Mitt Romney: „Nein zu Clinton und Trump“

Mitt Romney, der Präsidentschaftskandidat der Republikaner im Jahr 2012, will in diesem Jahr weder Donald Trump noch Hillary Clinton wählen: „Beide haben enorme Nachteile und ich möchte nicht entscheiden, welcher von beiden schlechter ist.“ In Frage käme allerdings der Kandidat der Libertarian Party (LP), Gary Johnson. Besonders für Bill Weld, der zusammen mit Johnson für das Ticket der LP kandidiert, hat Romney „enormen Respekt“ und wäre er der libertäre Präsidentschaftskandidat, würde Romney die Entscheidung leicht fallen. Für sich selbst schließt Romney eine Kandidatur aus.

Eine Empfehlung für Ted Cruz

Craig Biddle, der Herausgeber der Zeitschrift The Objective Standard spricht eine deutliche Empfehlung für den Republikaner Ted Cruz als nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten aus. Cruz sei nicht fehlerlos, schreibt Biddle, aber er sei die eindeutig beste Wahl für Amerika. Kein unbedeutendes Detail: Cruz bezeichnet Atlas Shrugged von Ayn Rand als eines seines Lieblingsbücher

Bob Barrs Alternative

Nach den beiden Favoriten für die amerikanische Präsidentschaft, nun zu einem Außenseiter: Bob Barr von den Libertarians. Er kritisierte gestern auf einer Pressekonferenz (The American Spectator) die „kriegerische Haltung“ der Regierung Bush gegenüber dem Iran, wovon ich allerdings bisher so gar nichts mitbekommen habe. Eine kriegerische Aktion gegen den Iran nannte der ehemalige Republikaner „unnötig, kontraproduktiv, kostspielig und gefährlich.“ Bemerkenswert an Barrs Äußerungen ist allerdings, dass er Präventivkriege keineswegs grundsätzlich ausgeschlossen hat, sondern darauf verweist, dass sie bei einer unmittelbaren Bedrohung zulässig seien.

Obama, der neue Linke

Obama gegen Mc Cain – diese Namen stehen nicht für grundlegende Alternativen, sondern sind nur Varianten kollektivistischer Weltsichten, eigentlich eine Schande für Amerika. Gestern Mc Cain, heute Obama (Deutschlandfunk):

Wenn ein Kind im Süden Chicagos nicht lesen kann, geht das mich an, auch wenn es nicht mein Kind ist. Wenn ein Rentner die Arznei nicht bezahlen kann und zwischen Medizin und Miete wählen muss, macht das mein Leben ärmer, auch wenn es nicht meine Großeltern sind. Wenn eine Familie arabischer Abstammung festgehalten wird, ohne Anwalt oder normales Verfahren, bedroht das meine Bürgerrechte. Es ist die Grundüberzeugung – Ich bin der Hüter meines Bruders, der Hüter meiner Schwester -, die dieses Land in Gang hält, die uns erlaubt, eigene Träume zu verfolgen und uns doch als die eine amerikanische Familie zu fühlen.

Mc Cain, der Neocon

Ich möchte nicht behaupten, dass dieser Kommentar von vorne bis hinten richtig ist, aber über John Mc Cain scheint er mir doch sehr viel Wahres auszusagen (FTD) :

McCain stellt aufgrund seiner politischen Grundeinstellung, seiner bisherigen praktischen Politik und vor allem seiner Persönlichkeit ein Problem dar. Seine Ideologie und die seiner wichtigsten Berater ist neokonservativ. Früher galt McCain als konservativer Realist alter Schule. Doch inzwischen dienen die Realpolitiker in seinem Team nur noch zur Dekoration. (…) Auch McCain glaubt an den „Konservativismus der nationalen Größe“, wie Kristol es nennt. Schon 1999 sagte McCain: „Die USA sind das Land, ohne das es nicht geht. Wir haben bewiesen, dass wir die stärkste Kraft in der Geschichte der Menschheit sind, die für das Gute eintritt (…). Wir sind fest entschlossen, unsere Vorreiterrolle in der Weltpolitik weiter zum Wohle der Menschheit zu nutzen.“

Eine Partei gegen den Staat

Zwei empfehlenswerte Artikel zur Kandidatur von Bob Barr für die Libertarian Party der USA: Americans for Paedophilia und Barr Beats Anarchist:

Bekanntlich siegte der Konservative Bob Barr nur knapp gegen seine Gegenkandidatin, die Anarchistin Mary Ruwart, die mit folgenden Aussagen über Kinderpornographie aus ihrem Buch „Short Answers to the Tough Questions“ Aufsehen erregte (sie behauptet, das Zitat sei aus dem Zusammenhang gerissen):

Children who willingly participate in sexual acts have the right to make that decision as well, even if it’s distasteful to us personally. Some children will make poor choices just as some adults do in smoking and drinking to excess. When we outlaw child pornography, the prices paid for child performers rise, increasing the incentives for parents to use children against their will.

Hier Zusammenfassungen aus einem Interview mit Bob Barr, das John Lofton führt:

Barr bewundert Ayn Rand für ihre Unterstützung der individuellen Freiheit, nicht dafür, dass sie Atheistin war; Barr ist Methodist; Barr denkt, dass die Rolle der Regierung durch die Verfassung definiert ist, nicht durch Gott; Barr unterstützt Gesetze gegen die Belästigung von Kindern; Barr denkt nicht, dass Homosexualität „unzüchtig und verkommen“ ist; Barr denkt nicht, dass die Regierung den Bruch des Sabbath bestrafen sollte; Barr ist Pro-Life; Barr denkt, dass die einzelnen Staaten die Strafen für Abtreibung bestimmen sollten; Barr möchte nicht darüber diskutieren, was nach seiner Meinung die Strafe für Abtreibung in Georgia sein sollte; Barr unterstützt die Todesstrafe; Barr denkt nicht, dass die Bundesregierung in den Fall Terri Shiavo hätte involviert sein sollen; Barr glaubt nicht, dass Shiavos Tod Mord war;

Kritik von „rechts“ an John McCain

John McCain soll beunruhigt sein über eine Präsidentschaftskandidatur des Ex-Republikaners Bob Barr, die für Libertarian Party ins Rennen steigen möchte, wie Espace aus der Schweiz berichtet. Sollte Barr tatsächlich in der Lage sein, Stimmen zu gewinnen, die alternativ McCain zufallen würden, wäre seine Kandidatur in der Tat höchst nützlich, denn dieser „Konservative der nationalen Größe“ sollte den Amerikanern erspart bleiben:

Bob Barr, von 1995 bis 2003 Kongressabgeordneter der Republikaner, inzwischen Mitglied der Libertären Partei, will sich auf deren Parteitag Ende Mai in Denver als Präsidentschaftskandidat aufstellen lassen.(…) Barr will sich rechts von deren designiertem Präsidentschaftsbewerber John McCain positionieren. Der Senator aus Arizona, schimpfte der 59-jährige Ex-Republikaner, könne sich «nicht ohne Schamesröte einen Konservativen» nennen. Barr wettert gegen die Regierung, die unter George W. Bush immer weiter aufgeblasen worden sei. Er lehnt staatliche Überwachung und die im Zuge der Terrorabwehr erfolgten Eingriffe in bürgerliche Rechte ab. Er will die Truppen aus dem Irak heimholen, das weltweite Netz von Militärstützpunkten abbauen und die Rolle der USA als Weltpolizist beenden.