliche Leistungsfähigkeit eines 20jährigen zu verfügen. Doch die Beschreibung der Mäuse läßt eher eine andere Vision aufkommen, nämlich den eines hyperaktiven, sexbessenen Vielfraßes. Welcher Mensch will das? Die Maus dürfte damit in den Bereich ihres natürlichen Optimums vorgestoßen sein, das rationale Wesen, das wir Mensch nennen, nicht.