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April 7, 2008 von wolfgang

Dieses Streitgespräch  ("Beide Seiten von Hass geleitet") zwischen dem Schriftsteller Peter Schneider, einem Protagonisten der linken Studentenbewegung der 60er Jahre, und Ernst Cramer, damals in der Verlagsleidung des Hauses Springer tätigt, macht ärgerlich – nicht so sehr wegen der deutlichen Unbelehrbarkeit eines Peter Schneider, sondern vor allem wegen der Nachgiebigkeit und dem Verständnis für die Gegenseite von Ernst Cramer. Die Zeitungen des Springer-Verlages hatten seiner Recht mit ihren deutlichen Warnungen vor der Studentenbewegung ("rote SA"), die unter anderem durch Rudi Dutschke vertreten wurde. Es bedarf im nachhinein keinerlei Entschuldigung für eine Berichterstattung, die von Sorge vor einem totalitären Rückfall der Bundesrepublik Deutschland getragen war. Auch war Rudi Dutschke keine positive Figur, weil er "irgendwie" die DDR ebenfalls nicht mochte und Opfer einer schweren Straftat wurde, was man sicherlich bedauern muß, aber nichts an der Einschätzung dieser Figur der Studentenbewegung zu ändern vermag. Und vor allem verdient es dieser Mann nicht, dass Straßen in Deutschland oder sonstwo nach ihm benannt werden. All dies hätte Cramer mit einer absoluten moralischen Gewissheit sagen müssen … er tut es nicht.   

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