Mit „Panzern und Pools“ in die Krise

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Oktober 22, 2008 von wolfgang

Wolfram Weimer sieht auf die Krise und sieht hinter der Krise die Politik von Präsident Bush, der einen sehr teuren Krieg finanzieren wollte, ohne dass die Bevölkerung dies bemerkt:

Nicht der ungezügelte Kapitalismus hat uns in diese Misere gebracht. Sondern eine ungezügelte Staatspolitik eines ungezügelten Präsidenten. Zum Glück geht seine Amtszeit zu Ende. (…)

Die Federal Reserve tauchte den Leitzins im November 2002 auf 0,75 Prozent. Damit begann eine Phase der amerikanischen Volkswirtschaft, in der diejenigen bestraft wurden, die solide sparen wollten. Wenn die Zinsen immer wieder unter der Inflationsrate bleiben, zwingt man eine Bevölkerung in die Verschuldung. Da die Sparer bei einer derartigen Politik systematisch ihr Geld vernichten, hören sie auf zu sparen, nehmen Kredite auf und kaufen sich vor allem Häuser.

Bis heute liegt die Sparquote in den USA bei null Prozent. In Deutschland beträgt sie gut zehn Prozent, was den ganzen Unterschied der inneren Solidität beider Volkswirtschaften demonstriert. Die politisch initiierte Politik des billigen Geldes ließ eine Zentralbankblase entstehen, wie wir sie in der Geschichte selten erlebt haben. Bushs Regierung wollte ihrem Volk demonstrieren, dass man einen extrem teueren Krieg führen und zugleich den inneren Wohlstand in Amerika steigern könne. Panzer und Pools, das war die Devise dieser Strategie und sie ging solange gut, bis die Preise für die Pools nicht mehr stiegen und über die Hypotheken das Gebäude zum Einsturz brachte.

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