Sarkozy als Etatist ohne Maske

1

Oktober 7, 2008 von wolfgang

In der Finanzkrise mutiert Nicolas Sarkozy zum Etatisten …, nein, Etatist war der französische Präsident auch schon vor der Krise, nur so offen hat er diesen Etatismus nie gezeigt:

In Frankreich ist es Präsident Nicolas Sarkozy persönlich, der sich, wenigstens rhetorisch, zum Etatisten erklärt. «Mit dem Laisser-faire ist Schluss. Der Markt, der immer recht habe – das ist eine verrückte Idee», deklamierte der bürgerliche Staatschef vergangene Woche in einer Brandrede. (WELTWOCHE)

Was Sarkozy gemeint haben könnte, wäre ein Ende der Idee eines Laisser-faire, dessen Ende er herbeiwünschen könnte, aber ein Ende von Laisser-faire in der Welt des realen Kapitalismus kann es nicht geben, weil nur das zum Ende kommen kann, was auch einen Anfang hat, und diese Art von Kapitalismus hat es nie gegebenen, auch nicht in den USA.

Advertisements

Ein Kommentar zu “Sarkozy als Etatist ohne Maske

  1. Max sagt:

    Na ja. In den Bereichen, die die Wahlkampfspender wichtig fanden, (Trennung von Investment- und normalen Geschäftsbanken etc), gab es schon Laisser-faire. Aber eben nur da. Leider waren das aber oft Bereiche, in denen Laisser-faire gerade nicht uneingeschränkt sinnvoll ist.

    So gesehen prügelt die Öffentlichkeit auf einer Frankenstein-Version des Marktliberalismus herum. Aber das haben wohl weder die Befürworter noch die Gegner verstanden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: