Der Weg in den Faschismus

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Oktober 17, 2008 von wolfgang

Spiegel Online berichtet über ein neues „Rettungspaket“ von US-Finanzminister Paulson, der mit 250 Milliarden $ bei neun Banken einsteigen will. Der Kauf von Anteilen und Aktien der Finanzinstitute sei „eine wesentliche, kurzfristige Maßnahme“ zur Stabilisierung der Märkte. Später könnten die Banken die Staatsanteile wieder zurückerwerben. Wie allerdings die New York Times berichtet, war der Vorschlag des Finanzministers nicht unbedingt einer, den man ablehnen konnte („It was a take it or take it offer.“) Yaron Brook vom Ayn Rand Institute spricht in einer Presseerklärung vom „Weg in den Faschismus„:

Die Paulson-Erpressung ist die letzte in einer maschinengewehrartigen Serie von staatlichen Rettungspaketen und Interventionen in den letzten Monaten. Unsere führenden Politiker behaupten, dass diese praktische Übernahme der Märkte ökonomisch notwendig sei. Aber es war die staatliche Kontrolle der Finanzmärkte, die diese finanzielle Kernschmelze überhaupt erst erzeugt hat: ein inflationärer Boom, hervorgebracht durch eine Politik des leichten Geldes durch die FED; eine Kampagne zur Förderung des Hausbesitzes, die risikoreiche Darlehen ermutigt hat; Regulierungen, die Banken in einer gefährliche Überschuldung drängten; etc etc. Die Antwort auf die Krise sollte eine Wiederherstellung der Freiheit und eine Entwirrung von Staat und Ökonomie sein. Stattdessen wird der gleichen Mentalität und den gleichen Zentralplanern, die die Finanzkrise geschaffen haben, eine weit größere Herrschaft gegeben, um die Märkte zu manipulieren und zu verzerren. Wir müssen der Regierung sagen, dass sie diesen faschistischen Kurs umkehren muss – jetzt.

3 thoughts on “Der Weg in den Faschismus

  1. Sascha Settegast sagt:

    Und nachdem nun sogar die FDP dem deutschen „Rettungspaket“ zugestimmt hat, werde ich bei den nächsten Bundestagswahlen nur eine ungültige Stimme abgeben.

  2. M. Möhling sagt:

    Aha. Nicht auch wegen dem hier – und seinem besten Kumpel?

  3. […] der erfundenen Preise langfristig schiefgehen. Das Scheitern wird, wie der Blick auf die staatlich geschaffene Finanzkrise belegt, bei den Kapitalisten gesucht […]

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