Stammzellenforschung ist moralisch

Aus einem Kommentar vom Science Blogs zur Stammzellenforschung:

Ethik wägt nach vernunftbestimmten Kriterien ab, und einer befruchteten Eizelle die volle Menschenwürde zu zu billigen ist nicht vernünftig.

Einverstanden!

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Eine lebende Lüge

Sollte Barack Obama Präsidentschaftskandidat der Demokraten werden, würde er die Stimme von Thomas Sowell definitiv nicht bekommen:

Es ist verständlich, wenn junge Leute so angezogen werden von Obama. Jugend ist ein anderes Wort für Unerfahrenheit, und Erfahrung ist das, was man im Umgang mit geschickten und charismatischen Demagogen am nötigsten braucht. Jene von uns, die alt genug sind, um  diesen Typus in all den Jahren immer wieder gesehen haben,  können ihn nicht länger anregend finden. Für sie ist er stattdessen so ermüdend wie gefährlich.

Neocons, die Sozialdemokraten der Rechten

Hannes Stein gefällt Ann Coulter sicherlich deutlich besser als Michael Moore – und dies nicht nur optisch. In seinem Artikel fällt mir allerdings eine Beschreibung der amerikanischen Neokonservativen auf, die nur eine halbe Wahrheit zum Ausdruck bringt:

Sie gehört nicht zu den „neocons“, den verfemten amerikanischen Neokonservativen – die ja im Grunde (und wenn man genauer hinschaut) innenpolitisch eher Sozialdemokraten, außenpolitisch aber kämpferische Liberale sind.

Stein scheint davon auszugehen, dass zwischen den innen- und außenpolitischen Ansichten der Neocons eine grundlegende Differenz besteht. Dies möchte ich bezweifeln. Altruistische Prämissen beherrschen das neokonservative Denken durchaus sowohl in den Innen- wie in der Außenpolitik. Außenpolitisch ist die neokonservative Richtung kein neues Phänomen, sondern ist bekannt unter den Begriffen „Liberaler Internationlismus“ oder „Wilsonianismus“ -einige Neokonservative sprechen von ihrer Schule als einem „harten Wilsonianismus“-, wenn sich auch die jeweiligen Methoden unterscheiden, denn Neokonservative sprechen offen aus, dass sie für ihre ambitionierten außenpolitischen Ziele auch Gewalt einsetzen wollen.

Literatur: Yaron Brook und Alex Epstein: Neoconservative Foreign Policy: An Autopsy (vollständiger Text nur für Abonnenten)

Leben und Steuern

Deutschland, das Land der Steuern? Nun ja, Amerika scheint es dieser Hinsicht nicht wirklich besser zu haben. Yaron Brook über „Leben und Steuern“ im Forbes Magazine:

Die Aufgabe der Regierung ist es nicht, Ihnen Werte zu diktieren, sondern sie beschützen. In einem freien Land wählen Sie Werte und setzen dann Ihr eigenes Geld als Mittel zur Erreichung dieser Werte ein.

Antikapitalistische Hetze in Schulbüchern

Gary Merrett,  Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung, hat in der WELT einen Text (die komplette Studie hier ) über die leider weit verbreitet antikapitalistische Propaganda in deutschen Schulbüchern veröffentlicht (Gibt es eigentlich auch bessere Schulbücher, möchte man fragen.) Mir gefällt folgende (gar nicht so libertäre) Formulierung  – wobei man allerdings davon ausgehen kann, dass Irrtümer („unabsichtlich“) eher das geringste Problem sind:

Kindern falsche Vorstellungen über die Marktwirtschaft zu vermitteln, ist eine Sache. Wenn dies unabsichtlich getan wird, ist es verantwortungslos. Wenn es bewusst getan wird, ist es unmoralisch.

 

Nur eine Seite lag richtig …

Dieses Streitgespräch  ("Beide Seiten von Hass geleitet") zwischen dem Schriftsteller Peter Schneider, einem Protagonisten der linken Studentenbewegung der 60er Jahre, und Ernst Cramer, damals in der Verlagsleidung des Hauses Springer tätigt, macht ärgerlich – nicht so sehr wegen der deutlichen Unbelehrbarkeit eines Peter Schneider, sondern vor allem wegen der Nachgiebigkeit und dem Verständnis für die Gegenseite von Ernst Cramer. Die Zeitungen des Springer-Verlages hatten seiner Recht mit ihren deutlichen Warnungen vor der Studentenbewegung ("rote SA"), die unter anderem durch Rudi Dutschke vertreten wurde. Es bedarf im nachhinein keinerlei Entschuldigung für eine Berichterstattung, die von Sorge vor einem totalitären Rückfall der Bundesrepublik Deutschland getragen war. Auch war Rudi Dutschke keine positive Figur, weil er "irgendwie" die DDR ebenfalls nicht mochte und Opfer einer schweren Straftat wurde, was man sicherlich bedauern muß, aber nichts an der Einschätzung dieser Figur der Studentenbewegung zu ändern vermag. Und vor allem verdient es dieser Mann nicht, dass Straßen in Deutschland oder sonstwo nach ihm benannt werden. All dies hätte Cramer mit einer absoluten moralischen Gewissheit sagen müssen … er tut es nicht.   

David Mamet ist kein Linker mehr

Schade, die WELTWOCHE veröffentlicht David Mamets Bekenntnis, dass er kein Linker mehr sei, aber leider bleibt der komplette Text den Abonnenten vorbehalten- so bleibt uns nur das englische Original:

Als Kind der Sechziger akzeptierte ich den Glaubensartikel, dass der Staat korrupt ist, alle Unternehmer Ausbeuter sind und der Mensch prinzipiell gut ist. Mit den Jahren setzten sich diese Thesen als realitätsfremde Vorurteile fest. Woher ich das weiss? Meine Frau hat es mir gesagt.

As a child of the ’60s, I accepted as an article of faith that government is corrupt, that business is exploitative, and that people are generally good at heart.

These cherished precepts had, over the years, become ingrained as increasingly impracticable prejudices. Why do I say impracticable? Because although I still held these beliefs, I no longer applied them in my life. How do I know? My wife informed me.