Sinn über die Krise

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Oktober 15, 2008 von wolfgang

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sprach mit dem Ökonomen Hans-Werner Sinn über die Finanzkrise:

Die Finanzkrise basiert nicht auf einem grundsätzlichen Fehler des Kapitalismus, sagt Hans-Werner Sinn, sondern auf einer falschen Regulierung des amerikanischen Finanzsystems.

Könnte es nicht sein, dass es gar keine „richtige“ Regulierung des Finanzsystems gibt und dass deshalb die Krise Folge der Regulierung an sich war? Sinn deutet dies durchaus an:

In Amerika sind Häuslebauer und Investmentbanken zu Spielern geworden. Sie haben viel zu viel Risiko gesucht. Das Problem war, dass jeder – ob Putzfrau oder Taxifahrer – ein Haus kaufen sollte. Und die Bank hat es zu 100 Prozent finanziert. Die Haftung war auf das Haus beschränkt und erstreckte sich nicht wie in Deutschland auf das sonstige Vermögen und das Arbeitseinkommen. Wer ein Haus per Kredit kaufte, konnte nur gewinnen, aber nicht verlieren. Das hat ein Übermaß an Wagemut, ein Übermaß an Zahlungsbereitschaft für Häuser und ein Übermaß an Konsum erzeugt. Banken haben ebenfalls zu wagemutig agiert, weil sie mit zu wenig Eigenkapital operieren durften.

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