Bloss nicht McCain

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Februar 6, 2008 von wolfgang

Der Super-Dienstag in den USA ist vorbei und John McCain marschiert in Riesenschritten auf die Präsidentschaftskandidatur der Republikanischen Partei zu. Robert Bidinotto warnt in einem lesenswerten Beitrag noch einmal eindringlich vor diesem Kandidaten, der -nach dem „mitfühlenden Konservatismus“ von George W. Bush- ein „weiteres ideologisches Desaster für die Partei, und die Nation“ bedeuten würde. Aller Voraussicht steht uns eine Wahlentscheidung bevor zwischen einem „Tweedledee liberal progressivism“ und einem „Tweedledum conservative progressivism“. Für die letztgenannte etatistische Variante steht John McCain und sein Sieg wäre ein schwerer Schlag für alle individualistischen Kräfte in der Republikanischen Partei.

Alan Reynolds schreibt auf dem Blog Cato at Liberty, dass Mc Cain eine Reinkarnation von „Ike“ (Ex-Präsident Dwight w. Eisenhower) sei: „Es sieht große nationale Ehre in der Aufopferung (des Steuerzahlers), in einem staatlichen Zwangsdienst etc.“

6 thoughts on “Bloss nicht McCain

  1. Barbarossa sagt:

    McCain ist sicherlich kein Traumkandidat – aber m.E. das kleinste verfügbare Übel.
    Clinton? Sozialismus im Gesundheitswesen und der Rest könnte auch von Kurt Beck stammen.
    Obama? Charisma, keine Erfahrung, in außenpolitischen Fragen keine Ahnung und innenpolitisch wie Clinton, nur etwas weniger konkret.

  2. Linux sagt:

    Was interessieren mich als Deutscher die US-Vorwahlen?

    Was interessiert mich, ob die oder der in irgend einem weit entfernten ausländischen Bundesstaat gewonnen oder verloren haben?

    Jeden Tag wird im Radio / TV und Internet über diesen uninteressanten Käse berichtet. Es währe besser, die deutschen Medien würden ähnlich intensiv über inländische Themen berichten, die uns wirklich und direkt betreffen!

    Vorratsdatenspeicherung, Lebenslange Steuernummer, Zentrall geführte Einwohnermeldedaten und der sonstige Überwachungsstaatsaperat der aufgebaut wird. Das ist berichtenswert und nicht, ob Frau Clinton mit einem Umschnalldildo die Vorwahlen in Las Vegas gewonnen hat.

  3. Rainer sagt:

    vorab. ich kenne die us-innenpolitik nur skizzenhaft aus den gängigen zeitungen. aber ich habe schon den eindruck, dass republikaner tendenziell für freihandel einstehen.
    demokraten tendieren eher zu protektionistischen maßnahmen.
    was ich aber auch gelesen habe ist, dass mccain nicht sonderlich firm in ökonomischen fragen ist.

    ich versteh jetzt auch nicht, dass die heckenschützen der republikanischen partei auf john mccain zielen. anstatt vielmehr die verfehlungen von mr. bush zu erwähnen. meint ihr mccains nominierung ist noch zu verhindern?

  4. Zu LInux: Ich denke schon, dass die Wahl eines amerikanischen Präsidenten nicht zu vergleichen ist mit etwa dem „Superbowl“ – letzteres Ereignis könnte man wirklich ungestraft ignorieren. Amerika ist nun einmal die führende Macht des Westens und der Job des Präsidenten das wichtigste politische Amt in diesem Land. Alleine die Außenpolitik des Präsidenten hätte direkten Einfluss auf Deutschland. Bei McCain wundert mich die freundliche Berichterstattung der deutschen Presse, wenn man diese einmal mit der Haltung gegenüber Präsident Bush vergleicht. McCain ist leider ein ausgemachter Anti-Individualist, der sich an „nationaler Größe“ als entscheidendem Bezugspunkt orientiert. Damit ist er eigentlich ein typischer Neokonservativer. Seine Nominierung erscheint mir fast sicher, wobei man allerdings noch vermuten muss, dass Huckabee auf eine VIzepräsidentschaft zumarschiert, was wirklich eine wirklich scheußliche Kombination wäre. Die Frage ist natürlich, ob McCain gewinnen kann. Die Demokraten konnten jedenfalls ihre Anhänger viel stärker motivieren als die Republikaner, und bei Obama spricht man sogar von einer „Bewegung“.

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