Amerika, Idee und Realität

Viel von unserer Größe kommt von einer Idee. Sie ist nicht, wie Joe Biden behauptet, „größer als ein Ozean“. Sie ist so klein wie das Individuum. Das Britische Empire, dass wir zwei Mal besiegt haben, behauptete, die Ozeane zu beherrschen. Amerikas Stolz war, dass der individuelle Arbeiter, nicht ein König oder ein Präsident, seine Nation und sich selbst beherrschte. Die Briten hatten einen König, Amerika hatte Millionen von Königen und Königinnen. Viele Nationen hatten solche Ideen. Was Amerika einzigartig machte, war, dass – anders als der Rest der Welt – wir es Realität werden ließen. Und wir haben es nicht getan durch leere Theorien, sondern durch ein System einer repräsentativen Regierung, gestützt von harten Beschränkungen für diese Regierung.

Daniel Greefield: Biden is Wrong: America is a Reality

Sozialismus – die gescheiterte Idee, die nie stirbt

Rainer Zitelmann über das Buch „Socialism: The failed idea that never dies“  (Download kostenlos) von Kristian Niemitz, ein Buch, von dem Zitelmann sagt, es solle eigentlich Pflichtlektüre an Schulen und Universitäten sein:

In seiner historischen Analyse zeigt Niemietz, dass bislang jedes sozialistische Experiment drei Phasen durchlief:

In einer ersten Phase (the honeymoon period, S. 56) sind Intellektuelle weltweit begeistert und preisen das System in höchsten Tönen. Auf die Phase des Enthusiasmus folgt stets eine zweite Phase der Ernüchterung (the excuses-and-whataboutery period, S. 57): Das System und seine „Errungenschaften“ werden zwar noch verteidigt, aber nicht mehr unkritisch unterstützt. Mängel werden zugegeben, aber gerne dem Wirken von kapitalistischen Saboteuren, ausländischen Kräften oder als Ergebnis des Boykotts durch den US-Imperialismus dargestellt. Schließlich folgt die dritte Phase, in der bestritten wird, dass es sich überhaupt um eine Form des Sozialismus gehandelt habe (the not-real-socialism stage, S.57). Nun heißt es, das betreffende Land – beispielsweise die Sowjetunion, China oder Venezuela – sei in Wahrheit niemals sozialistisch gewesen. Diese Argumentation, so Niemietz, wird jedoch selten in der ersten Phase nach Beginn eines neuen sozialistischen Experimentes vorgetragen, sondern wird zur herrschenden Sicht erst nach dem Scheitern des sozialistischen Experimentes.

Buchtipp: Sozialismus – die gescheiterte Idee, die niemals stirbt* | wallstreet-online.de – Vollständiger Artikel unter:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11363106-buchtipp-sozialismus-gescheiterte-idee-stirbt

Der deutsche Atlas geht

In Deutschland und anderen europäischen Ländern wird das Thema Migration weiterhin intensiv diskutiert.

Übersehen wird dabei ein anderes Problem: dass etwa aus dem wirtschaftlich prosperierenden Deutschland viele Hochqualifizierte auswandern. Deutschland ist, wie einst im 19. Jahrhundert, wieder ein Auswanderungsland, ohne dass dieses Phänomen in der deutschen Öffentlichkeit diskutiert werden würde.

 Das Land verliert auf Kosten des Steuerzahlers ausgebildete Hochqualifizierte – nicht anders als afrikanische Länder oder Indien. Zugleich wandern weiterhin Geringqualifizierte ein und belasten den Sozialstaat.

Heribert Dieter: Deutschlands doppeltes Migrationsproblem

Sozialismus funktioniert …

Junge Sozialisten weisen heute richtigerweise die übliche Behauptung der Konservativen zurück, dass der Sozialismus „nicht funktioniert“. Aber Konservative nehmen fälschlicherweise an, dass das Ziel des Sozialismus Wohltätigkeit, Wohlstand und Frieden wäre; wenn gegenteilige Ergebnisse eintreten, nehmen sie an, dass er „nicht funktioniert“. Warum vermutet man, dass die Sozialisten die Resultate, die sie bekommen, irgendwie nicht wollen? Wiederholte Fehler in einem solchen Ausmaß sind nie unschuldig. Wenn Konservative unbekümmert annehmen, dass der Sozialismus unschuldig motiviert sei, dann fördern sie ihn durch ein moralisches Kompliment, das er nicht verdient. Tatsächlich hat der Sozialismus in Venezuela „funktioniert“, weil der Sozialismus genauso funktioniert – brutal und inhuman. Er könnte auch in Amerika so funktionieren.

Richard M. Salsman: Spring Break in Caracas

Wirtschaftliche Freiheit weltweit

Der „Index of Economic Freedom“ für das Jahr 2019 bezeichnet sechs Länder als wirtschaftlich frei: 1. Hongkong 2. Singapur 3. Neuseeland 4. Schweiz 5. Australien 6. Irland (Platz 1 unter den EU-Staaten). Deutschland wird auf Platz 24 geführt, was bedeutet: weitgehend frei. Zum Vergleich: Russland belegt Platz 98 und fällt damit in die Kategorie „weitgehend unfrei“, allerdings nicht weit von nächstbesten Kategorie entfernt (ziemlich frei). Ganz unten, nicht überraschend, die sozialistischen Länder Kuba, Venezuela und Nordkorea. Bemerkenswert: mehrere Länder, die früher sozialistisch waren, haben Deutschland bereits überholt und verzeichnen mittlerweile eine größere wirtschaftliche Freiheit als das Land, in dem Ludwig Erhard einst Wirtschaftsminister war: Estland, Georgien, Litauen und auch die Tschechische Republik. Großbritannien, das derzeit um den „Brexit“ ringt, belegt den 7. Platz.

https://www.heritage.org/index/ranking

Amerikas einzigartige Energiewende: „Shale Revolution“

Im Jahr 1971 schrieb Ayn Rand: „Um zu überleben, muss der Mensch alles, was er braucht, entdecken und produzieren, das heißt er muss seine Umgebung verändern und sie seinen Bedürfnissen anpassen. Die Natur hat ihn nicht dazu ausgestattet, sich selbst wie ein Tier seiner Umgebung anzupassen. Von den primitivsten Kulturen bis zu den fortgeschrittensten Zivilisationen musste der Mensch Dinge herstellen; sein Wohlergehen hängt von seinem Erfolg bei der Produktion ab.“ (Ayn Rand: Zurück in die Steinzeit)

Die „Objectist Summer Conference“ des Ayn Rand Institute findet in diesem Jahr in Cleveland/Ohio statt (23. bis 27. Juni) und einer der Redner wird Nicholas Deluliis sein, der seinem Vortrag die Überschrift gibt: „A View from the Front Lines of a Public Energy Company“. Deluliis steht an der Spitze der CNX Gas Corporation  und spricht zu der verblüffenden Entwicklung der „Shale Revolution“, die Amerika in eine „Ära des Energieüberflusses“ geführt hat:

„Die Schiefergas-Revolution ist eine der beeindruckendsten Leistungen des Menschen. Sie wurde geboren aus einem von Geist von Unternehmertum, disruptivem Denken und Eigeninteresse, und brachte die Vereinigten heraus aus einer Ära der Energieknappheit in eine Ära des Energieüberflusses.“