Die Unabhängigkeitserklärung "Die größte politisch…

Die Unabhängigkeitserklärung

„Die größte politische Leistung in der Geschichte der Menschheit“, nennt der Blog „The Rule of Reason“ die amerikanische Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776. Hier gibt es sie auf Deutsch:

Wir halten die nachfolgenden Wahrheiten für klar an sich und keines Beweises bedürfend, nämlich: daß alle Menschen gleich geboren; daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt sind; daß zu diesem Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit gehöre; daß, um diese Rechte zu sichern, Regierungen eingesetzt sein müssen, deren volle Gewalten von der Zustimmung der Regierten herkommen; daß zu jeder Zeit, wenn irgend eine Regierungsform zerstörend auf diese Endzwecke einwirkt, das Volk das Recht hat, jene zu ändern oder abzuschaffen, eine neue Regierung einzusetzen, und diese auf solche Grundsätze zu gründen, und deren Gewalten in solcher Form zu ordnen, wie es ihm zu seiner Sicherheit und seinem Glück eam zweckmäßigsten erscheint.

Leistung, nicht Hautfarbe Daniel Cohn-Bendit, grün…

Leistung, nicht Hautfarbe

Daniel Cohn-Bendit, grüner Abgeornete des EU-Parlaments, hat sich gegenüber der TAZ über die französische Fussballnationalmannschaft geäußert, die heute gegen Italien um die Weltmeisterschaft spielt:

Die Maghrebiner oder die Schwarzen identifizieren sich mit einer Mannschaft, die auch aussieht wie Frankreich. Das deutsche Team dagegen sieht nach Jahrzehnten der Einwanderung immer noch nicht aus wie die deutsche Gesellschaft.

Cohn-Bendit suggeriert, dass der französische Trainer die schwarzen Spieler aufgrund ihrer Hautfarbe ausgewählt hat und nicht aufgrund ihrer Spielstärke, und er sieht diesen Selektionsmechanismus als vorbildlich für Deutschland an. Diese Spieler hätten somit etwas Unverdientes erlangt, wenn dem so wäre. Ich vermute, dass der französische Trainer ebenso wie Jürgen Klinsmann in Deutschland, einfach „farbenblind“ war und die Spieler ausschließlich nach ihren Leistungsvermögen nominiert und aufgestellt hat. Dies ist die einzige Art von Gerechtigkeit, die die Spieler erwarten können.

Die Physik der Superhelden James Kakalios ist seit…

Die Physik der Superhelden

James Kakalios ist seit 1988 Professor für Physik und Astronomie an der Universität an der Universität von Minnesota. Sein Kurs „Alles, was ich über Naturwissenschaften weiß, habe ich aus Comics gelernt“ ist bei den Studenten überaus beliebt. Prof. Kakalios hat es nicht dabei bewenden lassen, seine Studenten Physik anhand der Fähigkeiten von Comicfiguren zu erklären, sondern hat ein Buch zu dem Thema geschrieben (Die Physik der Superhelden), dass sogar Wissenschaftsmuffeln Lust zur Lektüre machen könnte:

Wie kommt es eigentlich, dass Superman mit einem Satz über ein Hochhaus springen kann und Ice Man alles um sich heraum in Eis verwandeln kann? Und müßte Flash, der schneller als der Schall rennt, nicht täglich 150 Millionen Cheeseburger essen, um die nötige Energie aufzunehmen?
James Kakalios … geht diesen Fragen auf den Grund. Mit viel Humar beweist er, dass sich die wundersamen Phänomene der Superhelden-Universen allesamt wissenschaftlich erklären lassen – na ja, jedenfalls fast alle. Und zeigt damit, dass Physik wirklich viel Spass machen kann.

Quelle: DIE WELT

Selbstigkeit Dass das deutsche Wort "Leidenschaft"…

Selbstigkeit

Dass das deutsche Wort „Leidenschaft“ eine Germanisierung des lateinischen „Passion“ ist, war mir schon bekannt, aber es gab nicht nur diesen -erfolgreichen- Versuch, einer Eindeutschung von Fremdwörtern:

In vor 1650 entstandenen Texten findet sich überhaupt keine „Leidenschaft“. Statt dessen ist von „Passion“ die Rede. „Leidenschaft“ oder „leidenschaftlich“ sind reine Kunstwörter, Mitte des 17. Jahrhunderts von Philipp von Zesen geschaffen. Sie gehören in eine Reihe von Germanisierungen wie „Ausübung“ (Praxis), „Selbstigkeit“ (Egoismus), „Stülper“ (Pullover) oder der notorische „Gesichtserker“ (Nase). Nur: im Unterschied zu diesen hat sich die Leidenschaft durchgesetzt …

Quelle: Jörg Meidenbauer, Lexikon der Geschichtsirrtümer, S. 207

Wahlen in der Slowakei Das Wirtschaftsblatt berich…

Wahlen in der Slowakei

Das Wirtschaftsblatt berichtet von -für deutsche Verhältnisse- traumhaften Zuständen in der Slowakei:

Das slowakische reale BIP wuchs im ersten Quartal 2006 um 6,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2005, hieß es vom Statistischen Büro der Slowakei. Die Jahresprognose liegt bei 6,2 Prozent. Das große ausländische Investitionsinteresse hat viel dazu beigetragen. Im Vergleich: 2005 hat das Wirtschaftswachstum bei 4,9 Prozent gelegen

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Und wie sind die Wahlen in der Slowakei ausgegangen? Wahlsieger wurde der Linkspopulist Robert Fico, der möglicherweise mit der klerikal-katholischen KDH und der der nationalistischen SNS eine Koalitionsregierung bilden wird:

Robert Fico hat eine Abkehr vom radikal-liberalen Reformkurs angekündigt, wie Reuters berichtete. Schnelles Wirtschaftswachstum werde nicht länger nur einer kleinen Gruppe zu Gute kommen, zitiert Reuters Robert Fico.

Die Wahlen in der Slowakei zeigen sehr deutlich, dass Menschen immer -egal wie gut oder schlecht es ihnen ökonomisch geht- für moralische Argumente empfänglich sind. Dies ist per se nicht falsch. Schlimm wird es erst, wenn es die falsche Argumente sind, wenn die Menschen den Kompass dafür verloren haben, was richtig und was falsch ist. Viele Slowaken glauben offensichtlich, dass Altruismus richtig ist und die Politik wieder mehr auf Zwang und weniger auf Freiheit setzen sollte. Für eine Politik des Altruismus würden sie aber einen Preis bezahlen müssen. Und sie kennen diesen Preis aus ihrer eigenen Vergangenheit.