Wo Bill Gates Unrecht hat

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Januar 30, 2008 von wolfgang

Bill Gates hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos zum einem „kreativen Kapitalismus“ aufgerufen:

Wir können die Welt verbessern, indem wir das innovative Element einbringen“, sagte Gates. Derzeit gingen die Armen leer aus, wenn es um die Vorzüge der globalen Wirtschaft gehe. Deswegen müssten Mittel und Wege gefunden werden, „damit der Kapitalismus auch den Ärmeren zu Gute kommt“, sagte Gates, der sich selbst als „ungeduldigen Optimisten“ bezeichnete.

Was genau sich Gates unter einem „kreativen Kapitalismus“ vorstellt, bleibt unklar, da er aber auf der anderen Seite einen „puren Kapitalismus“ ablehnt, scheint es doch wohl wieder nur um irgendeine Form von Transferleistungen für die Armen der Welt zu gehen. Diese würden allerdings vom „puren Kapitalismus“ schon profitieren, wenn er denn bei ihnen auch ankommen würde. Gates täte gut daran, für die Etablierung eines Kapitalismus zu kämpfen, dort wo er nicht oder nicht ausreichend genug existiert.

Presseerklärung des Ayn Rand Institute zu Bill Gates

Eintrag von Kendall J. „Bill Gates – Apologist for the Welfare State“ Der Blogger wirft Gates vor, dass er den Kapitalismus nur als ökonomisches System begreifen würde, und nicht als politisches System, dass die Individualrechte schützt. Außerdem mache Gates den fundamentalen Fehler des Altruismus.

One thought on “Wo Bill Gates Unrecht hat

  1. Barbarossa sagt:

    Es ist wenig verwunderlich, daß Gates sich gegen einen „puren Kapitalismus“ ausspricht, schließlich ist gerade Microsoft großer Nutznieser staatlicher Eingriffe in das Wirtschaftsleben.
    Auch wenn Microsoft vielleicht derzeit einige Schwierigkeiten mit den Kartellbehörden hat, so wäre der Erfolg der Software-Schmiede mit einem liberaleren Patentrecht deutlich geschmälert.
    Vielleicht ist gerade auch das der Grund, warum Gates sich eher für Transfers stark macht, als für Freihandel, da ihm eine freie Software-Schmiede in einem Entwicklungsland gefährlicher werden kann, als ein paar zusätzliche Abgaben, die ohnehin auf alle Steuerzahler verteilt würden.

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